14.12.2020 - 15:08

Vitamin-Präparate Nicht mehr müde und wieder mehr Energie dank Nahrungsergänzungsmitteln? Der Test mit Orthomol, LaVita & Co!

Welche Vitamin-Booster helfen uns, fit und munter durch die kühlere Jahreszeit zu kommen? Wir haben einige getestet.

Foto: iStockcom/nensuria

Welche Vitamin-Booster helfen uns, fit und munter durch die kühlere Jahreszeit zu kommen? Wir haben einige getestet.

Herbstzeit und schon geht direkt wieder die Gähnerei los! Was ist denn nur los mit uns? Was steckt dahinter und vor allem: was hilft? Wir haben verschiedene Mittelchen getestet.

Draußen wird es grauer und kühler und wir immer schlapper. Was steckt hinter diesem Phänomen? Und vor allem: Was können wir dagegen tun? Die BILD der FRAU-Redaktion hat sich mal einige der am Markt erhältlichen Muntermacher-Präparate vorgenommen und beleuchtet. Mit welchen Mittelchen kommen wir am besten fit und munter durch die kalte Jahreszeit? Der Vitaminpräparate-Test!

Warum sind wir eigentlich im Herbst und Winter so müde?

Wenn die Tage im Herbst und Winter kürzer werden, schüttet unser Körper vermehrt Melatonin aus. Dieses Hormon wird bei Lichtmangel oder Dunkelheit in der sogenannten Zirbeldrüse im Gehirn gebildet und steuert unseren Schlaf-Wach-Rhythmus. Das macht uns müde – und miese Stimmung noch dazu. Denn an der Melatoninbildung ist zudem der Neurotransmitter Serotonin beteiligt, auch bekannt als Glückshormon.

Wird vermehrt Melatonin gebildet, sinkt gleichzeitig der Serotonin-Spiegel und mit ihm die Stimmung. Wie sorgen wir also für mehr Energie? Für unsere körperliche und geistige Leistungsfähigkeit ist unter anderem das Vitamin B12 von großer Bedeutung. Doch wie bei allen Mikronährstoffen kommt es auf das Zusammenspiel mit anderen Nährstoffen an, damit alles richtig aufgenommen und vom Körper genutzt werden kann.

Einen richtigen Energieboost erhalten wir also, indem wir unseren Nährstoffbedarf optimal ausgleichen, vor allem genügend Mikronährstoffe, also Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente zu uns nehmen. Doch so viel und so ausgewogen können wir nicht immer essen. Manchmal ist unser Bedarf auch erhöht, es liegt eine Lebensmittelallergie vor oder wir verzichten auf Fleisch. Für Fleischlos-Esser ist etwa der Mangel an Vitamin B12 schon fast vorprogrammiert.

Welche Vitamin-Booster bescheren uns wieder mehr Energie?

Heutzutage haben wir es wirklich einfach: Der Nahrungsergänzungsmittel-Markt boomt. Fit und munter durch den Herbst – mit nur einem Schluck dieses Wundertrunks! Ausgeschlafen und wach durch den Tag – diese Tablette macht’s!

Das Angebot ist groß und bunt. Aber auf welches Mittel soll man denn nun setzen? Wir haben uns einmal durch einige Mittelchen durchgetestet – mit unseren Kriterien, um eine gute Vorauswahl treffen zu können. Hier teilen wir unsere Ergebnisse mit Ihnen: Welchem Präparat vertrauen wir, was könnte uns wach machen und mehr Energie bescheren?

Getestet haben wir die unterschiedlichsten Mittel – vom günstigen Smoothie und der Drogerie-Eigenmarke über den namhaften Vitaminboost aus der Apotheke bis hin zum rundumversorgenden Mikronährstoffkonzentrat.

Diese Supplements haben wir im Test unter die Lupe genommen:

  • Mivolis B12 Vitamin-Kur von dm
  • altapharma Vitamin B12 Kur von Rossmann
  • Rabenhorst
  • Smoothie-Shots
  • LaVita
  • Orthomol iCare
  • CEFAVIT B12 Stix Granulat
  • Centrum A-Z

Und hier sind unsere Test-Ergebnisse:

