Aktualisiert: 09.06.2021 - 10:22

Am 14. Juni geht's los! Impfnachweise in der Apotheke: Startschuss nächste Woche

Den digitalen Impfnachweis gibt es zukünftig auch in der Apotheke. Geimpfte müssen sich dort mit ihrem Impfpass vorstellen und erhalten dann ein Zertifikat.

Foto: Getty Images/Luis Alvarez

Den digitalen Impfnachweis gibt es zukünftig auch in der Apotheke. Geimpfte müssen sich dort mit ihrem Impfpass vorstellen und erhalten dann ein Zertifikat.

Wo sollen nur all die Geimpften ihren digitalen Impfnachweis herbekommen? Zurück zum Impfarzt oder ins Impfzentrum zu gehen, wie ursprünglich angedacht, muss nicht sein. Die Apotheken steigen nämlich mit ein, und das schon sehr bald.

Eigentlich sollte der digitale Impfnachweis erst frühestens Ende Juni starten, jetzt geht plötzlich alles ganz schnell – zumindest teilweise. Nachdem erst spekuliert wurde, ob bereits vollständig Geimpfte zurück zu ihrem Impfarzt oder ins Impfzentrum müssen und die dortigen knappen Kapazitäten zusätzlich strapazieren, ist jetzt klar: Auch Apotheken dürfen den digitalen Covid-19-Impfnachweis ausstellen – und zwar schon ab Montag kommender Woche.

Digitaler Impfnachweis ab Montag: Erste Apotheken starten

Mehr als 21 Prozent der deutschen Bürgerinnen und Bürger sind bereits vollständig geimpft. Keiner davon aber hat bisher einen digitalen Impfnachweis und muss diesen, wenn gewünscht, nachträglich anfordern.

Zuerst sollte dies ab Juli, möglicherweise bereits Ende Juni, in den Impfpraxen und Impfzentren möglich sein, in denen man seine Impfung(en) erhalten hat. Doch der Ansturm wäre, zusätzlich zum täglichen Betrieb und dem Impfbetrieb, wohl kaum zu bewerkstelligen gewesen. Entsprechend sind aber Apotheken schon länger im Gespräch, mit in die Ausstellung einbezogen zu werden. Und dafür gab es nun das Go: Am 14. Juni geht's bereits los, zumindest in ein paar Apotheken. Nach und nach dürften aber weitere einsteigen.

Apotheken können sich ab heute registrieren

Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände e.V. (ABDA) hat die Entscheidung jetzt offiziell in einer Pressemeldung bekanntgegeben. Demnach können Apotheken sich ab heute auf dem Portal des Deutschen Apothekerverbands (DAV) registrieren und werden dann auf www.mein-apothekenmanager.de gelistet.

Genau dort können Verbraucher dann ab 14. Juni nachschauen und prüfen, welche Apotheken in ihrer Nähe den digitalen Impfnachweis kostenlos ausstellen.

QR-Code abscannen mit der CovPass-App

Um den digitalen Impfnachweis zu erhalten, benötigen vollständig Geimpfte die CovPass-App und müssen dann in der Apotheke oder, wenn verfügbar, im Impfzentrum oder beim Impfarzt ihre Daten angeben. Dazu gehören Vor- und Nachname, Geburtsdatum, Impfstoff und Impfdatum sowie die Angabe, ob Erst- oder Zweitimpfung. Via Robert-Koch-Institut wird ein Zertifikat erstellt, das dann auf dem Bildschirm in der Apotheke als individueller QR-Code erscheint. Die geimpfte Person kann den Code entweder vom Bildschirm aus mithilfe der App abscannen oder sich das Zertifikat ausdrucken lassen.

Die CovPass-App soll es bald in den App-Stores von Apple und Google geben, noch ist sie jedoch nicht erhältlich. Zukünftig soll auch die Corona-Warn-App die entsprechende Funktion erhalten, aber auch sie muss noch aktualisiert werden.

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Zahl der Apotheken dürfte noch steigen

"In den ersten Tagen wird die Zahl der Apotheken, die das Angebot machen, wahrscheinlich noch begrenzt sein. Wir gehen aber davon aus, dass die Zahl der Apotheken sehr schnell im vierstelligen Bereich liegt."

Die Personen, die in den Impfzentren geimpft worden sind, werden das Formular mit dem benötigten QR-Code allerdings voraussichtlich auch per Post erhalten. Der QR-Code ist nur einmal nutzbar.

Wer den Code eingescannt hat, kann sich dann zukünftig via App als geimpft ausweisen. Wichtig wird das etwa, wenn man innerhalb der EU reisen möchte. Allerdings bleiben auch das gelbe Impfheft bzw. der vom Arzt oder Impfzentrum ausgestellte Zettel als Nachweis gültig. Dabei könnte es allerdings Probleme geben, denn sowohl der gelbe Impfpass als auch die Zettel sind nicht fälschungssicher.

In der App, und nur dort, werden die Daten (Namen, Geburtsdatum, gegengeimpfte Krankheit, Impfstoff, Produkt, Hersteller, Dosennummer, Gesamtdosen, Impfdatum, Land und Zertifikataussteller sowie eine idividuelle Identifikationsnummer) gespeichert. Auf eine zentrale Datenbank aller Geimpften wird verzichtet, die Daten bleiben ausschließlich auf dem Mobiltelefon der Nutzer.

Hier gibt's weitere Infos zum digitalen Impfnachweis: So bekommen Sie ihn!

Währenddessen laufen die Impfungen gegen das Coronavirus weiter – seit vergangenen Montag ist die Impfpriorisierung in Deutschland gekippt. Doch der Impfstoff ist noch immer knapp, weiterhin warten noch viele Menschen der ehemaligen Priogruppen auf ihre Termine. Es ist also noch etwas Geduld gefragt, bis alle, die wollen, sich impfen lassen und dann auch den digitalen Impfnachweis nutzen können.

Quelle: Pressemeldung der ABDA

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