Aktualisiert: 03.12.2020 - 21:07

Auf den Zahn gefühlt Gesunde Zähne sind Herzenssache: Die richtige Zahnbürste macht es möglich

Gesunde Zähne bis ins hohe Alter: Mit einer elektrischen Zahnbürste ist das möglich.

Foto: iStock.com/isayildiz

Gesunde Zähne bis ins hohe Alter: Mit einer elektrischen Zahnbürste ist das möglich.

Auf die richtige Zahnreinigung kommt es an. Trotz regelmäßigem Zähneputzen bleiben oft Essensreste und Bakterien im Mund zurück und verursachen auf Dauer schmerzhaften Schaden. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihre Mundhygiene verbessern und welche elektrische Zahnbürste dabei hilft.

Wer geht schon gern zum Zahnarzt? Dabei wünscht sich jeder gesunde Zähne und ein attraktives Lächeln. Nur mit einer sorgfältigen Mundhygiene kann die Gesundheit von Zähnen und Zahnfleisch erhalten bleiben. Mit dem richtigen Zähneputzen ersparen Sie sich den ein oder anderen unbeliebten Besuch beim Zahnarzt. Wir zeigen Ihnen, mit welchen einfachen Tipps ihre Zähne bis ins hohe Alter gesund und strahlend bleiben.

Zähne putzen muss gelernt sein

Zähne putzen ist wichtig, da sind sich alle einig. Trotz regelmäßiger Mundhygiene erkranken circa 99 Prozent der Erwachsenen in Deutschland mindestens einmal in ihrem Leben an Karies. Wie kann das sein? Können wir alle nicht richtig Zähne putzen? Grundsätzlich gilt: Das gründliche Entfernen von bakteriellen Zahnbelägen, dem sogenannten Plaque, hilft Karies und Zahnfleischentzündungen vorzubeugen. Leider ist das richtige Zähneputzen gar nicht so einfach: Die falsche Zahnbürste, die falsche Putztechnik oder eine geringe Putzdauer sorgen dafür, dass Bakterien im Mund zurückbleiben. Diese greifen den Zahn und das Zahnfleisch an und können zu schmerzhaften Krankheiten führen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie das verhindern!

Die fünf goldenen Regeln des Zähneputzens

Die optimale Mundhygiene können Sie gezielt beeinflussen. Mit der richtigen Technik und etwas Geduld werden Sie zum Zahnputz-Profi. Prof. Dietmar Oesterreich, Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer, erklärt, wie die gründliche Zahnreinigung gelingt:

  • Oft genug: Zweimal täglich sollten Sie Ihre Zähne putzen. Das lernt man schon als Kind. Jedoch kommen Zahnbürsten nur an die Zahnoberflächen. Für die Zahnzwischenräume empfiehlt der Experte eine tägliche Reinigung mit Zahnseide* oder speziellen Interdentalbürsten*.
  • Lang genug: Jedes Gebiss benötigt eine andere Pflege, deshalb sind Faustregeln für die Putzdauer immer mit Vorsicht zu betrachten, so der Professor. In weniger als drei Minuten ist gutes Zähneputzen in der Regel aber nicht zu schaffen.
  • Eine feste Routine: Hier sollte sich jeder eine eigene Reihenfolge überlegen. Indem man zum Beispiel links unten anfängt und sich nach rechts oben vorarbeitet, verhindert man, dass gewisse Zähne vergessen werden. Klug gelöst!
  • Mit System: Außenfläche, Innenfläche, Kaufläche – Jeder Zahn sollte von allen drei Seiten ausgiebig geputzt werden, um Zahnbelag zu entfernen.
  • Mit wenig Druck: Wer mit zu viel Druck seine Zähne putzt, riskiert, dass das Zahnfleisch verletzt wird und anfängt zu bluten. Das kann im schlimmsten Fall sogar zu schmerzhaftem Zahnfleischrückgang führen.

Positive Effekte elektrischer Zahnbürsten

Der Hype um die elektrischen Zahnbürsten wird immer größer. Mittlerweile gibt es bereits Zahnbürsten mit passender Smartphone-App. Doch ist so viel Hightech in der Mundhygiene wirklich von Vorteil?

Forscher der Universität Köln haben 52 internationale Studien ausgewertet und die Ergebnisse zusammengefasst. Demnach kann eine bessere Wirksamkeit der elektrischen Zahnbürsten gegenüber Handzahnbürsten nachgewiesen werden. Je nach Modell können Probanden mit elektrischen Zahnbürsten bis zu 70 Prozent mehr Plaque entfernen als die Testgruppe mit Handzahnbürsten.

