14.09.2016

GESUND MIT ACHILLES Komm mit! - Gute Nachrichten: Mädelsabende sind gesund!

Foto: iStock/Petar Chernaev

Wild tanzend oder entspannt beim Weinchen – Freundinnen-Zeit tut gut. Hier sind Ellen-Jane Austins Top 8 Gründe für den nächsten Mädelsabend.

Ich höre das Gackern schon, als ich die Bar betrete. Meine Mädels sitzen in einer Nische am Ende der Bar und ich grinse mit jedem Schritt in ihre Richtung ein wenig breiter. Ich weiß, gleich wird gelacht, getratscht, gelästert, sich ausgeheult. Hinterher werde ich mich ein wenig leichter fühlen – und am nächsten Tag mein Kopf deutlich schwerer. Das letzte Glas Wein ist doch meistens schlecht.

Trotz der eventuellen körperlichen Folgen gibt es gute Gründe schon jetzt den nächsten Mädelsabend zu planen – und manche davon sind sogar wissenschaftlich fundiert.

1. Einfach mal loslassen: Ungezwungen wieder Mädchen sein

Wir arbeiten To-Do-Listen ab, putzen dem geliebten Nachwuchs hinterher und helfen unserem Holden bei seinem neuesten Lego-Projekt. All das machen wir nicht immer mit Freude, aber für unseren Job und besonders für unsere Lieblingsmenschen, tun wir es gerne (im Idealfall).

Unter Freundinnen entfällt der Druck, einer bestimmten Rolle gerecht zu werden. Hier sind wir weder Kollegin, noch Mutter oder Partnerin, sondern einfach das Mädchen, das in uns steckt – ein bisschen kindisch, herrlich ungezwungen und irgendwie behütet.

2. Geht nur persönlich: Mal wieder richtig ausheulen

Facebook, Instagram und Whatsapp sind schon irre praktisch – Geburtstage braucht man sich nicht mehr aufschreiben, die Urlaubsbilder kommen direkt auf’s Handy und man weiß immer, was bei den Freundinnen grade so los ist – so kommt es einem zumindest vor.

Beim Treffen fällt schnell auf, dass die Freundin, trotz traumhafter Sonnenuntergangsbilder einen grässlichen Urlaub hatte und sich unentwegt mit ihrem Freund zoffte. Und ganz ehrlich: lustige Katzenvideos können einen zwar kurzzeitig zum Lächeln bringen, aber wenig spendet so viel Trost, wie die feste Umarmung einer Freundin.

Außerdem tun wir mit den persönlichen Treffen auch etwas für unsere Gesundheit: Laut einer kanadischen Studie fühlen sich Menschen mit Freunden weniger gestresst und generell gesünder als Menschen ohne soziale Kontakte. Dieses Wohlbefinden lässt sich besonders dann hoch halten, wenn man nicht nur chattet oder telefoniert, sonders sich persönlich sieht.

3. Feiern mit den Mädels: Endlich wieder aufbrezeln

Im Job muss das Outfit ordentlich sein und Zuhause bequem – aber manchmal will man sich wieder aufhübschen, wie früher, als wir noch jedes Wochenende die Clubs unsicher machten.

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Perfekter Anlass: Der Mädelsabend. Man holt sich von den Freundinnen Bewunderung ab und vielleicht wird sogar ein wenig geflirtet und geprüft, wie der Marktwert ist – bei den Vergebenen selbstverständlich ohne Folgen.

4. Klischees bedienen: Frauenthemen bequatschen

Ja klar, dein Partner ist auch dein bester Freund und eigentlich könnt ihr über alles reden. Aber ganz ehrlich, manche Themen bequasseln wir doch lieber mit anderen Frauen.

Wenn wir Hühner unter uns sind, geht es von Ryan Gosslings Waschbrettbauch über Friseurempfehlungen, die süßen neuen Schuhe, die man sich eigentlich nicht leisten konnte, bis hin zur wilden Diskussion über die Pille im Vergleich zum Vaginal-Ring und von welchem die Menstruationsbeschwerden besser weggehen. Ganz ehrlich: wir müssen doch nur „Schmierblutung“ sagen und Männer ergreifen sofort die Flucht.

5. Es wird garantiert lustig: Sich zusammen fit kichern

Dieses Lachen, bei dem man sich vor Schmerzen den Bauch hält. Wenn man sich fast in die Hose macht, weil es so lustig ist: unbezahlbar. Und Grundzutat eines guten Weiberabends. Das Herrliche daran: Es macht nicht nur Laune, es hält sogar fit.

In einem Interview mit Achim Achilles bestätigt Lachforscher Michael Titze: „Lachen ist Herztraining. Es wirkt sich vor allem positiv auf das Herz-Kreislaufsystem aus. Stresshormone werden abgebaut, Verbrennungsprozesse gefördert, das Immunsystem gestärkt. Durch das vermehrte Einatmen wird mehr Sauerstoff transportiert, Herzschlag und Blutdruck sinken. Genauso wie man Joggen geht, sollte man regelmäßig lachen.“

6. Nicht nur gut für den Körper: Tanzend schlauer werden

In den Händen balancieren wir die Drinks, auf dem Boden in unserer Mitte liegt ein Haufen Handtasche wir tanzen im Kreis darum und singen uns die Seele aus dem Leib – und sind dankbar, dass die Musik so laut ist und keiner hört, wie schief das klingt. Weil das natürlich körperliche Ertüchtigung ist, verbrennen wir auch bestimmt so viele Kalorien, wie wir mit dem Cuba Libre in uns hinein schütten. Aber das ist nicht alles. Tanzen hält nicht nur fit – es ist auch gut für unser Gehirn.

In einem Bericht des New England Journal of Medicine wird belegt, dass Tanzen unsere Intelligenz fördert und präventiv gegen Demenz und Alzheimer wirken kann. Besonders wenn man keinen einstudierten Choreographien folgt – dann muss dass Gehirn die meisten spontanen Entscheidungen treffen – und wird somit besser trainiert. Dabei gilt: Je öfter , desto besser.

7. Zusammen stark: Die Sicherheit der Gruppe spüren

Wild tanzend werden die Hüften geschwungen und die umstehende Männerwelt versucht immer wieder in euren Kreis einzudringen. Keine Chance. In diesen heiligen Bund der Schwesternschaft dringt keiner ein. Nur, wenn eine von euch deutlich signalisiert, dass sie Interesse hat.

8. Freundschaften pflegen: gut für Körper und Seele

Jeden Morgen einen Löffel Apfelessig zu schlürfen soll gesund sein – ist leider auch ziemlich widerlich. Anstatt sich mit ungeliebten Gesundheitsritualen zu quälen, sollten wir öfter etwas mit unseren Freundinnen unternehmen.

Forscher der University of North Carolina haben herausgefunden, dass Freundschaften das Risiko für Entzündungen, Bluthochdruck und Übergewicht senken.

>> Bluthochdruck – Symptome erkennen, zu hohen Blutdruck senken

Mein Song der Woche: Aura Dione - Friends

Auf unsere Freundinnen können wir immer zählen. Wenn wir in einer Beziehung leben, erinnern sie uns daran, dass wir auch ohne den Partner eine vollwertige Person sind. Und Singles merken, dass man gar keinen Schatz braucht, um sich zu vervollständigen – man hat ja seine Mädels.

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