Aktualisiert: 28.01.2021 - 16:39

Update noch diese Woche Corona-Warn-App zeigt bald Pandemie-Kennzahlen an

So funktioniert die Corona-App

So funktioniert die Corona-App

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Version 1.11 steht an – die Corona-Warn-App wird noch einmal ergänzt. Nachdem Ende Dezember ein Kontakttagebuch dazugekommen war, werden Nutzer nun auch über aktuelle Kennzahlen der Pandemie informiert.

Wie viel Infektionsgeschehen ist um mich herum gerade eigentlich los? Und wie viele Nutzer teilen eigentlich ihr Testergebnis? Solche Corona-Kennzahlen können Nutzer der Corona-Warn-App mit dem Update auf Version 1.11 bald nachlesen. So soll konzentriert ein Überblick über die wichtigsten Kennzahlen zum Infektionsgeschehen geschaffen werden, kündigte eine Sprecherin des Software-Unternehmens SAP in einem Blogeintrag an.

Corona-Warn-App bekommt Update mit Corona-Kennzahlen

Noch in dieser Woche soll Version 1.11 ausgerollt werden, heißt es seitens SAP, die die App zusammen mit dem Robert Koch-Institut (RKI) und der Bundesregierung entwickeln. Die Updates können dann über die App-Stores von Google und Apple geladen werden. Wer auf seinem Smartphone automatische App-Updates zugelassen hat, sollte die neue Version automatisch erhalten. Ein Überprüfen kann aber nicht schaden.

In der App werden dann auch tagesaktuelle Zahlen zu Neuinfektionen, die Sieben-Tage-Inzidenz und der Sieben-Tage-R-Wert ersichtlich sein. "Außerdem können sie direkt in der App einsehen, wie viele Nutzer ihr Testergebnis geteilt haben. Ziel ist es, noch mehr positiv getestete Nutzer dazu anzuregen, ihr Testergebnis zu teilen und Kontaktpersonen zu warnen", so die Sprecherin.

Außerdem sei die Nutzerfreundlichkeit weiter verbessert worden und man habe kleinere Fehler ausgemerzt. Android-Nutzer hatten zuletzt von Fehlern in der Corona-Warn-App berichtet.

Was sagen die Zahlen aus?

Sieben-Tage-Inzidenz: Diese Corona-Kennzahl sagt aus wie hoch die Zahl der Neuinfektionen innerhalb der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner ist. Sie ist seitens Bund und Ländern als maßgeblich für Einschränkungen in der Pandemie in Kreisen und kreisfreien Städten festgelegt worden. Das derzeitige Ziel: Die Sieben-Tage-Inzidenz soll unter 50 fallen, damit Gesundheitsämter wieder die Chance bekommen, Infektionen nachzuverfolgen.

Sieben-Tage-R-Wert: Der R-Wert wird auch Reproduktionszahl genannt. Er gibt an, wie viele Menschen ein Infizierter ansteckt. Liegt der R-Wert längere Zeit unter 1, so flaut das Infektionsgeschehen nach und nach ab. Angestrebt wird aber ein Wert unter 0,7. Sollten die offenbar ansteckenderen Corona-Varianten die Runde machen, müsste er weiter gesenkt werden.

Bisher wurde die Corona-Warn-App über 25 Millionen Mal heruntergeladen, 23 Millionen Menschen nutzen sie laut Expertenschätzungen aktiv, insgesamt wurden bisher mehr als 7,5 Millionen Testergebnisse über die App übermittelt. Je mehr Menschen sie nutzen, desto wirksamer ist sie auch als Mittel zur Kontaktzurückverfolgung und zum Schutz vor Infektionen. Wie viele Menschen bereits über einen Risikokontakt in Kenntnis gesetzt worden sind, lässt sich nicht sagen, da die App dezentral funktioniert und eine solche Rückverfolgung aus Datenschutzgründen nicht zulässt. Mehr dazu: Die Corona-Warn-App ist da – und so sicher ist sie wirklich! Je mehr Menschen sie nutzen, desto wirksamer ist sie auch als Mittel zur Kontaktzurückverfolgung und zum Schutz vor Infektionen.

Im Dezember hatte die Corona-Warn-App ein Update mit Kontakttagebuch bekommen. Nutzer hatten sich zuletzt aber öfter gefragt, warum die Corona-Warn-App mittlerweile keine Begegnungen mit niedrigem Risiko mehr anzeigt.

Übrigens: Im Kampf gegen die Pandemie: Neben der Corona-Warn-App gibt es noch diese Anwendungen. Mehr zum Coronavirus gibt's auf unserer Themenseite.

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