14.12.2020 - 09:18

Was steckt dahinter? Biohacking: Können wir uns wacher, fitter und besser fühlen?

Wetten, auch Sie waren schon mal Biohacker/in?

Foto: imago images/Westend61

Wetten, auch Sie waren schon mal Biohacker/in?

Schon mal etwas von Biohacking gehört? Die zugehörige Community ist sich sicher, dass viele schon mal Biohacker/innen waren. Wir verraten, was hinter dem Begriff steckt.

Was ist das überhaupt, Biohacking? Klingt nach Computern, Astronautenanzügen und Gen-Manipulation. Doch was, wenn wir Ihnen nun sagen, dass auch Sie bestimmt schon einmal Biohacker/in waren? Das ist beispielsweise der Fall, wenn Sie schon einmal Ihre Laune durch das Tanzen zur Lieblingsmusik verbessert haben. Oder wenn Sie sich in einem heißen Bad erholten. Und auch die gesteigerte Konzentration und gefühlte Wachheit nach dem leckeren Kaffee am Morgen sind echtes Biohacking. Das findet zumindest die Biohacking-Community. Wir verraten Ihnen, was hinter dem Begriff steckt.

Biohacking: Was ist das eigentlich?

Wir alle wollen gesund, wach und fit sein. Kurz: einfach gut leben. Viele denken dann nur an die Ernährung oder einen sportlichen Lifestyle. Doch auf die Gesundheit des Körpers wirken viele weitere Faktoren ein: Soziale Kontakte, Arbeit, Ruhephasen, Tageslicht – selbst Temperaturunterschiede hinterlassen ihre Spuren. Viele äußere Einflüsse prasseln fast unbemerkt konstant auf uns ein – und prägen die Art wie wir leben.

Und genau hier setzt Biohacking an. Ein bekennender Biohacker aus Deutschland ist Janis Budde. Der Podcaster, Autor und Begründer der Biohacking-Plattform "Primal State" sieht im Konzept vor allem einen aktiven Umgang mit diesen äußeren Faktoren: "Eine Biohackerin versteht die Einflüsse, die täglich auf sie einwirken. Sie kennt daher Maßnahmen, die ihr gut tun [...]. Sie sorgt dafür, dass sie körperlich und geistig viel mehr Energie, Wachheit und Leichtigkeit in ihrem Alltag erlebt."

Biohacking: Man muss es nur machen

Doch was bringt das nun konkret? Der Fachmann zeigt sich überzeugt: Die Methoden des Biohackings können demnach helfen, überschüssiges Fett abzubauen. Auch ein besserer Muskelaufbau bei niedrigem Trainingspensum sei möglich. Das habe auch mit dem Stresslevel im Körper zu tun, der sich durch einen bewussteren Umgang mit den inneren und äußeren Faktoren senken lasse. Davon profitieren dann auch der Schlaf und die Konzentrationsfähigkeit. Einen Beleg für diese Behauptungen liefert uns der Biohacker nicht. Dass ein bewussterer Umgang aber positive Auswirkungen haben kann, wirkt schlüssig.

Aber wenn die Effekte so stark ausfallen, warum betreiben dann nicht alle Menschen Biohacking? Budde beschreibt es so: "Es ist immer die Gesamtheit aller Dinge, die wir täglich tun – und die letztendlich zum Erfolg führen. Diese Dinge dauern oft nicht lange und erfordern wenig Willenskraft. Doch tun muss man sie trotzdem. Genau an dieser Stelle scheitern die meisten Menschen."

Die drei Säulen des Biohacking?

Im Kern des Biohacking sieht Janis Budde drei Säulen, die bewusst gesteuert werden.

  • Ernährung
  • Körperübungen
  • Geist und Verstand

Diese Bereiche werden mit den unterschiedlichsten “Hacks” bespielt. Dazu gehören bestimmte Lebensmittel, Körper- und Medidationstechniken. Dadurch soll das Zusammenspiel aus Versorgung von Nährstoffen, der Fitness des Körpers, sowie der Klarheit des Geistes ein optimales Level erreichen. Den einen großen Tipp, wie Biohacking am besten funktioniert, gibt es also gar nicht.

Der Bulletproof Coffee: Klassiker für Biohackerinnen

Eine konkrete Idee hat Janis Budde für uns dann aber doch noch parat: Trinken Sie Bulletproof-Coffee. Der Drink gilt als Getränke-Klassiker der Szene. Der Drink wird aus Kaffee, Butter und MCT-Öl (ein Bestandteil der Kokosnuss) zusammengemixt. Im Mixer (ganz wichtig!) ergeben diese Zutaten einen cremigen Start in den Tag – und schlagen gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe: So soll der Fettanteil im Kaffee dafür sorgen, dass sie weniger hungrig sind und am Morgen durchaus entspannt fasten können. Zudem macht dieses Getränk langanhaltend wach, da das Koffein nur langsam freigesetzt wird und keine großen Energieschwankungen verursacht. Der Effekt schwankt zwar von Person zu Person – inzwischen hat der Bulletproof aber eine große Fangemeinschaft entwickelt. Hier die einfache Zubereitung:

Zutaten:

  • 1 EL Weidebutter
  • 1-2 EL MCT Öl (Kokosöl-Extrakt)
  • 250 ml hochwertigen Bio-Kaffee

Insbesondere das MCT-Öl soll Energie für Körper und Gehirn liefern. Das besondere an solchen mittelkettigen Fettsäuren ist, dass der Körper diese schnell verstoffwechselt und so direkt in Energie umsetzen kann.

Zubereitung:

  1. Kaffee aufbrühen und in den Mixer geben.
  2. Weitere Zutaten hinzugeben und solange mixen bis eine cremige Konsistenz entsteht.
  3. In den Lieblingsbecher geben, Getränk genießen

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