Aktualisiert: 06.01.2021 - 20:11

Alles unter Kontrolle Die besten Blutdruckmessgeräte: Diese Modelle empfiehlt Stiftung Warentest

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Mit dem richtigen Blutdruckmessgerät können Sie Ihre Werte auch zu Hause überprüfen.

Foto: GettyImages/Nico De Pasquale Photography

Mit dem richtigen Blutdruckmessgerät können Sie Ihre Werte auch zu Hause überprüfen.

Blutdruckmessgeräte wollen mit surrenden Lebenszeichen Ihre Gesundheit schützen: Doch wie zuverlässig können diese den eigenen Blutdruck messen? Stiftung Warentest hat die Antwort!

Wer seinen Blutdruck selbst kontrolliert, braucht ein zuverlässiges Messgerät. Stiftung Warentest hat 17 Blutdruckgeräte kritisch geprüft: Doch nur sechs Messgeräte für den Oberarm und ein Modell für das Handgelenk konnten die Experten überzeugen. Wir zeigen, welche Blutdruckgeräte ein sicheres Messergebnis gewährleisten!

Bluthochdruck gilt als stille Gefahr

Bluthochdruck ist kaum spürbar, aber kann unbehandelt zu einer großen Gefahr werden. Ein dauerhaft hoher Blutdruck führt zu einer Schädigung der Blutgefäße und kann das Risiko für einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall erhöhen. Das regelmäßige Messen hilft Bluthochdruck frühzeitig zu erkennen und schnell dagegen vorzugehen. Bei Messwerten ab 140/90 mmHg kann man von Bluthochdruck ausgehen. Dies sollte man jedoch dringend von seinem Hausarzt überprüfen lassen. Auch nach ärztlicher Untersuchung kann die Selbstmessung zeigen, ob die Behandlung mit Medikamenten hilft, den Blutdruck im Rahmen zu halten. Dafür benötigen Sie ein zuverlässiges Messgerät.

Unter Druck zu einem (un-)sicheren Ergebnis

Im Stiftung Warentest wird deutlich, dass nicht alle elektronischen Blutdruckmessgeräte zu empfehlen sind. Die Messgenauigkeit ist besonders wichtig: Dafür haben die Experten alle Modelle jeweils sechsmal bei 32 Testpersonen angewendet. Durch Vergleichs­messungen mit einem Trio aus Queck­silber­säule, Stethoskop und Ober­arm-Manschette kann die Genauigkeit bestimmt werden. Dies ist eine besonders zuverlässige Methode, die Ärzte bereits seit Jahren praktizieren. Alle elektronischen Messgeräte erhalten höchstens ein "gutes" Ergebnis, was jedoch ausreicht, um die Anzeichen für Bluthochdruck zu erkennen.

Sehr positive Ergebnisse konnten die getesteten Modelle in der Handhabung erzielen. Geprüft wurde diese von fünf Laien und einer Fachkraft. Die Geräte lassen sich auch ohne Vorkenntnisse intuitiv bedienen und die beigelegten Anleitungen sind verständlich. Doch nur wer weiß, wie man richtig Blutdruck misst, erhält ein zuverlässiges Ergebnis!

So geht’s: Den Blutdruck richtig messen

Aufgepasst! Nicht nur ein schlechtes Messgerät sorgt für verfälschte Ergebnisse, auch eine fehlerhafte Bedienung kann das Messergebnis beeinflussen. Deshalb sollten Sie stets die Gebrauchsanleitung und folgende Tipps beherzigen:

