Aktualisiert: 02.07.2021 - 17:18

Kreuzimpfung AstraZeneca: STIKO ändert Impfempfehlung für Erstgeimpfte

Erst AstraZeneca, dann Biontech? Das gilt bald für alle, die die Erstimpfung mit AstraZeneca erhalten haben: Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat die Impfempfehlung für die Corona-Impfung geändert.

Foto: imago images/Nicolaj Zownir

Erst AstraZeneca, dann Biontech? Das gilt bald für alle, die die Erstimpfung mit AstraZeneca erhalten haben: Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat die Impfempfehlung für die Corona-Impfung geändert.

Sie haben Ihre erste Corona-Impfung mit dem Vakzin von AstraZeneca bekommen? Dann sollten Sie bei der Zweitimpfung DAS beachten…

Schon bald wird der Corona-Impfstoff von AstraZeneca in Deutschland nicht mehr verimpft werden. Da der Hersteller mehrmals die von ihm angekündigten Lieferungen nicht einhalten konnte, möchte die EU den Vertrag mit dem schwedisch-britischen Unternehmen auslaufen lassen. Das ändert jedoch nichts daran, dass viele Menschen in Deutschland bereits mit dem AstraZeneca-Vakzin geimpft wurden. Wer bereits beide Impfdosen erhalten hat, für den ändert sich erst einmal nichts. Anders verhält es sich für jene, die bisher nur die erste Dosis erhalten haben: Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat ihre Impfempfehlung geändert: Wer die erste Corona-Impfung mit dem AstraZeneca-Vakzin erhalten hat, soll als zweite Impfdosis den mRna-Impfstoff von Biontech oder Moderna erhalten.

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STIKO ändert Impfempfehlung: Erste Impfdosis AstraZeneca, zweite Dosis Biontech oder Moderna

Bislang galt die Empfehlung der Ständigen Impfkommission, nach der ersten Corona-Impfung mit AstraZeneca für die zweite Impfdosis einen mRna-Impfstoff von Moderna oder Biontech zu wählen, nur für jüngere Leute – das bedeutet: für Leute unter 60 Jahre. Gestern hat die STIKO diese Empfehlung geändert: Sie gilt nun für alle, die die Erstimpfung mit dem AstraZeneca-Vakzin erhalten haben, unabhängig vom Alter.

Während die geänderte Impfempfehlung für Menschen unter 60 laut Ärzteblatt auf die Berichte über seltene Hirnvenenthrombosen als Nebenwirkung des AstraZeneca-Impfstoffs zurückzuführen ist, wurde die geänderte Impfempfehlung für alle vor allem im Hinblick auf die sich ausbreitende Delta-Variante des Coronavirus ausgesprochen. Auf der Website des Robert-Koch-Instituts (RKI) heißt es: "Nach aktuellen Studienergebnissen ist die Immunantwort nach heterologem Impfschema (Vaxzevria/mRNA-Impfstoff) der Immunantwort nach homologer Vaxzevria-Impfserie (2 Impfstoffdosen Vaxzevria) deutlich überlegen." Dieses heterologe Impfschema wird auch Kreuzimpfung genannt.

Unbedingt Termin für Zweitimpfung wahrnehmen

Vereinfacht gesagt bedeutet das: AstraZeneca plus Biontech oder Moderna schützen besser vor der Delta-Variante des Coronavirus als AstraZeneca plus AstraZeneca. Aber: Studien aus Großbritannien zeigen, dass auch AstraZeneca vor der Delta-Variante schützt – vorausgesetzt, man hat auch die Zweitimpfung. Auf deren Wichtigkeit weist auch das Robert-Koch-Institut hin. Es schreibt, dass "der Schutz gegenüber der Deltavariante nach nur einer Impfstoffdosis deutlich herabgesetzt zu sein scheint". Deshalb sei es wichtig, den Termin für die zweite Impfung fristgerecht wahrzunehmen.

Als notwendigen Impfabstand zwischen der AstraZeneca-Dosis und der Dosis des mRna-Impfstoffes gibt die STIKO mindestens vier Wochen an. Die Berliner Charité hat bereits eine Studie zur Kreuzimpfung mit AstraZeneca und Biontech/Pfizer durchgeführt und kam zu dem Schluss, dass diese ähnlich gut verträglich ist wie eine doppelte Biontech-Impfung.

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