26.07.2019

10 Kilo weg Mit der Kraft der Meditation abnehmen – geht das?

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Entspannt und in sich ruhend: Seit Christina täglich meditiert, hat sie ihr Hungergefühl im Griff.

Foto: BILD der FRAU

Entspannt und in sich ruhend: Seit Christina täglich meditiert, hat sie ihr Hungergefühl im Griff.

Schoki, Kuchen, Eis: Christina Mitroulis (37) konnte Süßem noch nie widerstehen. Mit den Schwangerschaften wurden die Heißhungerattacken aber noch schlimmer. Erst als die Hamburgerin zu meditieren lernte, ging alles plötzlich ganz leicht.

Drei süße Wunschkinder hat Christina. Aber nach jeder Geburt halten sich die Babypfunde auf den Hüften und am Bauch hartnäckiger. "Die wollten einfach nicht weg", sagt die dreifache Mutter.

Viele Jahre kämpfte sie gegen hartnäckige Schwangerschaftspfunde, bis sie zu einer Lösung gelangt ist: Abnehmen durch Meditation. Wie das funktioniert verrät sie in einem Interview und gibt hilfreiche Tipps.

Abnehmen durch Meditation – und die Pfunde purzeln

Nach dem dritten Kind wiegt sie knapp 20 Kilo mehr als vor den Schwangerschaften. Bei einer Größe von 1,68 Metern, bringt sie gut 70 Kilo auf die Waage. Die Dreifachmutter gibt zu: "Ich habe in der Zeit unkontrolliert gegessen".

"Ich futterte die Reste meiner Kinder auf, bekam ständig Heißhungerattacken, hatte permanent Appetit auf Süßes. Ich bin überzeugt, das lag auch daran, dass ich verlernt hatte, auf meine eigenen Bedürfnisse zu hören." Für ihre drei Kinder bleibt die studierte Modemanagerin zu Hause, kümmert sich um Haushalt und Familie.

Sie lacht. "Ich hab den Mama-Stress buchstäblich in mich reingefressen." Heute schüttelt sie darüber selbst den Kopf. "Jeden Freitag hab ich mir einen Käsekuchen gebacken, den ich dann bis zum Sonntag fast allein verdrückt habe", sagt sie. "Das hatte auch was von einer Belohnung."

Dank Meditation zum Wunschgewicht

Der Weg aus dieser Spirale beginnt mit einem Mini-Schritt. "Um mich wenigstens ein bisschen zu bewegen, habe ich mir eine Yoga-DVD gekauft und die Matte ausgerollt. Ich war früher sehr sportlich und habe die Übungen sofort geliebt", schwärmt sie.

Schließlich beginnt sie sogar eine Ausbildung zur Yoga- Lehrerin. "Ich wollte mehr in die Tiefe, das Thema interessierte mich sehr." Über das Yoga kommt Christina automatisch auch mit Meditation in Kontakt.

"Ich spürte bereits nach wenigen Probestunden eine große innere Ruhe in mir." Und so merkt sie, dass sie mit dem Meditieren das alltägliche Hamsterrad stoppen kann. Sie genießt diese Auszeiten und fühlt sich wie befreit.

Ein weiterer Erfolg, den die 37-Jährige mit uns teilt: "Und dadurch veränderte sich auch mein Hungergefühl."

"Endlich fühlte ich mich wohl in meiner Haut"

Christinas Zufriedenheit mit sich selbst wächst. Sie wird aktiver und erkennt ihre falschen Essmuster. "Ich hab Tagebuch geführt, gemerkt, dass ich mich die ganzen Jahre oft mit Essen abgelenkt habe. Mir wurde klar: Je entspannter ich bin, desto unwichtiger wird Süßkram.".


Meditation wird für Christina zu einem täglichen Bedürfnis. Und tatsächlich purzeln die Pfunde plötzlich von ganz allein. "Essen spielte einfach nicht mehr diese große Rolle."

