04.07.2018

7 verschwitzte Fakten Was ist besser: Viel schwitzen beim Sport oder wenig?

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Die größten Fettkiller beim Sport

Mo, 13.08.2018, 14.02 Uhr

Die größten Fettkiller beim Sport

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Irgendwann kommt er einfach, wenn man sich körperlich betätigt: Der Schweiß. Aber was ist eigentlich besser? Wenn man viel schwitzt beim Sport oder wenn man wenig schwitzt? Eine Expertin gibt die Antwort.

Wenn man Menschen beim Sport beobachtet, sind die Unterschiede wirklich enorm. Einige schwitzen sehr schnell und viel beim Training, andere gar nicht. Aber was ist besser? Sollte man viel Schwitzen beim Sport oder wenig? Schwitzen sportliche Menschen mehr als Unsportliche? Und warum schwitzen wir überhaupt? Hier sind 7 verschwitzte Fakten, die all diese Fragen beantworten.

Viel Schwitzen beim Sport: Ist das schlecht?

1. Schwitzen kühlt den Körper, nicht nur beim Sport

Jede Bewegung erzeugt Wärme im Körper und damit er nicht überhitzt hat er ein Kühlsystem: Den Schweiß. Durch das Schwitzen entsteht Verdunstungskälte. Dieser Kühleffekt reguliert die Körpertemperatur. Und das funktioniert wunderbar.

Unser Körper hat zwei bis vier Millionen Schweißdrüsen auf der Haut, die täglich zwischen 0,5 bis 1 Liter Schweiß produzieren. Beim Sport natürlich deutlich mehr.

2. Bei gleicher Anstrengung schwitzt der Trainierte mehr

Wenn eine trainierte Person und eine untrainierte Person eine Stunde bei einer festgelegten Beanspruchung laufen, schwitzt die trainierte Person mehr. Die Erklärung ist ganz einfach: Der Untrainierte erreicht bereits bei wenig Aktivität seine Leistungsgrenze, der Trainiert muss sich dagegen voll auspowern, um an die Leistungsgrenze zu kommen.

Die körperliche Leistung setzt metabolische Prozesse in Gang, die Wärme produzieren und das Kühlsystem aktivieren. Mehr Leistung führt zu mehr Wärme und damit zu mehr Schweiß.

3. Bei gleicher Belastung schwitzt der Trainierte weniger

Ja, hier ist es umgekehrt. Mit gleicher Belastung ist gemeint: Beide Personen, untrainiert und trainiert, laufen gleich lang und gleich schnell, die Leistung ist also dieselbe. Die sportliche Person ist fitter und dabei weniger angestrengt. Bei gleichem Lauftempo hat der Fittere eine geringere Wärmeproduktion und schwitzt deshalb weniger als der Einsteiger.

4. Je höher die Körpertemperatur, desto mehr Schweiß

Ganz unabhängig vom Trainingszustand und vom Training wirkt sich die Körpertemperatur auf die Schweißproduktion aus. Sitzen also Untrainierte und Trainierte nebeneinander in der Sauna, schwitzt derjenige am meisten dessen Körpertemperatur am höchsten ist. Die Körpertemperatur wird durch die unterschiedlichsten Faktoren beeinflusst, nicht nur durch die Umgebungstemperatur, sondern auch durch Faktoren wie Alter, Geschlecht oder Körperzusammensetzung.

5. Sportliche Menschen schwitzen schneller

Je besser die Ausdauer einer Person ist, desto schneller setzt die Schweißproduktion ein. Die Schweißdrüsen sind quasi top "trainiert“ und einsatzbereit. Das Kühlsystem läuft dadurch effektiver und schneller an, da es im Vergleich zu einem untrainierten Organismus einfach öfter genutzt wird.

6. Sportliche Menschen schwitzen effektiver

Trainierte Sportler schwitzen anders als Untrainierte. Denn das Kühlsystem funktioniert bei Menschen die regelmäßig richtig Schwitzen effektiver. Im Vergleich zum Einsteiger schwemmen sie weniger wichtige Mineralien aus. Der Schweiß ist auch gleichmäßiger über die Haut verteilt. Die Verdunstung läuft optimal und somit auch der Kühleffekt.

7. Unangenehme Gerüche entstehen durch Bakterien

Erst wenn Bakterien den Schweiß zersetzen entsteht der typische Geruch. Bakterien können in der Kleidung sein oder an Körperstellen mit vergleichsweise starker Behaarung. Abhilfe schafft unter anderem atmungsaktive Kleidung, ein Hygiene-Spüler während des Waschgangs und das Rasieren der betreffenden Körperpartien.

Das Fazit

Schwitzen ist weder gut noch schlecht, sondern einfach ein natürlicher Prozess des Körpers. Schweiß hat mit der Regulation der Körpertemperatur eine lebensnotwendige Aufgabe und schützt unseren Körper vor Überhitzung. Ob jemand viel oder wenig schwitzt, hängt teilweise von seinem Trainingsniveau, aber vor allem von der Körpertemperatur ab. Die Wärmeproduktion ist beim Sport der entscheidende Faktor für die Schweißproduktion.

Wichtig ist nur immer wieder: Wer viel schwitzt beim Sport oder auch so, muss auch viel Flüssigkeit zu sich nehmen. Denn ein Dehydrieren des Körpers kann zu gesundheitlichen Problemen führen.

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