Aktualisiert: 04.03.2021 - 11:47

Bessere Verfügbarkeit Corona-Impfung beim Arzt soll spätestens ab Anfang April möglich sein!

Spätestens ab Anfang April soll die Corona-Impfung in Arztpraxen vorgenommen werden.

Foto: Getty Images/ Ridofranz

Spätestens ab Anfang April soll die Corona-Impfung in Arztpraxen vorgenommen werden.

Die Corona-Impfung beim Hausarzt erhalten? Das soll bis spätestens Anfang April möglich sein.

Bislang können Sie die Corona-Impfung nur in den dafür vorgesehenen Impfzentren erhalten. Zwar ist der Einbezug der Arztpraxen in die Impfkampagne bereits seit Langem geplant – da bislang noch nicht genügend Impfstof vorhanden war, wurde aber davon abgesehen. Das soll sich jetzt ändern: Die Corona-Impfung in den Arztpraxen soll bis spätestens Anfang April möglich sein. Dies sei notwendig, damit die Impfkampagne an Fahrt gewinne, so das Gesundheitsministerium.

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Corona-Impfung soll ab Anfang April in Arztpraxen erfolgen

Bereits vor zwei Tagen berichtete das Ärzteblatt unter Berufung auf einen Vorschlag des Gesundheitsamts und den neuen Entwurf einer Impfverordnung darüber, dass die Corona-Impfung in den Arztpraxen möglicherweise schon ab der zweiten Märzwoche erfolgen könnte.

Nach Spiegel-Informationen einigten sich Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder bei ihrer gestrigen Videokonferenz darauf, dass die Gesundheitsministerkonferenz nun ein entsprechendes Konzept umsetzen soll. Ab Anfang April soll es dann möglich sein, sich beim Hausarzt impfen zu lassen. Die Verzögerung wird damit erklärt, dass die aktuell verfügbaren Impfdosen in den Impfzentren an das Personal der Schulen und Kindertagesstätten verimpft werden soll.

Das legt die geänderte Impfverordnung fest

Die Änderung der Impfverordnung legt die Rahmenbedingungen dafür fest, wie genau die Impfung in den Arztpraxen abläuft. Sie enthält unter anderem folgende Punkte:

  • Personen zwischen 18 und 65 sollen vorrangig den Corona-Impfstoff von AstraZeneca erhalten.
  • Die Liste der Krankheitsbilder, anhand derer die Menschen einer bestimmten Prioritätsgruppe zugeordnet werden, soll angepasst werden.
  • Die Anzahl der engen Kontaktpersonen, die ebenfalls Anspruch auf eine Impfung haben, wird von einer auf zwei erhöht.
  • Die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission des Robert Koch-Instituts zu den Abständen zwischen Erst- und Zweitimpfung sollen eingehalten werden.

Ganz wichtig: Auch bei der Corona-Impfung in den Arztpraxen gilt die bestehende Impfreihenfolge, die auch in den Impfzentren umgesetzt wird. Die Ärzte sollen die Anspruchsberechtigung und die Priorisierung der Patienten vor Ort überprüfen, die endgültige Entscheidung der Priorisierung basiert aber auf der Einschätzung des Arztes. So soll die Impfstrategie flexibler umgesetzt werden.

So werden die Arztpraxen vergütet

Die Impfverordnung sieht weiterhin "explizite Regelungen für die Vergütung für die entsprechenden ärztlichen Leistungen, für die vorzunehmende digitale Impfquotenerfassung und für die Abrechnung über die Kassenärztlichen Vereinigungen" vor. Die eindeutige Regelung dieser Aspekte stellt die Weichen für den Beginn der Corona-Impfungen in den Arztpraxen.

Für ein Beratungsgespräch, ohne dass tatsächlich eine Impfung erfolgt, sollen Arztpraxen 10 Euro erhalten. Die Beratung soll auch per Telefon oder Videochat durchgeführt werden können. Für jede Impfung eines Anspruchsberechtigten sollen die Arztpraxen 20 Euro erhalten. Ist der Impfbesuch notwendig, soll es zusätzlich 35 Euro geben, für das "Aufsuchen einer weiteren Person in derselben sozialen Gemeinschaft oder Einrichtung" gibt es pro Person weitere 15 Euro.

Umsetzung ist Ländersache

Wie viele Arztpraxen genau teilnehmen werden, steht noch nicht fest. Die Umsetzung des Plans ist Ländersache. So soll auch der Impfstoff zwar vom Bund beschafft werden, dann allerdings über die zuständigen Landesbehörden verteilt werden. Nach diesem Konzept wird bisher auch schon in den Impfzentren gearbeitet.

Bis zum Ende dieser Woche werden laut Gesundheitsministerium mehr als elf Millionen Impfdosen an die Länder ausgeliefert worden sein. Davon wurden bisland allerdings gerde einmal rund sechs Millionen Dosen verimpft. Pro Tag werden derzeit bis zu 170.000 Impfungen durchgeführt. Man strebt die Verdoppelung dieser Zahl an.

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Bei der gestrigen Konferenz beschlossen Bund und Länder auch, den Lockdown noch einmal zu verlängern. Diese Regeln gelten vorerst bis zum 28. März.

Die Hoffnung, dass die Impfstoffe die Pandemie bald eindämmen könnten, steigt: Mittlerweile ist bekannt, dass auch der Imfpstoff von Biontech offenbar vor asymptomatischen Verläufen und damit vor Übertragungen schützt. Und auch ihren Hauptzweck erfüllt die Impfung: Es sterben jetzt weniger Menschen in Pflegeheimen an Covid-19!

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