Aktualisiert: 22.05.2020 - 15:04

Natur, Stressabbau, Abnehmen Kalorienkiller Wandern – sanfte Fitness für eine gute Figur

Die Natur genießen, Stress loswerden, was für die Gesundheit tun – und ganz nebenbei die Pfunde purzeln lassen!

Foto: iStock/pixelfit

Die Natur genießen, Stress loswerden, was für die Gesundheit tun – und ganz nebenbei die Pfunde purzeln lassen!

Regelmäßiges Wandern stärkt Ihr Herz-Kreislauf-System, kräftigt Ihre Muskel und das Immunsystem – und ganz nebenbei verlieren Sie auch noch überflüssige Pfunde.

Volkssport Wandern: Laut einer Studie schnüren 43 Prozent der Deutschen regelmäßig die Wanderschuhe. Kein Wunder, denn der Outdoorsport kräftigt den gesamten Körper, tut der Seele gut und ganz nebenbei purzeln auch noch überschüssige Pfunde. So lässt das Wandern Kalorien schmelzen und hält Sie ganz sanft, aber rundum fit.

Sanfte Fitness – beim Wandern werden Sie Stress und Pfunde los

Das Schöne am Wandern ist, dass es Aspekte aus Fitness, Entspannung und Geselligkeit mit einem Naturerlebnis vereint. Es wird somit zu einem ganzheitlichen Fitness- und Wellnessprogramm. Und wie wunderbar, wenn man bei einem derart angenehmen Programm auch noch das ein oder andere Pfund auf der Strecke lassen kann. Für alle Abnehmwilligen ist wichtig zu wissen, dass Stress auch eine Gewichtsabnahme verhindern kann. Bewegung in der Natur ist da der ideale Ausgleich zum Alltagsstress. Der Meinung sind auch 61 Prozent der Deutschen, das ergab eine Studie der Meinungsforscher des Zürcher Instituts sotomo aus dem vergangenen Jahr. Demnach kennen drei Viertel der Bundesbürger das Gefühl gestresst zu sein. Als die häufigsten Gründe werden die Anforderungen der Berufswelt (76 Prozent) und das „immer erreichbar sein“ (68 Prozent) genannt. Und so wird die Natur zum Sehnsuchtsort.

Der Kalorienverbrauch ist beim Wandern so hoch wie beim Joggen

Wieviele Kalorien beim Wandern genau verbraucht werden, das untersuchte "Fit for Fun" zusammen mit dem Institut für Prävention und Nachsorge (IPN) in Köln. Das verblüffende Ergebnis: bis zu 1700 Kalorien in drei Stunden – so viel wie beim Joggen!

Für die Studie wurde ein gut trainierter, 35-jähriger Mann mit wissenschaftlichem Messgerät auf den Wanderpfad geschickt. Bei einer leichten und flachen Tour über rund zwei Stunden verbrannte er fast 700 Kilokalorien, davon immerhin 500 Fettkalorien. Bei einer mittelschweren, leicht hügeligen Wandertour über circa zwei Stunden mit einem Auf- und Abstieg von 348 Höhenmetern, lag der Gesamtverbrauch bei 790 Kilokalorien, davon 528 Fettkalorien. Der Topverbrauch wurde bei der schwersten, recht bergigen Tour gemessen: diese ging über circa dreieinviertel Stunden und es waren 1050 Höhenmeter zu überwinden. Der Lohn: satte 1803,75 Kilokalorien blieben auf der Strecke, davon knapp 995 Fettkalorien.

Der hohe Anteil an Fettkalorien ergibt sich aus der sanften Beanspruchung beim Wandern. Das relativ langsame Bewegungstempo wird von einer recht niedrigen durchschnittlichen Herzfrequenz begleitet, die bei der Studie in einem Bereich zwischen 86 (leichte Tour) und 112 Schlägen pro Minute (schwere Tour) lag, und der den Fettstoffwechsel anspricht.

Beim regelmäßigen Wandern lernt Ihr Körper, vermehrt Fette als Energiequelle zu nutzen. Zusammen mit einer negativen Energiebilanz, wenn Sie also mehr Kalorien verbrennen, als Sie zu sich nehmen, verlieren Sie schneller Gewicht.