Für gute Ergebnisse ist vor allem die Zahnputzdauer und -technik entscheidend. Dafür bietet die elektrische Zahnbürste mehrere Vorteile: Bei gleicher Zeit entfernt sie mehr der schädlichen Bakterien als eine Handzahnbürste, da sie eine kreisende Putztechnik unterstützt. Die meisten Modelle verfügen über eine Zeitanzeige, die durch Vibrieren oder Geräusch die Mindest-Putzdauer von drei Minuten kennzeichnet. Die neusten elektrischen Zahnbürsten können zusätzlich den richtigen Druck messen und durch passende Apps das Zahnputzverhalten aufzeichnen. Diese spielerische Erfolgskontrolle wirkt motivierend und kann so zu einer gesunden Mundhygiene beitragen.

Diese elektrischen Zahnbürsten überzeugen

Komplexe Mini-Computer, die die Mundhygiene mit intelligenten Sensoren erleichtern sollen. Stiftung Warentest hat elektrische Zahnbürsten in allen Preisklassen getestet und kam zu einem überraschenden Ergebnis. Guter Allrounder, Hightech-Wunder oder günstige Alternative – welches Modell am besten zu ihren Ansprüchen passt, erfahren Sie hier:

Der Testsieger

Unschlagbarer Testsieger ist die Philips Sonicare 9300 Diamond Clean Smart*. Zum Preis von rund 200 Euro befreit sie die Zähne mit fünf unterschiedlichen Programmen und Putz-Timer sehr gut von Belägen. Dabei erkennt die Zahnbürste den Bürstenaufsatz und wählt automatisch das entsprechende Putzprogramm. Leider sind neue Bürstenaufsätze* mit knapp 8€ sehr teuer.

Für eine sanfte Reinigung sorgt der eingebaute Drucksensor, der vor zu starkem Druck durch akustisches Feedback warnt. Mit einer Akkulaufzeit von zwei Wochen und einem Reise-Etui eignet sich diese elektrische Zahnbürste auch für längere Reisen. Für zu Hause verfügt diese Zahnbürste über ein Ladeglas, dass gleichzeitig als Zahnputzbecher verwendet werden kann. Besonderes Highlight: Per Bluetooth lässt sich die Zahnbürste mit einer Smartphone-App verbinden, die das Zahnputzverhalten analysiert.

Das Hightech-Wunder: Beste Putz-App

Nur knapp hinter dem Testsieger landet die Braun Oral-B Genius X*, die bereits ab 130 Euro zu kaufen ist. Diese Zahnbürste kann durch sechs verschiedene Reinigungsprogramme und seine intelligente Zahnputz-App überzeugen. Bewegungssensoren erkennen während des Putzens die genaue Position der Zahnbürste und übertragen diese auf Ihr Handy. So sehen Sie, welche Zähne Sie noch reinigen sollten. Weiterer Pluspunkt: Integrierte Drucksensoren leuchten auf, wenn Sie zu viel Druck ausüben und reduzieren automatisch die Putzgeschwindigkeit, um Ihr Zahnfleisch zu schützen. Auch hier erhalten Sie ein smartes Reise-Etui, lediglich auf das Ladeglas müssen Sie verzichten. Bei diesem Modell gibt es die Bürstenköpfe* bereits ab 3 Euro pro Stück nachzukaufen.

Für Sparfüchse

Zu einem überraschenden Ergebnis kam die Studie vor allem bei den günstigen Modellen. Denn auch diese konnten im Test durch eine gründliche Reinigung der Zähne überzeugen. Gewisse Extras können die Zahnbürsten jedoch nicht bieten: Es fehlt eine Vielzahl an unterschiedlichen Reinigungsprogrammen, die Warnung bei zu starkem Aufdrücken und eine zusätzliche App. Wer auf diese Hilfen verzichten kann oder sich erst einmal an der elektrischen Reinigung ausprobieren möchte, für den ist die Amazon Solimo Rechargeable Toothbrush* für 26€ eine gute Alternative.

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Mit der richtigen Zahnbürste, einer guten Putztechnik und einer passenden Zahnpasta, ebenfalls getestet von der Stiftung Warentest, können Sie bei Ihrer Mundhygiene nichts mehr verkehrt machen. Oder vielleicht doch? Machen Sie den Zahnpflege-Test . Sollte man eigentlich vor oder nach dem Frühstück Zähne putzen? Wir haben die Antwort! Außerdem zeigen wir Ihnen, warum man ab einem gewissen Alter besonders anfällig für Karies ist: Wie können Sie sich vor Alterskaries schützen?

Weitere spannende Themen zur Zahngesundheit und Testergebnisse von Stiftung Warentest finden Sie auf unseren Themenseiten.

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