13.02.2021 - 09:56

Impfmarathon hat begonnen Corona-Impfung beim Hausarzt: Kommt jetzt bald der Curevac-Impfstoff?

Das Schnellprüfverfahren für den Corona-Impfstoff von Curevac hat begonnen. Diese Erwartungen sind an das Vakzin geknüpft...

Foto: Getty Images/ Europa Press News

Das Schnellprüfverfahren für den Corona-Impfstoff von Curevac hat begonnen. Diese Erwartungen sind an das Vakzin geknüpft...

Das Schnellprüfverfahren für den Curevac-Impfstoff hat begonnen. Sollte er zugelassen werden, könnte das den Impfprozess deutlich beschleunigen.

Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit: Zwar haben wir jetzt endlich die langersehnten Corona-Impfstoffe, doch ist noch nicht so viel davon vorhanden, dass jeder sich zeitnah impfen lassen könnte. Erst sind deshalb ältere Menschen sowie besonders exponierte Personengruppen an der Reihe. Gleichzeitig wüten die neuen Coronavirus-Mutanten, die noch ansteckender sind als die "Standard-Variante". Was wir dringend brauchen, ist mehr Impfstoff – umso besser, dass die Europäische Arzneimittel-Agentur Ema nun das Schnellprüfverfahren für den Corona-Impfstoff der Tübinger Firma Curevac in die Wege geleitet hat.

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Schnellprüfverfahren für Curevac-Impfstoff hat begonnen

Wie die Europäische Arzneimittelbehörde Ema am Freitag berichtete, wurde das Schnellprüfverfahren für den Curevac-Impfstoff gestartet. Wie die Ema auf ihrer Website schreibt, basiert diese Entscheidung auf vorläufigen Studienergebnissen. Man erwartet, dass der Impfstoff die Bildung von Antikörpern und Immunzellen provoziert, die das Coronavirus angreifen. Im Rahmen des Schnellprüfverfahrens wird die Sicherheit, die Immunogenität (die Stärke der Immunabwehr) und die Effektivität des Impfstoffs untersucht.

Es handelt sich bei dem Corona-Impfstoff von Curevac um einen mRna-Impfstoff, ebenso wie bei den Vakzinen von Biontech/Pfizer und Moderna. Da diese sich bereits als sehr wirksam erwiesen haben, hofft man darauf, dass das Curevac-Vakzin ebenso gute Resultate erzielt.

Auch im Hinblick auf die Mutanten versprechen die mRna-Vakzine Hoffnung: Die Impfstoffe scheinen auch gegen die neuen Coronavirus-Varianten zu wirken – zumindest großteils.

Diesen Vorteil hat der Curevac-Impfstoff

Doch der Curevac-Impfstoff hat noch einen weiteren entscheidenden Vorteil: Im Gegensatz zum Impfstoff von Biontech und Pfizer, der bei unter -70 °C gelagert werden muss, hält sich dieser laut Hersteller auch bei Standard-Kühltemperaturen von +5 °C für mindestens drei Monate.

Gesundheitsminister Jens Spahn hatte bereits angekündigt, die auch in Hausarztpraxen durchführen zu lassen, sobald genügend Impfstoff vorhanden sei. Medienberichten zufolge ist es wahrscheinlich, dass die Impfungen in den Praxen im zweiten Quartal beginnen. Da die Corona-Impfstoffe von Moderna und AstraZeneca ebenfalls nicht so kühl gelagert werden müssen wie der Biontech-Impfstoff und Transport und Lagerung somit deutlich einfacher sind, ist es wahrscheinlich, dass dort zumindest vorerst überwiegend dieses Vakzin verimpft wird.

Mit dem Curevac-Impfstoff könnte nun ein neuer Kandidat für die Impfung beim Hausarzt hinzukommen. Das Unternehmen jedenfalls scheint fest mit einer Zulassung zu rechnen und rüstet sich bereits dafür: Im Januar hatte Curevac bekanntgegeben, gemeinsam mit dem Chemiekonzern Bayer eine "nationale Impfallianz" gründen zu wollen.

Quellen: ema.europa.eu, spiegel.de, aerztezeitung.de, bild.de

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