Wie Sie außerdem Kalorien sparen und verbrennen können, erfahren Sie in unseren Videos:

Kalorien sparen und verbrennen
Kalorien sparen und verbrennen

Förderung der gesamten Gesundheit

Neben einer schlanken Figur profitiert auch Ihre gesamte Gesundheit vom regelmäßigen Wandern. Zum einen stärken Sie Ihr Herz-Kreislauf-System und auch Ihren Bewegungsapparat mit Muskeln, Knochen und Bändern, die bei ruhiger, regelmäßiger Bewegung entsprechend aufgebaut werden. Wandern gilt dabei als gelenkschonender als andere Laufsportarten, wie z.B. Joggen. Außerdem trainieren Sie Ihr Immunsystem. Die Wärme- und Kältereize beim Aufenthalt im Freien lassen Sie seltener krank werden. Und nicht zuletzt tut Wandern in der Natur der Seele gut und entstresst. Eine Erhebung des Deutschen Wanderverbandes ergab, dass sich 90 Prozent der Befragten nach der Wanderung allgemein fitter fühlten und 80 Prozent ein hinterher deutlich zufriedeneres Gefühl angaben.

Ab wann sprechen wir eigentlich von Wandern?

Bis wohin gehen wir eigentlich noch spazieren und ab wann wandern wir schon? Diese Frage klärt die Studie Zukunftsmarkt Wandern des Deutschen Wanderverbands, die die durchschnittliche Dauer eines Spazierganges von der Gesamtbevölkerung – also sowohl Wanderer als auch Nicht-Wanderer – mit ca. 1:22 Stunden angibt. Die durchschnittliche Dauer einer Wanderung beträgt dagegen im Schnitt 2:39 Stunden. Weitere wichtige Merkmale einer echten Wanderung sind außerdem die Nutzung der entsprechenden Infrastruktur, also von Wanderwegen, eine vorausgehende konkrete Planung und die Nutzung von spezieller Wander-Ausrüstung.

Ausrüstung – was brauche ich wirklich?

Wandern ist mehr als nur ein Spaziergang – vor allem in bergigem Gelände. Unverzichtbar sind deshalb gutes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung. Zu welcher Ausrüstung der Deutsche Alpenverein rät:

  • Schuhwerk: Funktionelle Bergschuhe, die gut passen, sind der wichtigste Ausrüstungsgegenstand für jeden Wanderer. Ein mittelhoher Wanderschuh stabilisiert die Gelenke als Schutz vor Umknicken. Eine rutschfeste, profilierte Spezialsohle aus Gummi ist stets unerlässlich. Bedenken Sie auch, dass die Füße bei einer längeren Wanderung etwas anschwellen.
  • Funktionskleidung: Wandern ist und soll ja auch schweißtreibend sein. Aber in der Höhe kann es aber auch schnell kalt werden. Daher empfiehlt sich das gute, alte („Zwiebelprinzip“), sich also mit funktionaler Wanderkleidung nach dem Mehrschichtprinzip zu kleiden (z. B. Unterhemd, Hemd, Pullover und Wetterschutzjacke). Atmungsaktiv und bequem muss die Kleidung sein. Vor allem in die Wanderhose und die Regenjacke sollte etwas investiert werden. Wer für Qualität etwas mehr ausgibt, muss den Preis umrechnen auf die vielen Jahre Tragedauer. Dann tut es nicht ganz so weh.
  • Rucksack: Ohne sollte niemand zum Wandern aufbrechen. Der Rucksack muss groß genug sein für Verpflegung, die Trinkflasche (mindestens ein Liter pro Person), Erste-Hilfe-Set, leichte Ersatzwäsche, die Regenjacke, Sonnencreme, eine Karte und das Handy. Ideal ist ein Tagesrucksack mit einem Fassungsvermögen von 20 bis 30 Litern. Wichtig: Der Rucksack sollte ein gepolstertes Tragesystem haben und am Rücken atmungsaktiv sein.
  • Kartenmaterial: Da so ein Akku auch schnell mal leer ist, sollten Sie sich bei Wanderungen nicht allein auf Ihr Smartphone verlassen. Auch der Empfang könnte abbrechen und dann sind Online-Karten nicht mehr verfügbar. Daher empfiehlt sich zur Orientierung eine Wanderkarte im Maßstab 1:25.000 und eventuell auch ein Kompass.

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Wie viele Kalorien und Pfunde bei der Hausarbeit so schmelzen lesen Sie hier. Und falls Sie noch nachschauen möchten, wie viele Kalorien welche Lebensmittel haben, finden Sie Antwort auf unserer Themenseite.

Mehr rund um die Bereiche Sport und Fitness lesen Sie auf unserer Themenseite.

Quellen: Forschungsstelle sotomo, Fit for Fun, Deutscher Alpenverein, Deutscher Wanderverband

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