Heute meditiert Christina meistens sehr früh am Morgen, oft bis zu 45 Minuten, bevor sie ihre Kinder weckt.

Gleichzeitig schreibt sie in ein Dankbarkeitsbuch und hält alle schönen Momente eines Tages fest.

"Diese Ruhe in mir hat mein Leben mehr strukturiert. Ich nehme mich selbst heute wichtiger, bin ein ganz anderer Mensch geworden."

Für mehr Achtsamkeit im Alltag können auch diese drei Übungen hilfreich sein. Lesen Sie nach.

Bewusster Umgang mit Essen

Zum Frühstück isst sie heute Porridge und Obst statt Nutellabrötchen. "Ich mache mir bewusst, was ich esse und lasse mir dabei Zeit." Christina hat ihre alte Figur zurück, passt wieder in Größe 36/38, hat weit über zehn Kilo verloren.

Ihr Wissen gibt sie jetzt auch hauptberuflich als Yogalehrerin weiter: "Aber Meditation ist mir noch wichtiger geworden als Yoga. Du lernst dabei, deiner eigenen Weisheit zu lauschen."

Und, ach ja: Statt Käsekuchen backt Christina am Wochenende heute lieber ein Bananenbrot.

"So meditiere ich"

Damit Sie einen kleinen Einblick in die Routine des Meditierens der Dreifachmutter bekommen, hat sie extra für Sie die wichtigsten Schritte zusammengefasst:

  • Morgens um fünf Uhr stehe ich auf. Für mich die beste Zeit, um mit einer Meditation in den Tag zu starten, bevor ich die Kinder wecke.
  • Ich zünde eine Kerze an, setze mich im Schneidersitz auf ein bequemes Kissen und fokussiere mit halb geschlossenen Augen die Flamme.
  • In dieser ruhigen Position bleibe ich maximal 45 Minuten sitzen, atme ruhig ein und aus und beobachte dabei nur den Luftstrom durch meine Nase. Diese Zeit schenkt mir mehr Energie als zwei weitere Stunden Schlaf im Bett.

Wie genau hilft Meditation beim Abnehmen? Eine Expertin klärt auf

Yoga- und Meditationsexpertin Andrea Kubasch ist sich sicher: Meditation löst seelischen Druck und reduziert den Stresslevel. "Wir lernen, uns selbst wieder zu regulieren. Und so nehmen wir auch entspannter die Nahrungsmenge auf, die wir wirklich benötigen. Wir greifen nicht mehr in jedem Stressmoment zu Essbaren."

Auf die Frage, was während des Meditierens im Körper passiert, hat die Expertin ebenfalls eine klare Antwort: "Schuld an Gewichtszunahme ist oft ein Überschuss des Hormons Cortisol. Cortisol wirkt wie Düsentreibstoff für die Anhäufung der Pfunde. Unsere speziell entwickelte Abnehm-Meditation hilft dabei, den Level zu senken, das Cortisol aus unseren Zellen zu drücken."

Auch eine Studie kann dies belegen. Im Jahre 2013 fanden Forscher der University of California heraus, dass Meditation den Cortisol-Spiegel um mehr als die Hälfte senkt. Wenn das nicht Grund genug ist, um mit dem Meditieren zu beginnen!

Dazu reichen sogar schon 10 bis 30 Minuten am Tag. Das schöne daran: Jeder kann es lernen. Namasté!

Falls Sie an einem Workshop interessiert sind oder gar an einem Online-Kurs für zu Hause teilnehmen möchten – schauen Sie auch auf poweryogagermany.de vorbei.

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Erreichen Sie mit unseren Tipps und Tricks mehr Gelassenheit und reduzieren Sie Stress.

Die progressive Muskelentspannung ist dafür eine gute Möglichkeit, da sie Körper und Psyche schont.

Sie suchen weitere Entspannungstipps? Dann versuchen Sie es doch einmal mit autogenem Training oder Shiatsu sowie mit schnellen Meditationsübungen ab einer Minute.

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