  1. Für Gleichmäßigkeit sorgen: Messen Sie regelmäßig möglichst zur selben Zeit, etwa morgens vor dem Frühstück oder bevor Sie blutdrucksenkende Medikamente nehmen. Messen Sie immer am selben Arm. Welcher sich besser eignet und wie oft Sie die Messungen durchführen, sollten Sie mit Ihrem Arzt besprechen.
  2. Ruhig werden: Setzen Sie sich vor dem Messen fünf Minuten ruhig hin. Dabei sollten die Beine nebeneinandergestellt und der Rücken entspannt angelehnt werden.
  3. Die Manschette muss richtig sitzen: Für die richtige Messung sollten Sie die Kleidung am jeweiligen Oberarm ausziehen. Hochkrempeln reicht nicht, da dies die Blutzufuhr einschränkt. Außerdem sollte die Manschette nicht zu fest oder locker sitzen.
  4. Die Position prüfen: Bei Geräten für den Oberarm sitzt die Manschette automatisch richtig, wenn der Arm entspannt auf dem Tisch liegt und Ihre Handfläche nach oben zeigt. Ein Handgelenkgerät sollten Sie auf Höhe Ihres Herzens bringen, indem Sie den Arm korrekt anwinkeln.
  5. Ruhig bleiben: Beim Messen sollten Sie Ihren Körper entspannen, um das Ergebnis nicht zu beeinflussen. Sie sollten weder sprechen noch essen und Ihre Arme und Beine ruhig lassen.
  6. Werte sammeln und den Arzt bei Auffälligkeiten informieren: Dokumentieren Sie Ihre Werte, etwa per App oder auf Papier, um stets den Überblick zu behalten. Ein optimaler Blutdruck sollte unter 120/80 mmHg liegen. Bei auffälligen Blutdruckwerten sollten Sie Ihren Arzt informieren.

Hier finden Sie weitere Tipps, wie Sie Fehler beim Blutdruckmessen vermeiden.

Testsieger: Blutdruckgeräte für den Oberarm

Blutdruckgeräte für den Oberarm können die nötigen Messwerte sehr gut erfassen. Denn bei diesen Modellen sitzt die Manschette direkt auf Herzhöhe, wodurch sich viele Messfehler vermeiden lassen. Sechs der zehn getesteten Oberarmgeräte können die Experten mit "gutem" Ergebnis bewerten:

Testsieger: Smartes Handgelenkgerät mit App-Steuerung

Für alle Technikbegeisterten ist das Omron RS7 Intelli IT der optimale Blutdruckbegleiter. Das nutzerfreundliche Handgelenk-Messgerät steht den Oberarmgeräten in keinem Punkt nach. Dank eines smarten Sensors prüft es den Sitz auf Herzhöhe, wodurch sich Messfehler ausschließen lassen. Mithilfe von Bluetooth kann das Messgerät mit dem Smartphone gekoppelt werden. Messwerte könnten über eine kostenlose App automatisch gespeichert und ausgewertet werden. So bekommen Sie einen Überblick, ohne die Werte per Hand mitschreiben zu müssen. Außerdem haben Sie die Werte jederzeit für eine Überprüfung beim Hausarzt parat. Das smarte Blutdruckmessgerät Omron RS7 Intelli IT können Sie für 70 Euro kaufen.

Erschreckendes Forschungsergebnis: Darum verlaufen Covid-19 Erkrankungen bei Bluthochdruckpatienten schwerer! Den Mythos überprüft: Kann ein hoher Salzkonsum das Risiko für Bluthochdruck steigern? Wir haben die Antwort!

Wenn Sie feststellen, dass Sie an Bluthochdruck leiden, können Sie versuchen Ihren Blutdruck ganz ohne Tabletten zu senken. Wir empfehlen Ihnen dennoch einen Besuch beim Arzt, nur der kann die Symptome richtig deuten. Oft verschreiben Ärzte ein blutdrucksenkendes Medikament. Aber wussten Sie, zu welcher Einnahmezeit Blutdrucksenker am besten wirken?

Wenn nichts gegen hohen Blutdruck hilft, steckt vielleicht das Conn-Syndrom dahinter. Davon haben Sie noch nie etwas gehört? Macht nichts! Wir haben für Sie die wichtigsten Fakten über die seltene Hormonstörung zusammengefasst.

Auf unseren Themenseiten finden Sie alles rund um das Thema Herz-Kreislauf-Erkrankungen und weitere spannende Ergebnisse von Stiftung Warentest.

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