27.06.2019

Tagestipp Vitamine und Co Vitamin K: Wichtig für Knochen und Arterien

Wenig bekannt, aber dennoch braucht es unser Körper: Wie Sie Vitamin K am besten aufnehmen und warum es so wichtig ist.

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Wenig bekannt, aber dennoch braucht es unser Körper: Wie Sie Vitamin K am besten aufnehmen und warum es so wichtig ist.

Power für die Knochen: Vitamin K ist besonders für den Blutfluss und die Knochenbildung von Bedeutung. Erfahren Sie hier, was das Vitamin so wichtig macht und in welchen Lebensmitteln es enthalten ist.

Vitamin K zählt nicht gerade zu den bekanntesten Vitaminen – im Gegenteil, denn viele haben davon noch nicht wirklich gehört. Dabei ist das Vitamin sehr wichtig für die Knochen und auch die Blutgerinnung. Es wird unter anderem in Verbindung mit Osteoporose und auch Arterienverkalkung gebracht. Wir stellen Ihnen Vitamin K, was streng genommen eine Gruppe von Vitaminen ist, genauer vor und verraten Ihnen die Lebensmittel, in denen es zu finden ist.

Warum unser Körper Vitamin K braucht

Die Gruppe der K-Vitamine, zu der unter anderem Vitamin K1 und K2 gehören, ist an verschiedenen Stoffwechselvorgängen beteiligt, spielt eine wichtige Rolle bei der Knochenbildung sowie bei der Blutgerinnung und damit Wundheilung. Es liegt nahe, dass das Vitamin mit Osteoporose in Verbindung gebracht wird und tatsächlich soll eine zu geringe Versorgung das Risiko von Knochenbrüchen erhöhen können. Ob Vitamin K jedoch präventiv vor Osteoporose schützen kann, ist bisher (noch) nicht ausreichend erforscht.

Es wird außerdem diskutiert, ob K-Vitamine mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Zusammenhang stehen. Unter anderem sollen erste Studien aufzeigen, dass durch Vitamin K2 die Arterienverkalkung verringert werden kann. Auch hier wird wissenschaftlich weiter geforscht.

Wichtige Vitamin-K-Quellen: Spinat, Grünkohl & Co.

Vitamin K kommt in verschiedenen Formen vor: Pflanzen bilden das so genannte Phyllochinon oder Vitamin K1, das über die Nahrung aufgenommen wird. Die Darmflora des Menschen bildet eine andere Form von Vitamin K: Menachinon oder Vitamin K2, allerdings nicht in ausreichender Menge.

Aus diesem Grund ist es wichtig ausreichende Mengen des Vitamins über die Nahrung aufzunehmen. Die pflanzliche Form (K1) findet sich vor allem in den folgenden Lebensmitteln:

  • Grünes Blattgemüse wie Spinat, Mangold, Feldsalat, Rucola
  • Kohlarten wie Blumenkohl, Brokkoli, Rotkohl, Grünkohl, Rosenkohl
  • Kräuter wie Petersilie, Schnittlauch
  • Hülsenfrüchte wie Kichererbsen, Linsen, Bohnen, Erbsen
  • Speisekleie und Haferflocken
  • Einige Nüsse wie Pistazien und Cashew-Kerne
  • Einige Pflanzenöle wie Traubenkernöl oder Rapsöl

Vorsicht ist bei der Lagerung geboten, denn zu viel Licht zerstört Vitamin K. Daher sollte man Vitamin-K-reiche Lebensmittel eher im Dunkeln lagern. Eine Überdosierung (Hypervitaminose) ist für Vitamin K übrigens bisher nicht bekannt.

Wie viel Vitamin K sollte es sein?

Die empfohlene Vitamin-K-Tagesdosis beträgt etwa 70 Mikrogramm bei Männern und 60 Mikrogramm bei Frauen. Bei Osteoporose, erhöhter Blutungsneigung oder auch im Alter und bei bestimmten Erkrankungen, wie Verdauungsstörungen und Darmerkrankungen (z.B. Morbus Crohn), die dazu führen können, das der Körper keine ausreichende Menge des Vitamins erhält, kann der Vitamin-K-Bedarf erhöht sein. Bei Neugeborenen ist die Darmflora noch nicht voll ausgebildet, weshalb sie auch noch nicht ausreichend Vitamin K erzeugen kann. Da die Muttermilch ebenfalls nur sehr wenig davon enthält, verabreicht man Säuglingen zusätzliches Vitamin K.

Fazit zu Vitamin K: Auf die Ernährung achten

Auch wenn bei den meisten Menschen kein Mangel an Vitamin K vorliegen soll, so ist es dennoch wichtig, auf ausreichend Vitamin-K-haltige Lebensmittel zu achten, um die grundsätzliche Versorgung sicher zu stellen. Schließlich wird die Vitamin-Gruppe für wichtige Prozesse und Funktionen im Körper benötigt. Bei bestimmten Erkrankungen, wie Osteoporose und Darmkrankheiten, kann eine zusätzliche Zufuhr sinnvoll sein. Das können Sie am besten mit einem Arzt klären.

Erfahren Sie mehr über Osteoporose und Herz-Kreislauf auf unseren umfangreichen Themenseiten.

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