17.12.2009

5 Übungen Das hält Venen fit

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Wir möchten unsere Beine vorzeigen, allerdings ohne unschöne Besenreiser oder Krampfadern. Höchste Zeit also für ein maßgeschneidertes Fitness-Programm mit Pflege-Tipps, perfekten Übungen und Experten-Rat.

Unsere Beine müssen jeden Tag Schwerstarbeit leisten. Immerhin zirkuliert 80 Prozent (fünf Liter) des im Körper vorhandenen Blutes in den Beinvenen.

Weil sie am weitesten entfernt vom Herzen liegen und zudem am stärksten der Schwerkraft ausgesetzt sind, müssen sie regelrecht "Druck" machen. Haben sie doch die Aufgabe, das sauerstoffarme Blut zurück zum Herzen zu befördern. Das geschieht täglich etwa 1500-mal.


Stress für die Venen

Östrogen – das vielleicht weiblichste Hormon – lässt leider die Venenwände erschlaffen. Zudem haben viele Frauen eine erblich bedingte Schwäche des Bindegewebes. Hinzu kommen Risikofaktoren wie mangelnde Bewegung, langes Sitzen, Übergewicht, hochhackige Schuhe, Antibabypille, Rauchen sowie die Hormonersatztherapie. All dies ist Gift für die Venen! Und das kann das Zusammenspiel von Muskelpumpen und Venenklappen stören. Die Folge: Blut sackt immer wieder in die Venen zurück - das Risiko für Krampfadern wächst.

>> Krampfadern entfernen: veröden, verkleben oder ziehen?


Erste Hilfe für die Beine

  • Legen Sie sie möglichst oft hoch. Auch nachts sollten die Füße etwas höher liegen als der Kopf.
  • Ersetzen Sie hochhackige Pumps stundenweise durch flache Schuhe.
  • Brausen Sie die Beine von unten nach oben mit kaltem Wasser ab. Das pusht die Durchblutung.
  • Machen Sie so oft wie möglich kleine Spaziergänge, auch in der Mittagspause.
  • Trinken Sie jede Stunde 1 Glas Wasser. Damit wird ein "Eindicken" des Blutes verhindert.
  • Essen Sie viel Fisch, z.B. Hering oder Makrele. Die Omega-3-Fettsäuren halten die Venen von innen elastisch.
  • Für gute Durchblutung sorgen Ingwer, Chili und Pfeffer.
  • Tragen Sie vorbeugend (auf langen Reisen) Kompressionsstrümpfe.

Das tut gut: Rotes Weinlaub und Rosskastanie Wer seinen Venen etwas Gutes tun möchte, kann zu Produkten mit rotem Weinlaub-Extrakt greifen. Das war schon früher ein altes Hausmittel bei französischen Weinbauern. Sie sammelten nach der Lese das rote Weinlaub und machten daraus Aufgüsse oder Umschläge. Heute gibt es diese Extrakt in Cremes, Gel oder Kapseln (z.B. Antistax). Auch gut sind Cremes mit Rosskastanien-Extrakt (Apotheke). Insbesondere der Wirkstoff Aescin hat eine venenkräftigende und antiödematöse Wirkung. Die venöse Durchblutung wird gesteigert.

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