Aktualisiert: 13.09.2021 - 10:46

#hierwirdgeimpft Bundesweite Impfwoche: Hier können Sie sich überall impfen lassen

Bundeskanzlerin Merkel zur Impfaktionswoche #HierWirdGeimpft

Bundeskanzlerin Merkel zur Impfaktionswoche #HierWirdGeimpft

In der Woche vom 13.09. bis zum 19.09.21 findet die bundesweite Aktionswoche #HierWirdGeimpft statt. "Nie war es einfacher, eine Impfung zu bekommen . Nie ging es schneller", sagt Bundeskanzlerin Angela Merkel.

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Die Impfungen gegen das Coronavirus brauchen mehr Schwung: Um möglichst viele Menschen zu erreichen, an denen der Schutz gegen Covid-19 bislang vorbeigegangen ist, startet heute die bundesweite Impfwoche. Impfen in Bussen, Bibliotheken, am Fußballplatz: Hier gibt's den Piks!

Damit in Herbst und Winter möglichst viele Menschen vor schweren Verläufen der Erkrankung Covid-19 geschützt sind, braucht es noch viel mehr Impfungen. Derzeit, Stand 13. September 2021, haben laut Impfdashboard.de 62 Prozent der Bevölkerung den vollen Impfschutz erhalten. Um gegen die aggressive Delta-Variante anzukommen, müssten sich noch einige mehr für den Piks entscheiden. Ein Problem: Bei manchen Menschen ist die Wichtigkeit der Impfung noch gar nicht angekommen. Um auch sie zu erreichen, startet die bundesweite Impfwoche, in der sich Menschen ganz barrierefrei an zahlreichen Orten spontan impfen lassen können. Die Aktion soll aber nicht die letzte ihrer Art bleiben.

Bundesweite Impfwoche startet: #hierwirdgeimpft

Ohne Termin und kostenfrei sollen sich Menschen nun einfach unterwegs impfen lassen können. Zusätzlich zu den dauerhaften Impfmöglichkeiten in Impfzentren und in Arztpraxen oder bei betrieblichen Impfungen sollen so noch mehr Menschen angesprochen werden, um sich und andere gegen Covid-19 zu schützen.

Temporär gibt es daher nun Impfaktionen in Bibliotheken oder in Einkaufszentren, an Fußballplätzen oder anderen Sportorten, bei der Freiwilligen Feuerwehr, in der Straßenbahn oder in Moscheen. Hier können nämlich gezielt die Menschen angesprochen werden, die sich mit dem Thema noch gar nicht so sehr beschäftigt haben. In Umfragen fällt nämlich auf, dass ein relativ großer Teil gar nicht weiß, warum das Impfen gegen das Coronavirus so wichtig ist – und zwar nicht nur für sich selbst, sondern auch zum Schutz anderer.

Hier können Sie Impfaktionen von #hierwirdgeimpft in Ihrer Nähe finden!

Nicht nur eine Aktionswoche: Möglichst viele Leute erreichen

Erst einmal sollen solche Aktionen diese Woche laufen, aber laut Kanzleramtsminister Helge Braun sollen sie auch darüber hinaus weiterlaufen, gab er in der ZDF-Sendung "Berlin direkt" an: "Das endet nicht mit der Impfwoche, das wird in den nächsten Wochen fortgesetzt."

Bürgernah wolle man mit der Impfaktion sein. So soll eine vierte Welle im Herbst und Winter doch noch verhindert werden. Die beginnt nämlich bereits. "Wenn wir nichts tun, dann kommt sie ziemlich sicher", so Braun.

Das Problematische an einer vierten Welle wäre, dass sich sowohl Ungeimpfte als auch Geimpfte bei höheren Infektionszahlen natürlich auch eher anstecken könnten und in den Krankenhäusern landen. Schon jetzt ist der Altersdurchschnitt in den Kliniken weit geringer als in den vorherigen Wellen.

Gleichzeitig würde eine erneut hohe Krankenhausbelegung bedeuten, dass andere Operationen wieder verschoben werden müssten. Hohe Krankenhauszahlen ließen sich aber vermeiden.

"Nie war es einfacher, eine Impfung zu bekommen"

Wichtig sei es aber, die Menschen auch auf die Impfaktionen hinzuweisen, etwa in den sozialen Netzwerken, fordert der Städte- und Gemeindebund. Dafür sei es immer hilfreich, prominente Gesichter zu haben, die sich klar zur Impfung bekennen.

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte am Sonntag alle Bürgerinnen und Bürger, die sich impfen lassen können, dazu aufgerufen, sich den Piks abzuholen, sofern noch nicht geschehen. "Nie war es einfacher, eine Impfung zu bekommen. Nie ging es schneller."

Grünen-Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt fordert, jetzt müsse jede Woche zur Aktionswoche werden. "Es braucht jetzt eine breitflächige Informationskampagne", sagte sie. Das Impfen sei eine Frage der Solidarität. Zwar habe jeder das Recht, sich nicht impfen zu lassen. "Aber man hat nicht das Recht, dass alle Geimpften und der Rest der Gesellschaft und die Kinder darauf Rücksicht nehmen."

Sollten daher wieder Einschränkungen notwendig werden, um das Gesundheitssystem nicht zu überlasten, müsse durchaus zwischen Geimpften und Genesenen sowie nur Getesteten unterschieden werden. Dafür seien aber auch einheitliche Regelungen notwendig. Sie finde es unverständlich, warum in Schulen ein regelmäßiger Test erforderlich sei, am Arbeitsplatz jedoch nicht.

Warum impfen? Hier gibt's Aufklärung

Aufklärung ist allerdings das A und O. Wir können da möglicherweise etwas mithelfen:

Kürzlich gab es bereits eine kuriose Aktion in der Berliner Ringbahn: Auch dort konnten sich Mitfahrende spontan impfen lassen. Geimpft wurde mit dem Vakzin von Johnson & Johnson, weil hier erst einmal nur eine Impfdosis notwendig ist.

Mehr Infos rund ums Coronavirus und die Impfungen gibt's auf unserer Themenseite.

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