02.08.2016

Gesund mit Achilles So fasten Sie gesund - Die wichtigsten Ernährungsregeln

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Fasten mit Säften oder nur mit Wasser und Tee, es bleibt eine Willensfrage

Foto: iStock/knape

Fasten mit Säften oder nur mit Wasser und Tee, es bleibt eine Willensfrage

Fasten ist wie Frühjahrsputz für den Körper. Wie man richtig fastet und was es alles bewirken kann – hier unser kleines Lexikon: Fasten von A-Z.

Ausnahmen

Feste Nahrung gibt es beim strengen Fasten leider keine. Während des Fastens gewöhnt sich der Körper daran, keine Nahrung zu bekommen und greift Reserven an. Wer auch nur einen Apfel ist, beendet sein Fasten-Programm. Der Körper schaltet sofort um. Der gewünschte Effekt ist dahin.

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Bewegung

Ist wichtig während des Fastens. Gesunden Menschen und ihren Körpern, Herzen schadet fasten nicht. Teilnehmer einer Studie an der Charité in Berlin absolvierten während ihrer 21-tägigen Fastenkur ein moderates körperliches Training. Zu Beginn und am Ende wurden Ausdauer und Leistungsfähigkeit des Herzens untersucht - Zum Schluss war sie um 20 Prozent gestiegen.

Cholesterinspiegel

Es mag unerwartet klingen, aber beim Fasten steigt der Cholesterinspiegel. Das beobachteten Mediziner vom Intermountain Medical Center in Utah bei 200 Patienten, die in 24 Stunden nur Wasser zu sich nahmen. Der Grund: "Fasten erzeugt Hunger und Stress. Der Körper setzt in Folge mehr Cholesterin frei und erlaubt diesem, Fett statt Zucker als Energiequelle zu beziehen", erklärt Studienleiter Benjamin Horne.

Darmentleerung

Ist vor Beginn des Fastens sinnvoll. Der Körper weiß dann, dass er auf Ernährung von innen umschalten muss und das Hungergefühl verschwindet. Mit Salzen oder Zitrone und Sauerkrautsaft klappt die Darmentleerung gut.

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Entschlacken

Ein Modewort, das aus der Industrie kommt. Schlacke ist ein Schmelzrückstand bei der Metallproduktion. Beim Fasten beschreibt Entschlacken, dass der Körper von Überflüssigem bzw. Schädlichem befreit werden soll. Der Nutzen ist ungewiss.

Männer fasten leichter als Frauen

Frauen

Haben es beim Fasten schwerer als Männer. Wissenschaftler vom Brookhaven National Laboratory in New York ließen ihre Versuchsteilnehmer 17 Stunden lang fasten und untersuchten anschließend die Hirnaktivität der Probanden. Während Männer Gedanken an Essen verdrängen konnten, bekamen Frauen ihre Lieblingsspeise nicht aus dem Sinn.

Gute Laune

Laut einer Studie der Universität Göttingen steigt während des Fastens das Gute-Laune-Hormon Serotonin im Körper an. Das Stresshormon Cortisol dagegen sinkt.

Heilfasten

Spirituell oder religiös motiviertes Fasten. Es dient dem Ziel, den Körper von Schadstoffen zu reinigen. Fasten steht allgemein für den Verzicht auf bestimmte Genussmittel. Im Gegensatz dazu ist Heilfasten eine strenge Fastenkur. Erlaubt sind nur Tee und Wasser.

Intelligenz

"Gehirndoping" nennt Hansdetlef Wassmann von der Universität Münster das Fasten. Der zeitweise Verzicht auf kalorienhaltige Nahrung bzw. gesunde Ernährung ist gut für das Gehirn. Der Grund: Hirngefäße bleiben elastisch und sorgen für eine bessere Hirndurchblutung.

