10.12.2020 - 13:32

56 Tage nüchtern Trockene Feiertage: Diese Einschränkung bringt der russische Corona-Impfstoff mit sich!

In Russland haben die Massenimpfungen mit dem Corona-Impfstoff Sputnik V begonnen. Kritische Forscher bemängeln die unsichere Datenlage – und dann gibt es da noch eine andere Einschränkung, die vielen nicht schmeckt: Während des Impfprozesses soll für 56 Tage auf Alkohol verzichtet werden.

Foto: imago images/ITAR-TASS

In Russland haben die Massenimpfungen mit dem Corona-Impfstoff Sputnik V begonnen. Kritische Forscher bemängeln die unsichere Datenlage – und dann gibt es da noch eine andere Einschränkung, die vielen nicht schmeckt: Während des Impfprozesses soll für 56 Tage auf Alkohol verzichtet werden.

Die Massenimpfungen mit dem russischen Corona-Impfstoff Sputnik V haben begonnen. Doch diese Einschränkung wird vielen Russen gar nicht schmecken…

Ein Impfstoff aus Russland…? Ach ja, da war ja was! Nachdem mehrere Impfstoffe verschiedener Hersteller in den letzten Monaten phänomenale Resultate erzielt hatten, hoffen wir in Deutschland jetzt darauf, dass diese bereits ab 2021 flächendeckend zum Einsatz kommen werden. In Großbritannien haben die Massenimpfungen dank einer Notfallzulassung sogar bereits begonnen.

Ein wenig in Vergessenheit geraten ist darüber der russische Corona-Impfstoff Sputnik V. Dieser wurde in Russland bereits im August staatlich registriert, nach Informationen des russischen Gesundheitsministeriums hatten Anfang Dezember bereits um die 100.000 Menschen die Impfung erhalten. Jetzt wurde allerdings eine Einschränkung bekannt, die so manchem Russen gar nicht schmecken dürfte: Offenbar darf man vor dem Erhalten des Corona-Impfstoffs aus Russland fast 2 Monate lang keinen Alkohol konsumieren!

Corona-Impfstoff aus Russland erfordert Alkohol-Verzicht

Die Massenimpfungen mit dem russischen Corona-Impfstoff Sputnik V begannen am zweiten Adventswochenende. Wie die Apotheken-Umschau berichtete, impften insgesamt 70 Kliniken mehr als 25.000 Freiwillige. Wissenschaftler kritisieren die Massenimpfungen als verfrüht: Offenbar liegen bisher noch nicht genügend Daten vor, was die Sicherheit der Impfung in Frage stellt. Die russische Regierung weist derartige Zweifel zurück.

Nun gibt es allerdings noch ein anderes Problem, das Sputnik V mit sich bringt. Es ist keine Nebenwirkung im klassischen Sinn – nichtsdestotrotz dürfte es für viele eine große Einschränkung darstellen: Da es 42 Tage dauert, bis sich eine Immunität aufbaut, können sich Geimpfte in diesem Zeitraum nach wie vor mit dem Coronavirus infizieren. Es wird deshalb dazu geraten, während dieser 42 Tage die eigenen Kontakte zu reduzieren – und ganze 56 Tage auf den Konsum von Alkohol zu verzichten.

42 Tage sind nicht genug

Wie der Sender Euronews berichtete, rät Russlands oberste Amtsärztin Anna Popowa strikt von Alkoholkonsum während des kritischen Zeitraums ab: "Alkohol weder davor, noch danach, noch während. Einfach nie und unter keinen Umständen", so die Ärztin. Ursprünglich waren "nur" 42 Tage Alkoholabstinenz veranschlagt gewesen, also so lange, wie auch die Phase der Kontaktminimierung andauern soll. Anschließend hatte Anna Popowa den Zeitraum jedoch verlängert. Der Grund dafür: Der Körper benötige mindestens zwei Wochen, um sich auf die Wirkung des Impfstoffs vorzubereiten.

Das Jahresende begießen? Fehlanzeige!

Als ob die Anordnung einer beinahe zweimonatigen Abstinenz nicht schon schlimm genug wäre, fällt die Hiobsbotschaft auch noch in die Vorweihnachtszeit – und dürfte damit mit allzu enthusiastischen Plänen für die Weihnachtsfeiertage und Neujahr kollidieren. Nicht nur, dass die 42-tägige Isolation ausschweifende Feiern mit Freunden und Familienmitgliedern verhindert. Auch, sich die Situation "schön zu trinken", ist jetzt nicht mehr drin.

In den sozialen Medien hatten viele Russen die Einschränkungen, die mit der Impfung einhergehen, harsch kritisiert. Viele erachten das Einhalten der Empfehlungen als unmöglich und fragen sich, ob nun ausschließlich Kinder und alte Menschen geimpft werden – in anderen Worten: die Bevölkerungsgruppen, die das Alkoholverbot am wenigsten hart trifft.

Auch die russischen Experten sind sich bezüglich des Alkoholverbots nicht einig. Während die oberste Amtsärztin Anna Popowa strikt von Alkohol abrät, ist beispielsweise Alexandr Guintsburg, Direktor des Gamaleja-Zentrums, das den Impfstoff entwickelt, der Meinung, ein Glas Champagner würde niemandem schaden. Vom russischen Nationalgetränk Vodka hingegen rät auch er ab.

Mehr Neuigkeiten und Informationen über das Coronavirus finden Sie auf unserer Themenseite. Unter anderem erfahren Sie hier, warum ein bestimmter Corona-Impfstoff für Allergiker ungeeignet sein könnte. Eine neue Studie zeigt außerdem: Masken senken das Infektionsrisiko drastisch! Kein Wunder, dass Kanzlerin Angela Merkel bei ihrer emotionalen Corona-Rede im Bundestag erneut auf die Wichtigkeit der Mund-Nasen-Bedeckungen hinweist.

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