06.04.2017

Auf die Witterung kommt's an Tipps gegen Wetter-Kopfschmerz und Wetterfühligkeit

Alle an einem Tisch. Es fehlen nur noch die Torten. Von

Wetterfühligkeit: Kopfschmerzen nach Wetterwechsel? Mit den richtigen Tipps gehören die der Vergangenheit an.

Foto: iStock/CentralITAlliance

Wetterfühligkeit: Kopfschmerzen nach Wetterwechsel? Mit den richtigen Tipps gehören die der Vergangenheit an.

Das Wetter spielt verrückt – und plötzlich brummt der Kopf! Woran das liegen kann, und die besten Tipps, um Schmerzen vorzubeugen und zu bekämpfen.

Wie kann uns das Wetter eigentlich krank machen? Wetterfühligkeit ist eine typische Erklärung für Unwohlsein, die uns im Alltag immer wieder begegnet. Dr. Katrin Oechel, Neurologin an der Asklepios Klinik Bad Oldesloe, erklärt: „Das Wetter selbst macht nicht krank, es wirkt nur auf die Schwachstellen unseres Körpers. Menschen mit niedrigem Blutdruck fühlen sich z. B. bei höheren Temperaturen müde, ausgelaugt, schwindelig – bekommen oft Spannungskopfschmerzen oder Migräneattacken.“

Bewiesen: Wetterfühligkeit ist keine Einbildung

Lange wurde die Wetterfühligkeit bei Kopfschmerzen infrage gestellt. Erst vor knapp drei Jahren bewiesen Wissenschaftler des „Beth Israel Deconess Medical Center“ in Boston (USA) in einer Studie mit rund 7000 Patienten dieses Phänomen. Dr. Oechel: „In der Untersuchung wurden sieben Jahre lang die Witterungsverhältnisse vor und während heftiger Kopfschmerz-Attacken von Patienten erhoben. Deren Schmerzen waren so extrem, dass sie deshalb die Notaufnahme der Klinik aufsuchten.“ Ergebnis: Eine höhere Temperatur als am Vortag, aber auch niedriger Luftdruck trägt zu starkem Kopfweh bei. Wird es fünf Grad wärmer, steigt die Wahrscheinlichkeit einer Schmerzattacke um 7,5 Prozent. Auch Kreislaufprobleme durchs Wetter können auftreten.

Wichtig: Gesunde Ernährung und viel frische Luft

Grundsätzlich gibt es mehrere Möglichkeiten, Wetterfühligkeit und den damit verbundenen Beschwerden vorzubeugen. Die Ärztin: „Wer zu Schmerzattacken neigt, sollte einen Kopfschmerz-Kalender führen. Dann lässt sich überprüfen, in welchen Situationen die Probleme ausgelöst werden.“ Oft genügen schon ganz einfache Maßnahmen, um Beschwerden zu vermeiden. Expertin Dr. Oechel: Achten Sie auf gesunde Ernährung und genügend Bewegung tagsüber an der frischen Luft. Das ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass Ihr Körper gesund bleibt, Ihr Immunsystem stark – und Ihre Psyche stabil. Dann können Wetterumschwünge Ihnen nicht so schnell etwas anhaben. Wenn Sie merken, dass der Schmerz kommt, helfen oft auch Entspannungsübungen, wie Yoga oder autogenes Training. Damit lassen sich akute Beschwerden verhindern oder zumindest abschwächen.

Übrigens: Das typische "Kopfschmerz-Wetter" gibt es nicht – allerdings klagen vermehrt Menschen über Probleme bei schwülem Wetter, oder eben bei starken Wetterumschwüngen. Das kann bei empfindlichen Menschen dann zu Spannungskopfschmerzen oder sogar zu Migräne führen.

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Aufgepasst: Auch Angst kann ein Auslöser sein

Entspannungsübungen helfen auch, die Sorge vor einem Wetterwechsel zu nehmen. „Wer Angst hat, versetzt seinen Körper immer unbewusst in Alarmbereitschaft und damit in dauerhafte Anspannung. Und genau die führt dann oft zu Kopfschmerzen.“ Denn Schmerzen können durchaus auch durch Gefühle verursacht werden. Wer auf Witterungswechsel regelmäßig mit Kopfweh reagiert, sollte sich von einem Arzt untersuchen lassen. Er kann abklären, ob hinter den Beschwerden rund um die Wetterfühligkeit eventuell eine ernsthafte Erkrankung steckt.

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Tipps gegen die Wetterfühligkeit und damit zusammenhängende Schmerzen finden Sie auf der nächsten Seite.

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