20.11.2017

Der beste Freund des Menschen Darum verlängert ein Hund Ihr Leben!

Ob durch Bewegungs- oder Streicheleinheiten: Hunde verlängern unser Leben.

Foto: iStock/Vesnaandjic

Ob durch Bewegungs- oder Streicheleinheiten: Hunde verlängern unser Leben.

Hunde machen ihrem Ruf als beste Freunde des Menschen alle Ehre – laut einer Studie sorgen sie nämlich dafür, dass Herrchen und Frauchen deutlich länger leben! Diesen Zusammenhang und mögliche Gründe dafür haben schwedische Forscher in einer Studie offengelegt. Eine Personengruppe profitiert demnach besonders stark davon, einen Hund um sich zu haben.

Auch wenn Bello und Co. mächtig Ärger machen können, würden die meisten Hundebesitzer wohl unterschreiben, dass ihr Tier ihnen insgesamt gut tut. Dieser Eindruck lässt sich nun sogar wissenschaftlich untermauern: Forscher von der Universität Uppsala in Schweden berichten, dass sowohl das Sterberisiko als auch die Gefahr von Herz-Kreislauf-Erkrankungen für Hundehalter signifikant niedriger ausfällt. Hunde verlängern also messbar das Leben "ihres" Menschen.

Für ihre Studie griffen die Wissenschaftler auf Daten von über 3,4 Millionen Schweden zurück, die in gut zwölf Jahren gesammelt worden waren. Veröffentlicht wurden die Studienergebnisse im Fachmagazin "Scientific Reports", das zur Familie der renommierten "Nature"-Journale gehört.

Mehr Bewegung und ein besseres Sozialleben dank Hund

Die gesündere Lebensweise der Hundemenschen erklärt sich das Team um Tove Fall zum einen mit dem Aktivitäts-Plus, das die täglichen Gassirunden mit sich bringen. Dazu passt, dass Jagdhund-Rassen mit ihrem großen Bewegungsdrang das Risiko am stärksten reduzieren.

Aber auch der soziale Faktor sei nicht zu unterschätzen, ließen sich die Forscher in einer Mitteilung ihrer Universität zitieren: Hunde selbst sind schon gute Gesellschaft, außerdem erleichtern sie es, mit anderen Menschen ins Gespräch zu kommen.

Single-Hundehalter profitieren besonders stark

Letztere Annahme könnte auch erklären, dass der Zusammenhang besonders deutlich zutage trat, als die Forscher schwedische Ein-Personen-Haushalte unter die Lupe nahmen. Ihr Sterberisiko liegt demnach um ein stattliches Drittel niedriger als das von Singles ohne Hund. Die Gefahr ernster Leiden wie Herzinfarkt und Schlaganfall sank durch das vierbeinige Haustier um immerhin elf Prozent.

Als dritte mögliche Erklärung führen die schwedischen Wissenschaftler an, dass "auf den Hund Gekommene" womöglich eine andere Bakterienzusammensetzung im Körper haben, welche das Herzrisiko herabsetzen könnte.

Neigen gesündere Menschen dazu, sich einen Hund zu holen?

Wie immer bei solchen Beobachtungsstudien bleibt die Frage nach "Henne oder Ei" jedoch unbeantwortet, schreiben die Forscher in ihrem Fachartikel: Es könnte schließlich sein, dass sich fittere Menschen eher einen Hund zulegen und die Ergebnisse dadurch verfälscht seien, räumen die Forscher ein. Allerdings zeigten auch zahlreiche frühere Studien, dass Hunde und andere Haustiere unserer Gesundheit gut tun.

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