18.02.2021 - 07:53

Anteil stark gestiegen So viele Menschen in Deutschland tragen bereits die neuen Virus-Varianten in sich!

Ein neuer Bericht des Robert Koch Instituts zeigt, wie schnell sich die britische Coronavirus-Mutation und andere Varianten in Deutschland ausbreiten.

Foto: Getty Images/ zhengshun tang

Ein neuer Bericht des Robert Koch Instituts zeigt, wie schnell sich die britische Coronavirus-Mutation und andere Varianten in Deutschland ausbreiten.

Ein neuer Bericht des Robert-Koch-Instituts zeigt, wie sehr sich die neuen Virus-Mutationen bereits in Deutschland ausgebreitet haben.

Noch immer hoffen die Optimistischeren unter uns, die Ausbreitung der neuen Coronavirus-Varianten eindämmen zu können. Ein neuer Bericht des Robert-Koch-Institut versetzt dieser Hoffnung jetzt einen Dämpfer. Der Bericht, der sich mit der Verbreitung der Mutationen in Deutschland beschäftigt, legt offen, dass der Anteil der britischen Coronavirus-Mutation bereits knapp ein Viertel aller Corona-Infektionen in Deutschland ausmacht – Tendenz steigend. Auch der Anteil der anderen neuen Virus-Varianten ist gestiegen.

So verbreitet ist die britische Coronavirus-Mutation in Deutschland

Der Bericht des Robert-Koch-Instituts beschäftigt sich insbesondere mit der Variante B.1.1.7. Da sie sich seit Mitte Dezember vom Britischen Königreich aus ausgebreitet hat, wird sie auch britische Variante genannt. Die britische Variante, die südafrikanische Variante (B.1.351) und die brasilianische Variante (P.1) werden als "variants of concern", also als "besorgniserregende Varianten" bezeichnet, da sie alle drei eine Veränderung im Spike-Protein aufweisen. Vor allem der Anteil der britischen Variante an der Gesamtheit der Corona-Infektionen in Deutschland ist in den letzten Wochen stark angestiegen. Auch, wenn er weniger stark ausfällt, ist auch bei der südafrikanischen Variante ein Anstieg zu beobachten.

Britische Variante weiter verbreitet als südafrikanische Variante

Mehrere Labore haben mehr als 23.000 Proben von Corona-Infizierten untersucht (Stand: 15.02.). Das Ergebnis: Der Anteil der Patienten, die die britische Virus-Mutation in sich tragen, macht circa 23 Prozent aus. Sie wurde bereits in allen Bundesländern nachgewiesen.

Der Anteil derjenigen, die die britische Variante in sich tragen, hat sich in nur zwei Wochen beinahe vervierfacht. Es ist davon auszugehen, dass er sich weiter erhöht. Andere europäische Länder berichten von einer ähnlichen Entwicklung.

Die Bundesländer meldeten insgesamt 347 Fälle, bei denen der Verdacht auf die südafrikanische Variante vorliegt. Damit ist diese – noch – deutlich weniger verbreitet als die britische Variante. Bisher decken sich die Zahlen des Robert-Koch-Instituts mit der Prognose des Virologen Christian Drosten, der im NDR-Podcast "Coronavirus-Update" sagte, dass er die britische Variante als deutlich relevanter für Deutschland einschätze.

Den vollständigen Bericht des Robert-Koch-Instituts finden Sie hier: 2. Bericht zu Virusvarianten von SARSCoV-2 in Deutschland, insbesondere zur Variant of Concern (VOC) B.1.1.7

Mehr Neuigkeiten und Informationen über das Coronavirus finden Sie auf unserer Themenseite. Hier erklären wir unter anderem, warum der Corona-Impfstoff von AstraZeneca kein Impfstoff zweiter Klasse ist. Neben dem Impfangebot soll auch die Teststrategie in Deutschland weiter ausgebaut werden: Ab März soll es kostenlose Corona-Schnelltests für alle geben.

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