Aktualisiert: 08.01.2021 - 20:54

Dringend Personal gesucht Im Impfzentrum mitarbeiten: So geht's!

Im Impfzentrum mitarbeiten? Das geht auch ohne medizinischen Hintergrund. Wie Interessenten sich bewerben können: hier!

Foto: Getty Images/Thomas Lohnes / Freier Fotograf

Im Impfzentrum mitarbeiten? Das geht auch ohne medizinischen Hintergrund. Wie Interessenten sich bewerben können: hier!

Das große Impfen geht los – doch es fehlt vielerorts noch an Personal in den Impfzentren. Noch ist das mit den wenigen Dosen kein großes Problem. Doch sobald weitere Personengruppen geimpft werden können, müssen auch mehr Hilfskräfte her. Das geht auch auf Freiwilligenbasis. Und wie? Das lesen Sie hier!

Für die Mitarbeit in den Corona-Impfzentren sind nicht nur Ärztinnen und Ärzte oder medizinisches Personal gefragt. Auch für die Verwaltung und Organisation braucht es helfende Hände. Die Länder rufen daher bereits seit Wochen zur Mitarbeit auf. Das geht sowohl in Vollzeit als auch in vielen Bereichen in Teilzeit. Interessant ist das vor allem für die, die durch Corona derzeit nicht arbeiten können. Auch freiwillige Mitarbeit neben dem Beruf ist möglich. Wie kann man im Impfzentrum mitarbeiten?

Nachgefragt - Wie funktionieren eigentlich Impfungen?
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Im Impfzentrum mitarbeiten: Personal wird nach wie vor gesucht

Das nötige Personal aus Ärzten und medizinischen Fachangestellten für die Impfzentren müssen die Landkreise bereitstellen. Die Landesärztekammer in Hessen etwa hatte bereits Anfang Dezember einen Aufruf gestartet, um in den medizinischen Berufsgruppen für Unterstützung zu sorgen. Dabei wurden etwa 3.500 Ärztinnen und Ärzte in Hessen gezielt angeschrieben, die entweder schon im Ruhestand sind oder derzeit nicht in ihrem Beruf arbeiten.

Bis 4. Januar hatten sich laut Edgar Pinkowski, Präsident der Landesärztekammer Hessen, rund 3.000 Ärztinnen und Ärzte, 600 medizinische Fachangestellte, 190 Studierende und 220 weitere Helfer gemeldet. Davon können bisher insgesamt über 1.800 Personen an die hessischen Impfzentren gemeldet werden, so Pinkowski. Und es gingen weitere Meldungen von Interessenten ein.

Doch nicht überall sieht der Zulauf so gut aus. Und es wird weiterhin Personal benötigt werden. Denn auch wenn zum Start der Impfzentren ausreichend Personal vorhanden sei, so sei die Impfaktion kein Kurzstreckenlauf, sondern ein Marathon, so etwa der Oberbürgermeister von Kassel und Städtetagspräsident Christian Geselle gegenüber der Deutschen PresseAgentur (dpa).

Das Innenministerium bestätigte im Dezember den Mangel an Personal. "Die Bereitschaft zur Unterstützung ist groß, wobei der Bedarf nach aktuellem Stand noch nicht vollständig gedeckt ist," sagte damals ein Sprecher. Das Ministerium rechnet in der Spitze mit 5.000 Mitarbeitern in den Impfzentren.

Mithelfen – aber wie?

Doch viele, die mitmachen wollen, stellen sich derzeit die Frage: Wie geht das überhaupt? Nicht jede*r hat einen medizinischen Hintergrund – aber auch dann ist es möglich, mitzuwirken. Denn der Ablauf der Corona-Impfungen im Impfzentrum braucht auch Organisation. Dazu gibt es etwa auch die Möglichkeit, sich über das Internet zu bewerben.

Bewerben kann man sich etwa über die Seiten der Malteser, der Johanniter oder des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB). Auch Stadt- und Landkreisseiten bieten Eingabemasken zur Bewerbung an. Zusätzlich gibt es Stellenausschreibungen auf den typischen Jobbörsen.

Wer wird gesucht – im Grunde kann jeder mithelfen

Konkret werden folgende Berufsgruppen gesucht:

  • Ärzte
  • Notfallsanitäter und Rettungssanitäter
  • Pflegekräfte/Betreuer für ältere Menschen
  • Medizinstudierende im praktischen Jahr bzw. im höheren Semester
  • Medizinische Fachangestellte (auch Medizinisch-Technische Assistenten, Apotheker/Pharmazeutisch-Technische Assistenten)

Aber auch:

  • Verwaltungskräfte (Für Datenerfassung/Anmeldung/Dokumentation,
  • Kräfte zur Begleitung,
  • Kräfte für die Materiallogistik
  • Reinigungskräfte
  • Wachschutz (voraussichtlich über private Firmen)

Dabei bietet etwa der ASB Stellen mit Arbeitsumfang von 30 oder 18 Stunden pro Woche oder auf Minijob-Basis an. Es lässt sich auswählen, ob hauptamtliche oder ehrenamtliche Tätigkeit angestrebt wird.

Wichtig ist laut den Johannitern insbesondere die Fähigkeit für sicheres Arbeiten im Infektionsschutzbereich, eine hohe Teamfähigkeit, Zuverlässigkeit sowie Verantwortungsbewusstsein und hohe soziale und kommunikative Kompetenzen.

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Bisher läuft das Impfen gegen das Coronavirus eher schleppend an. Doch nun wurde mit mRNA-1273 von Moderna der zweite Impfstoff auch in Deutschland zugelassen. Und bald könnten weitere Corona-Impfstoffe die Impfstoff-Knappheit beenden. Umso wichtiger, dass bald genügend Personal in den Impfzentren vorhanden ist. Dabei kann es etwa auch Aufgabe sein, Geimpfte nach der Impfung noch kurz zu betreuen, um bei seltenen allergischen Reaktionen direkt handeln zu können. Übrigens ist es auch nach der Impfung noch notwendig, sich und andere zu schützen. Denn ein Impfschutz baut sich erst nach und nach auf.

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Hier finden Sie Anmeldemasken, wenn Sie bei vorhandenen Qualifikationen in Corona-Impfzentren mithelfen wollen:

Auch das Deutsche Rote Kreuz (DRK) ist an Aufbau und Betrieb der Impfzentren beteiligt. Der Großteil der Mitwirkenden arbeitet ehrenamtlich. Wer hier mithelfen will, findet hier weitere Informationen zum DRK-Ehrenamt.

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