Jetlag

Wer unter Jetlag leidet, sollte fasten, sagt ein Forscherteam der Harvard University. Bislang wurde angenommen, dass Licht für die Beschwerden ausschlaggebend ist. Die Forscher fanden heraus, dass neben der Hell-Dunkel-Uhr im Körper auch eine innere Nahrungsaufnahme-Uhr existiert. Schlafforscher Jürgen Zulley von der Universität Regensburg rät: Die Essenszeiten verschieben und eventuell das Essen im Flugzeug auslassen.

Krankheiten

Wenn wir krank sind, fasten wir oft automatisch. Wir haben keinen Appetit, trinken Tee und essen Zwieback. Der Körper braucht all seine Energie, um den Infekt loszuwerden, da kann er sich keine lästige Verdauungsarbeit aufhalsen. Beim Fasten funktioniert das genauso.

Lebenserwartung

Richard Weindruch von der Wisconsin-Universität, fand in einem Versuch mit Affen heraus, dass weniger Essen zu längerer Lebensdauer führen kann. Alle Affen bekamen gesunde Nahrung, mit wenig Fett, viel Eiweiß und Vitaminen. Eine Gruppe bekam jeden Tag eine begrenzte Menge an Futter, die Kontrollgruppe durfte so viel essen, wie sie wollte. Nach 20 Jahren zeigte sich, dass von der Kontrollgruppe jeder zweite Affe gestorben war, aus der Diätgruppe nur jeder fünfte.

Migräne

Bei Migräne kann Fasten helfen – natürlich nicht immer. Wenn die Halswirbelsäule schief ist, bringt auch Fasten nichts. Sollten die Beschwerden aber vor allem nach dem Verzehr bestimmter Nahrungsmittel auftauchen, liegt die Ursache vermutlich im Darm. Hier könnte Fasten helfen. Denn durch den zeitweiligen Verzicht auf Nahrung wird der Darm gereinigt und kann in Zukunft die problematischen Lebensmittel besser verarbeiten.

Fasten heißt nicht automatisch Null-Diät

Null-Diät

Fasten heißt nicht automatisch Null-Diät. Wem strenges Fasten zu anstrengend ist, kann auf die Kur von Dr. Otto Buchinger zurückgreifen. In seiner Variante darf der Fastende zusätzlich zu Tee und Wasser auch Gemüse- und Obstsäfte konsumieren – keine feste Nahrung. Dabei nimmt man jeden Tag etwa 200 bis 300 Kilokalorien zu sich. Den meisten fällt das leichter als eine strenge Fastenkur.

Ostern

40 Tage lang muss man als gläubiger Katholik durchhalten... Ostersonntag ist der Tag, an dem das Leiden ein Ende hat. Bei den Katholiken beginnt die Fastenzeit am Aschermittwoch und endet am Ostersonntag, wenn die Auferstehung Jesus gefeiert wird.

Prahlad Jani

Der Yogi Prahlad Jani aus Indien soll angeblich seit über 70 Jahren nichts mehr gegessen und getrunken haben. Seine Kraft schöpfe er aus göttlicher Energie, sagt er selbst. Für einige Ärzte ist der Mann ein Wunder, für andere ein Dorfscharlatan.

Quatsch ...

... sagen die einen, sinnvoll die anderen. Das Fasten ist umstritten. Ob und in welcher Form man fastet, ob man vollständig auf Nahrung verzichtet oder eben nur die Schokolade weglässt, bleibt jedem selbst überlassen. Achim Achilles verzichtete sieben Wochen lang auf Fleisch. Für ihn war das schon schwer genug.

Ramadan

Ist der neunte Monat des islamischen Mondkalenders. In diesem Monat, so steht es im Koran, dürfen Muslime von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang weder essen noch trinken. Der Abschluss des Ramadan bildet das Zuckerfest, das Fest des Fastenbrechens. An diesem Tag beschenken sich Freunde und Verwandte mit Süßigkeiten.

