04.01.2020 - 13:27

So entstehen keine Kratzer Brille richtig putzen: So geht's ganz einfach

Die Brille richtig zu putzen ist wichtig – etwa um sie vor Kratzern zu schützen. Denn T-Shirt und Co können großen Schaden anrichten.

Foto: iStock/dusanpetkovic

Die Brille richtig zu putzen ist wichtig – etwa um sie vor Kratzern zu schützen. Denn T-Shirt und Co können großen Schaden anrichten.

Der Schal oder der Pulli-Ärmel sind schnell einmal das erste Mittel der Wahl, um die Brille zu reinigen – aber gut ist das nicht für die empfindlichen Gläser. Wie es richtig geht, verraten wir Ihnen hier.

Brillenträger kennen das Problem: Kaum steigt man im Winter in den vollen Bus oder betritt einen aufgeheizten Raum, beschlagen die Gläser. Oder aber man möchte sich eben das Gestell zurechtrücken und tatscht so richtig schön mitten aufs Glas. In diesen Fällen sollten Sie nicht unbedarft direkt zum Schal oder zum Hemdzipfel greifen. Wie Sie Ihre Brille richtig putzen, ohne die Gläser zu zerkratzen? Das geht zum Glück ganz einfach.

Brille richtig putzen: So bleiben die Gläser lange klar

Denn wie das auch bei anderem Glas so ist: Feine Kratzer können die Sicht auf Dauer einschränken, je mehr dazu kommen, desto milchiger wird das Glas. Zwar sind Brillengläser heute im Normalfall gehärtet, so dass Kratzer nicht mehr so leicht entstehen können. Zu harte Putzutensilien können aber dennoch langfristig ihre Spuren hinterlassen. Daher sollte auf sanfte Reinigungsverfahren zurückgegriffen werden. Denn seien wir ehrlich: Brillen können ganz schön teuer werden – und jedes Jahr ein neues Exemplar oder zumindest neue Gläser kann ganz schön ins Geld gehen und muss auch nicht sein.

Richtig reinigen: Klares Wasser hilft

Wer seine Brille regelmäßig von gröbstem Schmutz und Schlieren befreit, muss auch zwischendurch etwas weniger putzen und hält sich die Gläser schön frisch. Dazu eignet sich allem voran klares, fließendes Wasser. So lassen sich kleine Staub- und Schmutzpartikel schnell und gründlich entfernen, bevor sie die Beschichtung des Glases schädigen können.

Aber auch wenn gerade kein fließend Wasser zur Hand ist, gilt es, auf sanfte Putzhilfen zu setzen. Am besten eignen sich Microfaser-Tücher, die Schmutz und Fett gut aufnehmen. Dabei gilt: Immer von außen nach innen putzen. Denn gerade um die Nase herum sammelt sich schnell Hautfett, das sich sonst in der Fuge zwischen Glas und Fassung anreichert. Wenn möglich, sollten Sie Ihre Brille aber auch vor der Behandlung mit einem Microfaser-Tuch vom gröbsten Schmutz befreien. Sonst können Schmutzpartikel auch so noch Schaden anrichten.

Bei hartnäckigem Schmutz: Das sind die passenden Putzmittel

Wenn klares Wasser nicht ausreicht, können Sie auch noch etwas nicht rückfettendes Spülmittel (kein hautpflegendes Spülmittel) oder spezielle Brillenglasreiniger auf die Gläser geben und alles abspülen. So lassen sich dann auch Fette besser entfernen. Bei Brillenglasreinigern, vor allem bei Brillenputztüchern, sollten Sie aber darauf achten, dass sie die Beschichtung des Glases, die etwa zum Entspiegeln aufgebracht ist, nicht beschädigen. In der Regel ist das auf der Verpackung angemerkt. Auf Fensterglasreiniger sollten Sie aufgrund der Beschichtung ebenfalls nicht zurückgreifen.

Zum Trocknen der Gläser eignet sich am besten wieder ein sauberes, nicht fusselndes Brillenputztuch. Auch hier gilt: Kleidungsstücke oder auch Papiertaschentücher haben an den Brillengläsern nichts zu suchen.

Der Grund dafür ist einfach: Oft ist Zellstoff, also das Taschentuchpapier, mit mineralischen Füllstoffen angereichert, die die Gläser zerkratzen können. Und Baumwollfasern wirken ebenfalls wie Schmirgelpapier auf den empfindlichen Oberflächen.

Extratipp gegen beschlagene Brillengläser: Wenn Ihre Brille regelmäßig beschlägt, tropfen Sie ein kleines Bisschen flüssiges Spülmittel auf die Gläser. Mit einem angefeuchteten Brillenputztuch (Microfaser) verteilen Sie das Ganze und lassen alles kurz einwirken. Dann wird mit einem trockenen Microfaser-Tuch nachpoliert, bis die Gläser wieder klar sind. Das kann etwas dauern, lassen Sie sich nicht von eventuellen Schlieren ärgern. Abgespült werden darf der Seifenfilm aber nicht. Denn er ist dafür verantwortlich, dass sich kein Wasserdampf mehr auf dem Glas absetzen kann. Allerdings ist bei entspiegelten Gläsern Vorsicht geboten: Eine zu häufige Anwendung kann die Beschichtung zerstören. Es gibt sonst auch beim Optiker spezielle Anti-Beschlag-Sprays.

Letzter Ausweg: Ab zum Optiker

Sie sehen trotz Reinigungsversuche einfach nicht mehr gut durch Ihre Brille? Dann kann der Optiker Ihres Vertrauens vielleicht noch weiterhelfen. Meist bieten Optiker einen kostenlosen Reinigungsservice an. Hier wird die Brille dann kurz in ein Ultraschallbad gelegt und grundgereinigt. Außerdem kann der Optiker auch eventuelle Fehlstellungen oder Schäden gleich beheben. Den Gang zum Optiker sollten Sie sich aus diesen Gründen ruhig alle sechs Monate leisten. Welche Optiker sich da eignen, hat übrigens Stiftung Warentest herausgefunden.

Mit diesen Tipps bewahren Sie sicherlich den Durchblick. Wenn Sie dann Ihre Brille auch noch standesgemäß aufbewahren, kann nichts mehr passieren. Also immer schön ins Brillenetui damit, wenn Sie sie nicht gerade auf der Nase haben, am besten eingewickelt in ein Microfaser-Tuch. Letzteres sollten Sie allerdings regelmäßig ohne Weichspüler, dafür aber am besten mit Feinwaschmittel bei 40 °C waschen. Und nicht vergessen: Augen regelmäßig testen lassen!

Und wenn Sie jetzt noch mit Brille Ihre Augen perfekt schminken wollen, schauen Sie mal hier.

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