04.01.2017

Gesund mit Achilles Komm mit! - Gute Vorsätze: 9 Gründe für Yoga im neuen Jahr

Foto: © iStock / shironosov

Yoga hilft den Körper geschmeidig zu halten – aber es kann noch viel mehr. Warum es sich lohnt, sich regelmäßig zu verknoten, weiß Ellen-Jane Austin.

Ich bin als Kind in einen Kessel voll Energy-Drink gefallen – so ist zumindest die Theorie einer Freundin. Tatsächlich fällt es mir schwer stillzuhalten, Dinge langsam anzugehen oder einfach mal nichts zu tun. Ich finde das eigentlich gar nicht so schlecht, aber um ehrlich zu sein, glaube ich schon, dass es mir manchmal Kraft raubt.

Irgendwann schlug sie dann vor, ich solle es mit Yoga versuchen. Geistig sah ich mich schon im Krankenhaus, wo versucht wurde, mein hinter dem Kopf eingeklemmtes Bein wieder zu befreien. Gelenkigkeit gehört nicht zu meinen Superfähigkeiten.

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Man muss nicht gelenkig sein

In einem vorigen Leben (meiner Kindheit) war ich sogar recht flexibel und dehnbar. Ohne darüber nachzudenken, hüpfte ich in den Spagat. Wenn ich es heute versuche, ... nein selbst der Gedanke ist zu schmerzhaft. Damals konnte ich auch stundenlang auf einer Bücke sitzen und dem Wasser zusehen – ohne mich auch nur eine Sekunde zu langweilen. Zumindest behauptet das meine Erinnerung.

Angetrieben von den Wünschen, nicht mehr alle zwei Minuten auf mein Handy zu sehen, eine scheinbar langweilige Tätigkeit länger als zehn Minuten am Stück durchzuhalten und beim Vorbeugen meine Füße wieder berühren zu können und einen anderen Sport neben dem Laufen zu finden, beschloss ich Yoga eine Chance zu geben. Und es war eine der besten Entscheidungen meines Lebens.

1. Geht überall

In einem Iglu, im Yogastudio oder auch Zuhause – Yoga kann man fast überall ausüben. Alles was man braucht, ist Raum, Zeit und wenn möglich, eine Yoga-Matte. Wie ich es liebe, fremde Städte laufend zu erkunden, genieße ich es auch, beim Yoga in einer völlig fremden Umgebung, neue Energien aufzunehmen.

Kürzlich war ich für einige Wochen in New York und habe dort auf dem Dach eines Hauses in Brooklyn meine Matte ausgerollt. Ausgerechnet inmitten dieser hektischen Metropole, mit Blick auf Manhattan, bin ich zum ersten Mal seit Wochen wieder zur Ruhe gekommen.

2. Perspektivwechsel

Wenn der Kopf mal wieder streikt, eine Lösung für ein Problem zu finden, hilft oft ein Perspektivwechsel. Also ab in den „herabschauenden Hund“ und die Welt mal durch die Beine betrachten.

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3. Über sich selbst lachen

Schon mal versucht, mit den Schienbeinen auf den Oberarmen zu knien? Ich schon, das nennt sich dann „Rabe“, wenn man es schafft. Und Plumpskugel, wenn es nicht klappt. Jedes mal wenn ich mich daran versuche, und wieder zusammenplumpse, muss ich mir ein schallendes Lachen verkneifen – unglaublich befriedigend.

4. Stolz auf sich selbst sein

Fast noch schöner, ist allerdings das Glücklachen, das einem entfährt, wenn man sich doch nicht in die Plumpskugel verwandelt, sondern zum ersten Mal einige Millisekunden wie ein edler Rabe die Pose hält.

5. Immer neue Herausforderungen

Beim Raben hört es natürlich nicht auf. Von Paradiesvogel über den Skorpion im Handstand bis hin zum verletzten Pfau – Yoga passt sich der Fähigkeiten des Menschen an und bietet immer neue Herausforderungen. In meinem Fall: Bei der Vorbeuge, meine Zehen zu berühren.

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6. Weg von Vergleichen

Und eben weil jeder Körper verschieden ist, macht es überhaupt keinen Sinn sich mit anderen Kursteilnehmern zu vergleichen. Das macht man vielleicht zwei bis drei Stunden, dann gibt man es auf. Vermutlich auch, weil man merkt, dass man sich voll und ganz auf sich selbst konzentrieren muss, um sich zu verbessern.

Und mal ehrlich, eigentlich wissen wir doch alle, dass Vergleiche nur eines machen: unglücklich.

7. Ausrede für coole, bequeme Klamotten

Lust auf Leggins mit Einhorn-Print? Beim Yoga kein Problem. Längst haben Designer den Trend für sich entdeckt und produzieren die verschiedensten Sportklamotten für jeden Geschmack. Wer hat bitte gesagt, man muss bei Sport schlecht aussehen?

8. Stressabbau

Der Einklang von Atmung, Bewegung und den Gedanken – Grundgedanke des Yoga. Klingt herrlich entspannend und friedlich oder? Tatsächlich ist es unglaublich anstrengend. Immer zur rechten Zeit entweder ein oder aus zu atmen. Dabei beide Hände auf dem Boden, den Hintern in der Höhe und das rechte Bein in der Luft zur linken Hüfte beugen. Und auf keinen Fall darüber nachdenken, was man noch fürs Abendessen besorgen muss.

Ich habe ja die Theorie, dass Yoga so gut den Kopf frei macht, weil es uns eigentlich überfordert. Egal warum, es funktioniert – irgendwann ist die Einkaufsliste aus meinem Kopf verschwunden und ich stelle fest, dass ich erstaunlich lange einfach „nichts“ gedacht habe.

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9. Nickerchen am Ende

Sport, bei dem man am Ende alle Viere von sich streckt und einfach da liegt? Klingt zu gut, um wahr zu sein, oder? Savasana, so heißt diese Stellung, gilt tatsächlich als eine der wichtigsten Posen im Yoga.

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