27.07.2010 - 00:00

Naturapotheke – Salbei

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Salbei ist seit Jahrtausenden als Heilmittel bekannt. Ob als Tee, Tinktur oder als ätherisches Öl: Salbei lindert Halsschmerzen, Rachenentzündungen, Entzündungen der Mundschleimhaut sowie Verdauungsbeschwerden. Auch bei übermäßigem Schwitzen hilft die Heilpflanze.

Bei Salbei handelt es sich um einen bis zu 50 Zentimeter hohen Halbstrauch mit dicken, graufilzigen Blättern. Die Blüten sind bis zu zwei Zentimeter lang, haben eine blauviolette Färbung und sitzen in Quirlen. Zu medizinischen Zwecken verwendet man die Blätter des Salbeis.

Wirkung

Salbei ist reich an ätherischen Ölen wie Thujon, Cineol und Kampfer. Außerdem enthält er Gerbstoffe, Triterpene, Flavonoide und Steroide. Das Gemisch aus ätherischen Ölen verhindert das Wachstum von Bakterien und Pilzen. Die enthaltenen Gerbstoffe wirken entzündungshemmend, die Flavonoide krampflösend und gallentreibend. Außerdem hemmt Salbei die Schweißabsonderung, indem er Wärmeregulationszentren im Mittelhirn beeinflusst.

Salbeitee und Salbeitinktur

Einen Teelöffel (ungefähr ein bis zwei Gramm) Salbeiblätter übergießt man mit einer Tasse heißem Wasser und lässt ihn zehn Minuten ziehen. Bei Magen-Darm-Beschwerden ist es empfehlenswert, jeweils eine halbe Stunde vor den Mahlzeiten eine Tasse Salbeitee zu trinken. Zur Behandlung gegen Nachtschweiß hilft eine Tasse kalter Tee zwei Stunden vor dem Schlafengehen.
Eine innerliche Anwendung von Salbei in höheren Dosen oder über längere Zeit ist nicht ratsam. Will man den Tee zum Gurgeln benutzen, verwendet man zwei Gramm Salbeitinktur auf 100 Milliliter Wasser. Bei Entzündungen im Mundraum kann eine Salbeitinktur direkt unverdünnt auf die entsprechende Stelle aufgetragen werden.

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