Aktualisiert: 13.03.2021 - 17:03

Kuscheln hat positive Effekte Darum sind Umarmungen gut für die Gesundheit

Von der Redaktion

In Zeiten von Corona sollen wir Abstand halten. Doch Umarmungen sind wichtig für Körper und Psyche.

Foto: Getty Images/Oliver Rossi

In Zeiten von Corona sollen wir Abstand halten. Doch Umarmungen sind wichtig für Körper und Psyche.

Forscher sind sich einig: Umarmungen haben positive Effekte auf die Gesundheit. Doch warum ist das so? Lesen Sie hier, warum Kuscheln gut tut.

Seit vielen Monaten bestehen wegen der Covid-19-Pandemie Kontaktbeschränkungen. So sollen zum Beispiel Umarmungen vermieden werden, um das Infektionsgeschehen zu minimieren. Soweit, so verständlich. Doch Menschen sehnen sich nach Geborgenheit und Nähe.

Forscher haben herausgefunden, dass Umarmungen sogar gut für die Gesundheit sind. Warum Kuscheln wichtiger ist als man glaubt, erfahren Sie hier.

Umarmungen für die Gesundheit: Warum wir mehr kuscheln sollten

Doch warum tut es uns gut, von jemandem in den Arm genommen zu werden? Für die Psyche es gut, da Sicherheit, Zuneigung, Vertrauen und Trost signalisiert werden. Das wirkt sich auf das körperliche Wohlbefinden aus.

Außerdem werden bei Umarmungen Botenstoffe ausgeschüttet, zum Beispiel Oxytocin. Man nennt es auch "Kuschelhormon", "Bindungshormon" oder "Glückshormon". Denn es unterstützt den Stressabbau fördert soziale Bindungen und stärkt Vertrauen. Forscher glauben, dass die positive Wirkung von Umarmungen sogar dabei helfen kann, vor Krankheiten zu schützen.

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"Mittlerer Druck" beruhigt am meisten

Es gibt Menschen, die brauchen lange Umarmungen und intensives Kuscheln. Andere hingegen kommen auch mit einem kurzen Drücker klar. Was ist die "beste" Umarmung? Forscher haben objektive Kriterien untersucht, um genau das herauszufinden.

Offenbar spielt zum Beispiel der Druck der Umarmung eine Rolle, wie Wissenschaftler der japanischen Toho-Universität festgestellt haben. Sie überwachten die Herzfrequenz von Neugeborenen und sahen, dass sie am besten beruhigt werden konnten, wenn ein Elternteil es mit "mittlerem Druck". umarmte. Auch das Elternteil profitiere davon.

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Zu lange sollte die Umarmung nicht sein

Laut der Forscher wurde in den getesteten Familien aber nicht länger als 20 Sekunden umarmt, weil die Kinder dann unruhig geworden seien. Zu lange sollte eine Umarmung demnach also auch nicht sein.

Das zeigen auch Daten, die bei den Olympischen Sommerspiele 2008 in Peking erfasst wurden. Forscher der Universität Dundee ermittelten, dass Umarmungen bei Sportlern im Durchschnitt 3,17 Sekunden gedauert haben – egal ob sie Trainer, Konkurrenten oder Unterstützern galten. Weder die Nationalität der betreffenden Personen noch das Geschlecht hatte einen Einfluss darauf.

Ähnliche Effekte durch Hunde-Umarmung

Oft ist es der eigene Partner, den man umarmt und mit dem man kuschelt. Könnte man ihn aber auch ersetzen? Schwedische Forscher der Hochschule in Skövde haben festgestellt, dass auch Kuscheln mit Hunden positive Effekte auf das körperliche Wohlbefinden hat. Auch durch langsames und genussvolles Essen könne der Oxytocin-Ausstoß erhöht werden.

Egal wie sie es machen: Eine Umarmung tut Körper und Seele gut. Auch wenn Corona gerade vielen einen Strich durch die Rechnung macht, sollte man kreativ werden: Wer will, kann auch mal einen Baum umarmen. Damit soll man eine ähnliche positive Wirkung erzielen …

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Außerdem lesen Sie hier, wie eine Lehrerin eine Corona-sichere "Umarmungsstation" für Schüler aufgebaut hat.

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