04.08.2016

GESUND MIT ACHILLES Komm mit! - Sommer, Sonne, Sorgen und die liebe Bikini-Panik

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Es ist Sonne und der Bikini passt nicht? Der Horror!

Foto: imago

Es ist Sonne und der Bikini passt nicht? Der Horror!

Zeit der Sonnenbrillen, Flipflops und knappen Klamotten – Ellen-Jane Austin liebt den Sommer und hat Angst vor ihm. Aber das soll sich ändern.

Der Sommer macht mir Angst. Keine andere Jahreszeit ist so schonungslos, wenn es um körperliche Makel geht. Alle meine Bonus-Rundungen werden der Welt auf einem Silbertablett serviert – zumindest fühlt es sich so an.

Bikini-Panik

Ich leide unter regelmäßig auftretender Bikini-Panik. Jeden Sommer aufs Neue fällt mir ein, dass ich vergessen habe auf Frühjahrsdiät zu gehen. Also krame ich wieder das verwaschene Modell hervor, das ich ersetzen wollte, sobald ich abgenommen habe.

Ich glaube, es ist jetzt das achte Jahr, in dem ich mir das vorgenommen habe. Dieses Jahr erwischt mich die Angst recht spät – Baden war bisher kein Thema. Aber jetzt muss ich da durch: Ich probiere ihn an und habe Glück – es quillt nicht mehr heraus als im Vorjahr.

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Spaghettiträger-Stress

Und dann ist da die Sache mit den Sommer-Oberteilen. Es ist heiß, ich will die Luft an meiner Haut spüren. Ideale Wahl: Spaghettiträger-Tops. Da gibt es nur ein Problem, oder besser gesagt, zwei: Meine von mir liebevoll getauften Sumo-Ringer-Arme, und die zugehörigen Pölsterchen, die sowohl Brust wie auch Achsel sind.

Wie viele Frauen sind eigentlich zufrieden mit ihren Oberarmen? Ich kenne eine. Und dafür macht sie regelmäßig Liegestützte (mehr dazu) und Trizeps Dips. Damit habe ich auch angefangen. Und wieder aufgehört.

Aufreibende Angelegenheit

Was ich mag: Dass Röcke und Kleider meine durch Schokolade geformten Oberschenkel sanft umspielen und unkenntlich machen.

Was ich nicht mag: Dass ohne Hose die Innenseiten meiner Oberschenkel ständig aneinander reiben. Durch die Hitze kommt schnell Schweiß dazu und mit dem Schweiß kommt der Schmerz. Dieses höllisch brennende Aufreiben der Haut ist der einzige Grund, den ich einsehe, weshalb es toll sein könnte, so eine von Hollywood und der Modeindustrie hochgepriesene „Thigh Gap“ (Oberschenkellücke) zu haben.

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Jede schleppt an ihren Pfunden am schwersten

Ich habe festgestellt, dass ich mit meinem jährlich auftretenden Angstzustand nicht alleine bin. Ob im Büro, unter Freunden oder in der Familie – fast jede kennt das Leid. Dabei ist es ziemlich irrelevant, wie jung oder alt sie sind und wie viel sie auf den Rippen tragen. Von der Größe 34 bis 54 – alles dabei. Jede schleppt an ihren Pfunden am schwersten. Egal ob die anderen sie sehen oder nicht.

Ich glaube, wir sind nicht nett genug zu uns und unseren Körpern – diesen Wundermaschinen. Ohne, dass wir darüber nachdenken zu müssen, lassen sie uns atmen, gehen, fühlen. Und was machen wir? Wir nörgeln die ganze Zeit daran rum – sagen der Bauch sei zu dick, die Nase zu schief und die Füße unförmig. Wir sollten unseren Körper sehen wie unsere beste Freundin: Sie hat ihre Makel, aber ohne sie könnten wir nicht leben.

Ich versuche meinem Körper zuzuhören

Und wie regeln wir im Idealfall Konflikte mit unserer Freundin? Anstatt wild zu meckern, sprechen wir möglichst diplomatisch an, was uns stört. Und dann versuchen wir zusammen eine Lösung zu finden. Außerdem lassen wir sie wissen, wie wichtig sie uns ist. Am besten in entspannter Atmosphäre, bei einem Glas Wein oder einer Tasse Tee.

Also werde ich mir eine ruhige Stunde sichern und versuchen meinem Körper zuzuhören. Wie geht es ihm? Wo zwickt es? Wie kann ich ihm etwas Gutes tun? Und wie bei einer guten Freundin werde ich ihn auch darauf hinweisen, wenn etwas nicht in Ordnung ist. Dass ich nicht immer ausschlafen kann, dass Chips zwar lecker sind, aber eine Runde durch den Park uns meistens besser tut. Und ich werde ihm klar machen, dass ich unfassbar dankbar bin für alles, was er für mich tut, ihn bedingungslos liebe und er wunderschön ist.

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