26.10.2010 - 00:00

Tagestipp Alternativ heilen Ayurveda

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Ayurveda ist ein in Indien entstandenes Heilsystem. Der Begriff "Ayurveda" stammt dabei aus der altindischen Gelehrtensprache und bedeutet "Wissenschaft vom Leben". Grundlegendes Ziel dieses Heilverfahrens ist es, einen idealen Zustand von Körper und Geist herzustellen. Die ayurvedische Medizin wird zur Vorbeugung und Frühbehandlung von Befindlichkeitsstörungen und funktionellen Beschwerden eingesetzt.

In Indien genießt die ayurvedische Medizin ein hohes Ansehen und wird allgemein anerkannt. In Deutschland üben viele Ärzte, aber auch Nicht-Mediziner, die Ayurveda aus. Wissenschaftliche Studien über die Wirksamkeit der ayurvedischen Heilverfahren liegen allerdings bisher noch nicht vor. Ein Grund, weshalb Ayurveda als alleiniges Behandlungskonzept bei Krankheiten aus westlicher Sicht als nicht geeignet angesehen wird.

Grundlagen – Das Zusammenspiel der Doshas

Nach altindischer Vorstellung wurden in einer Art Schöpfungsakt aus reinem ungeteiltem Bewusstsein die fünf Elemente Raum, Luft, Feuer, Wasser, Erde "geboren". Jedes dieser Elemente stellt verschiedene Arten von Kraft und Energie dar. Sie sind Symbole für körperliche Erscheinungsformen und Eigenschaften, aus denen auch der menschliche Körper besteht. Bestimmte Entsprechungen in der Sinneswelt und im Körperbau werden ihnen zugeordnet. Ihre Zusammengehörigkeit beschreiben die drei "Doshas", Regulationssysteme des menschlichen Körpers.
Nach ayurvedischer Vorstellung ist jedem Menschen eine Konstitution eigen, die sich aus einer individuellen, nur für ihn typischen Zusammensetzung aus den drei Doshas ergibt. Gerät dieses Zusammenspiel aus dem Gleichgewicht, entstehen Unwohlsein und Krankheit.

Behandlung – Die Doshas wieder ins Gleichgewicht bringen

Ein ayurvedischer Arzt beurteilt den Menschen grundsätzlich ganzheitlich: Er betrachtet seinen Körper, Geist und Seele und bestimmt in einem persönlichen Gespräch seinen Dosha-Typen anhand des Erscheinungsbilds und seinen Schilderungen. Zusätzlich führt er einige körperliche Untersuchungen wie Puls- und Zungendiagnostik durch.

Ziel der Behandlung ist es, das Gleichgewicht zwischen den verschiedenen Doshas wieder herzustellen. Dazu müssen meist die Ernährungsgewohnheiten umgestellt sowie pflanzliche Mittel verabreicht werden. Hinzu können Reinigungsprozeduren kommen, die schädliche Säfte des dominanten Doshas entfernen sollen. Formen der Reinigung sind zum Beispiel Einläufe, Erbrechen, Ölmassagen oder Aderlass.

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