21.12.2020 - 11:16

Infektionsrisiko in der Bahn Studie zeigt: Masken helfen gegen Corona-Ansteckung im Zug

Kann eine Maske das Risiko einer Corona-Ansteckung im Zug verringern? Welchen Einfluss hat die Klimaanlage auf die Ausbreitung des Virus? Eine neue Studie gibt Antworten.

Foto: Getty Images / SBDIGIT

Kann eine Maske das Risiko einer Corona-Ansteckung im Zug verringern? Welchen Einfluss hat die Klimaanlage auf die Ausbreitung des Virus? Eine neue Studie gibt Antworten.

Die Weihnachtsfeiertage stehen vor der Tür und viele, die trotz Lockdown ihre Familie besuchen, sind auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen. Kann eine Maske das Corona-Infektionsrisiko im Zug eindämmen?

Die Weihnachtsfeiertage stehen vor der Tür und obwohl davon abgeraten wird, zu verreisen, gibt es viele, die auf das Beisammensein mit der Familie trotz Lockdown nicht verzichten möchten. Da nicht jeder über ein eigenes Auto verfügt, sind viele darauf angewiesen, ihre weihnachtliche Reise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu unternehmen. Ungeschlagener Favorit: die Bahn. Gleichzeitig sorgen sich viele: Wird die Fahrt in ausgelasteten Zügen jegliche vor der Reise ergriffene Sicherheits- und Isolationsmaßnahmen ad absurdum führen? Wie groß ist das Risiko, sich mit dem Virus zu infizieren? Und helfen Masken gegen eine Corona-Ansteckung im Zug? Eine neue Studie liefert eine Antwort auf die letzte Frage.

Masken verringern Risiko einer Corona-Ansteckung im Zug

Bereits Ende November hatte die Deutsche Bahn neue Corona-Regeln erlassen. Unter anderem sind nur noch Fensterplätze buchbar, so dass mehr Abstand zwischen den Passagieren eingehalten werden kann. Auch die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in den Zügen ist bereits seit Langem in Kraft. Doch kann das Tragen einer Maske das Risiko einer Corona-Ansteckung im Zug wirklich verhindern?

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und die Deutsche Bahn untersuchen in einer neuen Studie die "Ausbreitungswahrscheinlichkeit von Aerosolen im Fahrgastraum von Schienenfahrzeugen". Durch Messungen in einem ICE kommen sie zu dem Schluss, dass die Verbreitung von Tröpfchen und Aerosolen, die das hochansteckende Coronavirus beinhalten können, im Zug vor allem direkt und mit begrenzter Wegstrecke stattfindet. Da das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung nach wie vor als wirksame Möglichkeit gilt, die Verbreitung der Tröpfchen und Aerosole einzudämmen, ist die Maßnahme natürlich auch im Zug effektiv.

Und was ist mit der Klimaanlage?

Befürchtungen, dass sich das Virus über die Klimaanlage im gesamten Zug verbreitet, konnten hingegen nicht bestätigt werden. Da die Klimaanlage mit Frischluft arbeitet und die Aerosole dadurch verdünnt, spielt sie der Studie zufolge keine Rolle bei der Verbreitung von Aerosolen. Im Durchschnitt wird die Luft in einem ICE alle 7 Minuten komplett erneuert. Eine Erhöhung der Frischluftzufuhr führte nicht zu einer weiteren Eindämmung der Ausbreitung von Partikeln.

Die vollständige Studie kann hier als PDF heruntergeladen werden: Luftqualität in Schienenfahrzeugen (LUQAS). Untersuchungen zur Ausbreitungswahrscheinlichkeit von Aerosolen im Fahrgastraum von Schienenfahrzeugen

Mehr Neuigkeiten und Informationen über das Coronavirus finden Sie auf unserer Themenseite. Beunruhigende Nachrichten gibt es derzeit aus Großbritannien: Macht eine neue Corona-Mutation den Impfstoff wirkungslos?

Hier gibt es außerdem allerlei Wissenswertes zum Thema Maske. Wissen Sie zum Beispiel, wie lange man so eine FFP2-Maske eigentlich tragen kann? Und welcher Trick hilft gegen das Beschlagen der Brille beim Tragen einer Corona-Maske? Außerdem wissenswert: Ja, der Mundschutz kann krank machen – aber anders, als viele denken.

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