23.12.2020 - 14:28

Das kommt auf Sie zu Besuch im Impfzentrum: So läuft die Corona-Impfung ab

Sie möchten wissen, was Sie beim Gang ins Impfzentrum erwartet? Das ist der voraussichtliche Ablauf der Corona-Impfung!

Foto: Getty Images / INA FASSBENDER

Sie möchten wissen, was Sie beim Gang ins Impfzentrum erwartet? Das ist der voraussichtliche Ablauf der Corona-Impfung!

Die meisten von uns müssen noch ein wenig warten, bis sie sich impfen lassen können. Trotzdem macht es Sinn, sich schon mal über den Ablauf der Impfung zu informieren.

Diesen Sonntag wird deutschlandweit mit den Corona-Impfungen begonnen. Zuerst werden Risikogruppen und medizinisches Personal geimpft, der Rest von uns muss noch ein wenig warten. Sie möchten sich trotzdem schon einmal informieren, was da eigentlich genau auf Sie zukommt? Das ist der voraussichtliche Ablauf der Corona-Impfung.

Ablauf der Corona-Impfung: Damit ist zu rechnen

Verschiedene Bundesländer haben bereits Informationen über den Ablauf der Corona-Impfung zur Verfügung gestellt. Im Corona-Impfzentrum, das im Messezentrum in Köln-Deutz eingerichtet wurde, wurde sogar schon ein Testlauf mit 110 Probanden absolviert. Aus den Informationen, die bis jetzt zur Verfügung stehen, lässt sich schließen, dass der Ablauf der Corona-Impfung in etwa so aussehen wird:

Hinweis: Details beim Ablauf der Impfung können regional variieren. Wie genau der Impfprozess abläuft, lässt sich vermutlich erst zuverlässig sagen, nachdem die Impfungen im großen Stil begonnen haben und in den Impfzentren eine gewisse Routine eingekehrt ist. Dieser Artikel kann lediglich eine kleine Vorschau liefern, damit Sie wissen, womit Sie rechnen können.

So läuft die Corona-Impfung ab

Im Vorfeld der Impfung muss ein Termin vereinbart werden. Ein Terminsystem soll voraussichtlich ab Januar zur Verfügung stehen. Es ist nicht möglich, sich ohne Termin impfen zu lassen.

  • Eingangskontrolle: Hier wird Ihre Temperatur gemessen und geprüft, ob ein Termin vereinbart wurde.
  • Registrierung: Hier wird Ihre Impfberechtigung überprüft, außerdem erhalten Sie alle notwendigen Unterlagen: einen Aufklärungsbogen, einen Selbstauskunftsbogen und eine Einwilligungserklärung. Hier zeigen Sie auch Ihren Personalausweis, Ihren Impfpass und etwaige andere Dokumente vor.
  • Warteraum: Im Warteraum können Sie die Dokumente in Ruhe ausfüllen. Außerdem wird ein Informationsvideo gezeigt.
  • Arztgespräch: Sollten Sie noch Fragen zur Impfung haben, können Sie diese im Arztgespräch stellen. Der Arzt überprüft außerdem, ob Sie an diesem Tag fit genug sind, um geimpft zu werden.
  • Eigentliche Impfung: Geimpft wird in voneinander abgetrennten Bereichen. Sie erhalten die Impfung in den linken Oberarm.
  • Beobachtungsraum: Es wird empfohlen, noch 30 Minuten im Beobachtungsraum zu verweilen, damit bei etwaigen Komplikationen (zum Beispiel Kreislaufbeschwerden) sofort reagiert werden kann.
  • Checkout: Jetzt können Sie das Impfzentrum verlassen und nach Hause fahren.

Der ganze Prozess soll 45 Minuten dauern. Nachdem Sie die erste Impfdosis erhalten haben, müssen Sie sich nach 21 Tagen erneut impfen lassen.

Quellen: koeln.de, kreis-soest.de, all-in.de, stmgp.bayern.de, mags.nrw, corona.rlp.de/

Aufklärungsgespräch: Diese Punkte sollte der Arzt ansprechen

Die 45 Minuten, die für die Impfung veranschlagt sind, sind keine lange Zeit – insbesondere, da 30 davon nach der Impfung im Warteraum verbracht werden sollen. Dementsprechend knapp wird wohl auch das ärztliche Aufklärungsgespräch ausfallen. Dennoch gibt es einige wichtige Punkte, die der Arzt ansprechen sollte. Der Focus hat mit Wolf-Dieter Ludwig, dem Vorsitzenden der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft, darüber gesprochen, welche Punkte das sind.

Laut Wolf-Dieter Ludwig soll der Arzt zunächst über den möglichen Verlauf einer Covid-19-Erkrankung aufklären. Weiterhin muss der Patient über die mit der Impfung verbundenen Risiken informiert werden. Es sollte auch nicht verschwiegen werden, dass noch nicht bekannt ist, welche Langzeitfolgen die Impfung haben könnte. Weiterhin sollte über die statistische Aussagekraft der Impfstudien gesprochen werden, d.h. darüber, wie wahrscheinlich es ist, dass man nach der Impfung tatsächlich vor dem Coronavirus geschützt ist. Zu guter Letzt sollte der Patient wissen, dass noch nicht bekannt ist, wie lange die Wirkung der Impfung anhält. Eventuell muss er nach einer gewissen Zeit erneut geimpft werden.

Die Impfungen rücken immer näher: Schon nächste Woche möchte die Bundesregierung mit ihrer Werbekampagne für die Corona-Impfung beginnen. Mehr Neuigkeiten und Informationen über das Coronavirus finden Sie auf unserer Themenseite. Lesen Sie hier zum Beispiel, was Virologe Christian Drosten zur neuen Corona-Mutation aus Großbritannien zu sagen hat.

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