>>Gesund und lecker durch den Ramadan

Schlaf

Wer schläft, fastet automatisch. Das funktioniert ähnlich, wie wenn wir krank sind. Da der Körper in dieser Zeit keine Nahrung verarbeiten muss, kann er sich anderen schönen Dingen wie Atmung, Stoffwechsel und Kreislauf widmen. Die dafür benötigte Energie holt er sich aus den Fettpolstern. Und: Schlafen stärkt die Muskeln.

Tumor

Fasten bekämpft Tumore. Der Bio-Gerontologe und Zellforscher Professor Dr. Valter D. Longo von der Universität South California fand heraus, dass die Kombination aus Chemotherapie und Fasten wirksamer sei, als die Chemotherapie allein. Kurzzeitige Fasten-Perioden sollen das Wachsen bösartiger Tumore verringern und die Wirkung der Chemotherapie verbessern. Der Grund: Durch den Verzicht auf Nahrung würden die Krebszellen "verwirrt" und sich nicht so schnell ausbreiten können.

Fasten, Laufen, Bodybuilding

Übergewicht,

Laufschuhe, gesunde körperliche Verfassung, starker Wille und eben ein bisschen Übergewicht sind laut Reginald Grünenberg die Voraussetzung für seine Samurai-Diät. Er schwört auf das Fasten, auf Laufen und Bodybuilding und preist seine Erfindung als "radikalste, effizienteste und gesündeste Diät" an. Er ist allerdings auch der Einzige von dem bekannt ist, dass er sie ausprobiert hat.

Verstopfung

Wenn der Darm nicht richtig arbeitet, können Fehlernährung oder mangelnde Bewegung die Ursache sein. Um Verstopfung zu beheben, ist Fasten eine Möglichkeit – und auf jeden Fall besser als Abführmittel. Durch den Verzicht auf Nahrung kann sich der Darm regenerieren und eine neue Darmflora aufbauen.

Wohlbefinden

Es gibt keine wissenschaftlich gesicherten Aussagen ob, wann und wie viel Fasten gut für den Körper ist. Viele Menschen berichten jedoch von ihren subjektiv positiven Erfahrungen mit einer Fastenkur. Der Darm werde gereinigt, man fühle sich fitter und schlanker. Eine Fastenkur belebe nicht nur den Körper, sondern auch den Geist, heißt es. Das Gehirn könne mehr aufnehmen und werde leistungsfähiger. Wer erfahren will, ob etwas dran ist, muss es an sich selbst probieren.

Xylit

Der Xylit-Zucker sieht aus wie Zucker und schmeckt auch so ähnlich. Der Unterschied: Xylit hat einen leicht kühlenden Effekt. Die Zuckeralternative wird zum Süßen von Zahnpasta genutzt und ist gut für die Zähne.

Der größte Vorteil: Er hat 40 Prozent weniger Kalorien als herkömmlicher Zucker und soll damit fürs Abnehmen sehr gut geeignet sein. Ob man beim Fasten Xylit-Zucker essen darf oder nicht, ist unsicher. Aber wahrscheinlich vergeht einem sowieso der Appetit, wenn man weiß, dass bei der industriellen Herstellung von Xylit-Zucker Holzreste und Reste von Maiskolben verwendet werden.

>> Zucker: Gesunde Alternativen

Yo-Yo-Effekt

Wer nur fastet, um abzunehmen, löst sein Problem höchstens kurzzeitig. Logisch, dass man einige Kilos verliert, wenn man auf Nahrung verzichtet. Allerdings kommen die schneller zurück, als einem lieb ist.

Es ist einfach so: Wer sein Übergewicht auf Dauer loshaben will, muss sich gesund ernähren und sich regelmäßig bewegen. Die beste Diät beginnt in den Beinen.

Zeit

Wie lange man fastet, ist von den individuellen Beweggründen und Rahmenbedingungen abhängig. Es können drei Wochen oder auch nur fünf Tage sein. Das Heilfasten sollte man aber auf alle Fälle mindestens 14 Tage lang durchhalten. Erst dann trete die gewünschte Wirkung ein.

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