27.07.2010 - 00:00

Naturapotheke – Weißdorn

Von

Bereits die alten Chinesen entdeckten den Weißdorn für ihre Heilkunde. Erst in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts verwendete ein irischer Arzt Weißdorn erfolgreich bei verschiedenen Herzleiden.

Anfang des 19. Jahrhunderts setzte sich der Weißdorn schließlich als Mittel gegen Herzschwäche durch. In der Medizin verwendet man die getrockneten Blätter und Blüten der Heilpflanze. Die Früchte dienen als Ausgangsdroge zur Herstellung einiger Fertigarzneimittel. Weißdorn wird größtenteils aus ost- und südosteuropäischen Ländern importiert.

Balsam für das Herz

Die im Weißdorn enthaltenen Procyanidine und Flavonoide erweitern die Herzkranzgefäße und steigern so die Durchblutung des Herzmuskels. Außerdem sorgen sie für eine leichte Erhöhung der Herzleistung, indem sie die Schlagkraft und den peripheren (fern dem Zentrum) Widerstand verringern. Auch auf Bluthochdruck wirken die Inhaltsstoffe des Weißdorns regulierend.

Anwendungsgebiete

Weißdorn wird vor allem zur Behandlung leichter Formen von Herzinsuffizienz oder bei altersbedingtem Nachlassen der Herzleistung eingesetzt. Besonders als dauerhafte, unterstützende Maßnahme soll es die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit verbessern.
Auch nach ansteckenden Krankheiten oder bei gezieltem Ausdauertraining kann Weißdorn die Herzleistung verbessern. Zudem können Herzbeschwerden aufgrund nervlicher und psychischer Überbelastung mithilfe von Weißdorn gemildert werden. Außerdem hat sich Weißdorn bei nervösen Herzrhythmusstörungen oder Herzbeschwerden bei stressreichem Lebensalltag bewährt.
Als Alternative und als Ergänzung der Therapie ist Weißdorn zur Behandlung der leichten Herzinsuffizienz zugelassen.

Hinweise

Weißdorn sollte erst angewendet werden, wenn die genauen Ursachen der Beschwerden ärztlich abgeklärt wurden. Weißdornpräparate sind nicht zur Selbstbehandlung geeignet.

Die neuesten Videos von BILD der FRAU

Die neuesten Videos von BILD der FRAU

Beschreibung anzeigen
Eine Marke der FUNKE Mediengruppe