Aktualisiert: 03.02.2021 - 20:36

Saubere Zähne – So geht's! Mundspülungen im Test: Damit gelingt die tägliche Zahnpflege!

Ein strahlendes Lächeln und gesunde Zähne: Was können Mundspülungen wirklich?

Foto: GettyImages/MachineHeadz

Ein strahlendes Lächeln und gesunde Zähne: Was können Mundspülungen wirklich?

Zahnbürste, Zahncreme und Zahnseide – wirkungsvoller Dreiklang für eine gute Zahngesundheit. Braucht man da wirklich eine Mundspülung? Stiftung Warentest hat die Antwort.

Opas Mundwasser erlebt als Mundspülung seine Renaissance: Doch können heutige Mundspülungen weit mehr als einen frischen Atem zaubern. Tägliches Gurgeln als Teil der Zahnhygiene kann nachweislich Karies, Zahnfleischbluten und Parodontose vorbeugen. Stiftung Warentest zeigt, dass Mundwasser und Mundspülung nicht dasselbe sind und kürt die Testsieger der Mundhygiene.

Die beste Mundhygiene: Mundwasser oder Mundspülung?

Im Stiftung Warentest treten 13 fertige Mundspüllösungen und sieben Mundwässer zum Verdünnen gegeneinander an. Schnell wird klar, worin die Unterschiede liegen: Mundspülungen werden unverdünnt in den Mund genommen und Mundwässer mit etwas Wasser verdünnt. Zudem enthalten viele Mundspüllösungen Fluorid zum Schutz vor Karies, Mundwässer nicht. Wer einen Kariesschutz sucht, sollte deshalb lieber zur Mundspülung greifen.

Gegen Zahnfleischentzündungen und Plaque könnten beide Mittel helfen. Leider enthalten im Test nur die Mundspülungen genügend der nötigen Wirkstoffe. Somit fallen die Mundwässer zum Verdünnen im Stiftung Warenrest durch und eignen sich bestenfalls als Frischekick für den Atem.

Der Kampf gegen Karies, Plaque und Zahnfleischentzündungen

Stark gegen Karies: Um Karies vorzubeugen, muss die Mundspülung genügend Fluorid enthalten – ab 0,025 Prozent Fluorid kann eine Verbesserung nachgewiesen werden, so die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KZBV). Dieser Zusatz gibt der Zahnoberfläche Mineralien zurück und macht sie widerstandsfähiger gegen Säuren.

Schutz vor Zahnfleischentzündungen: Ablagerungen auf den Zähnen, hervorgerufen durch Plaque-Bakterien, können zu einem entzündeten Zahnfleisch führen.

Das erzeugt nicht nur grauenvolle Zahnschmerzen, sondern kann im schlimmsten Fall auch Zahnfleischrückgang und wackelnde Zähne zu Folge haben. Einige Mundspülungen können die Bakterien durch verschiedene Inhaltsstoffe bekämpfen: Zum Einsatz kommen Aminfluorid und Zinksalze, bestimmte ätherische Öle und Cetylpyridiniumchlorid.

Wer sollte eine Mundspülung benutzen?

Mundspüllösungen können unterstützend zur Zahnpflege angewendet werden – sie können jedoch das tägliche Zähneputzen nicht ersetzen. Mit diesen Tipps klappt das Zähneputzen gerantiert. Zahnärzte empfehlen besonders für folgende Fälle die zusätzliche Reinigung mit einer Mundspülung:

  • anfällige Zähne für Karies oder Zahnfleischentzündung
  • bei freiliegenden Zahnhälsen
  • bei einer Parodontitis-Behandlung
  • bei festen Zahnspangen mit sogenannten Brackets
  • Zähne putzen oder die Verwendung von Zahnseide fällt schwer
  • das Zähneputzen ist nach einer Operation nur eingeschränkt möglich

Können Mundspülungen vor Corona-Viren schützen?

Zum Teil können Mundspüllösungen, die ätherische Öle oder Cetylpyridiniumchlorid enthalten, Corona-Viren deutlich reduzieren. Allerdings fanden im Labor die Experimente mit künstlichem Speichel statt. Wie weit sich die Ergebnisse auf den Alltag übertragen lassen und wie lange der virenhemmende Effekt anhält, kann im Moment noch nicht klar gesagt werden. Wir haben für Sie die Forschungsergebnisse über Mundspülungen als Corona-Killer zusammengefasst.

Wie eine gute Mundhygiene tatsächlich vor einem schweren Covid-19-Verlauf schützen kann, lesen Sie hier!

Die Testsieger: Gute Mundspülungen müssen nicht teuer sein!

Laut Stiftung Warentest beugen acht der 13 fertigen Mundspüllösungen zuverlässig Karies, Zahnfleischentzündungen und Zahnbelag vor. Erstaunlich: Die günstigsten Lösungen belegen die vorderen drei Plätze. Mit 72 Cent je Lösung können die Eigenmarken von Edeka, Kaufland und Lidl punkten. Sparen kann man sich hingegen das Geld für Mundwasserkonzentrate zum Verdünnen.

Damit gelingt die Mundhygiene:

Weitere Tipps für eine gesunde Mundhygiene

Die Zähne brauchen tägliche Pflege: Machen Sie den Test – wie gut ist Ihre Zahnpflege ?

Für die effektive Reinigung sollten Sie auf folgende Hilfsmittel setzen: Zahnseide oder Interdentalbürsten, eine passende Zahnbürste für Ihre Ansprüche und eine Zahnpasta – diese Hilfsmittel für gesunde Zähne schneiden im Stiftung Warentest am besten ab!

Aus Liebe zur Umwelt: In diesem Video sehen Sie, wie Sie Ihre Mundhygiene nachhaltig gestalten.

Tipp 5: nachhaltige Zahnpflege
Tipp 5: nachhaltige Zahnpflege

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