Produkt: Cefavit B12 Stix
• Direktgranulat in 45 Portionsbeuteln
• Geschmack:
Der leicht süßliche Geschmack nach Himbeeren lässt das Zuckerschnutenherz höher schlagen.
• Einnahme und Praktikabilität: Das Granulat kann aus den Portionsbeutelchen ohne zusätzliches Wasser direkt eingenommen werden. Somit eignen sich die Stix also bestens zum Mitnehmen und lassen sich überall leicht schlucken, lösen sich sofort im Mund auf.
• Preis/Leistung: 10,36 Euro in einer Online-Apotheke – mit 0,23 Euro pro Tagesportion ist das Vitaminpräparat recht günstig, es enthält allerdings auch ausschließlich Vitamin B12 als Vitalstoff und reicht mit der Anzahl der Sticks in der Packung für immerhin 45 Tage.
• Vitalstoff-Inhalt/Zusammensetzung: Vitamin B12 mit 400 µg, also hochdosiert, denn das sind 16.000 Prozent der empfohlenen Tageszufuhr (Nährstoffbezugswert nach LMIV).
• Vertrauen: Uns war das Produkt bislang nicht bekannt. Ein Produkt aus der Apotheke genießt zunächst einen gewissen Vertrauensvorschub.
• Natürliche Zutaten: Das portionierte Direkt-Granulat ist praktisch und leicht zu handhaben. Der Himbeergeschmack versüßt zwar das Ganze, doch macht der auch die Künstlichkeit sehr deutlich. Der Hersteller verspricht eine besonders gute Resorptionsmöglichkeit des enthaltenen B12, da das Granulat bereits in der Mundschleimhaut aufgenommen werden kann. Es kommen eine natürliche Vitamin-B12-Verbindung zum Einsatz, Methylcobalamin, die der Körper direkt verwerten kann und außerdem, Cyanocobalamin, was in der Natur kaum vorkommt. Die dem Präparat zudem beigemischten Füll- und Trägerstoffe wie Cellulose, Stärke und die geschmacksverstärkende Citronensäure sind nicht explizit gesundheitsförderlich. Der Hersteller weist das Produkt als glutenfrei sowie ohne Zusatz von Allergenen, Farbstoffen, Gelatine oder Hefe aus.
• Nachhaltigkeit: Das Praktische an den Stix birgt in puncto Nachhaltigkeit auch gleich einen Minuspunkt in sich, denn im kleinen Pappschächtelchen schlummern 45 einzeln verpackte Portionsbeutel. Ein großer Pluspunkt: Das Produkt ist zu 100 Prozent vegan.

Produkt: altapharma Vitamin B12 Kur von Rossmann
• Packung mit zehn 100-ml-Fläschchen
• Geschmack:
Leichte Süße und Prickeln mit einem Hauch von Erdbeere im Abgang machen die Einnahme ganz lecker und angenehm.
• Einnahme und Praktikabilität: Das Öffnen und die Anwendung des Mixprozesses ist nicht ganz selbsterklärend. Auf der Packung wird alles gut beschrieben, doch es bringt einen leichten Umstand mit sich. Die Bestandteile werden erst vor der Einnahme gemixt.
• Preis/Leistung: 6,81 Euro beim Drogerie-Discounter – 68 Cent pro Fläschen und Tagesration
• Vitalstoff-Inhalt/Zusammensetzung: Mit den enthaltenen 500 µg des Vitamin B12 werden satte 20.000 Prozent der empfohlenen Tageszufuhr abgedeckt. Die B12-Speicher können so gut aufgefüllt werden. Allerdings wird das kostengünstigere Cyanocobalamin verwendet, das in der Natur kaum vorkommt und vom Körper zuerst in mehreren Schritten umgewandelt werden muss, um verwertbar zu sein. Begleitet wird das B12 von jeweils 15 Prozent der empf. Tageszufuhr an Vitamin B1, Vitamin B2, sowie Vitamin B6, die alle gemeinsam zu einem normalen Energiestoffwechsel beitragen. (Nährstoffbezugswert nach LMIV) Außerdem enthalten sind zwei Aminosäuren, nämlich L-Glutamin (wichtig für die Energiegewinnung) und L-Serin (wichtig für die geistige Leistungsfähigkeit).
• Vertrauen: Die etwas breitere Zusammensetzung des Produkts lässt auf einen Energieeffekt hoffen. Der Zuckerzusatz sowie die Konservierungsstoffe machen einen negativen Eindruck.
• Natürliche Zutaten: Der Hersteller weist das Produkt als laktose- und glutenfrei aus und dass es für Veganer geeignet ist. Zuckerzusatz und Konservierungsstoffe unterstreichen die chemische Note.
• Nachhaltigkeit: An den zehn einzelnen Fläschchen ist ordentlich viel Plastik zu finden. Zudem ist eine kleine Plastik-Drehhilfe enthalten, die den zugegebenermaßen etwas beschwerlichen Öffnungsprozess erleichtert. Insgesamt zu viel Plastik – ein großer Minuspunkt für das Produkt.

Produkt: Centrum von A bis Zink
• Dose mit 30 Tabletten
• Geschmack: Die Tablette schmeckt neutral, nicht besonders gut, aber glücklicherweise auch nicht schlecht.
• Einnahme und Praktikabilität: Die Tablette lässt sich direkt einnehmen, ohne Einrühren – allerdings fällt das Schlucken einer solch großen Tablette schwer, auch selbst zusammen mit einem Schluck Wasser und die Tablette “windschnittig” geformt ist. Für alle mit ähnlichen Probleme beim Schlucken, hat die Tablette eine kleine Einkerbung, an der sie sich 2 Teile brechen lässt.
• Preis/Leistung: Das Präparat kostete 10,74 Euro in einer Apotheke vor Ort – das macht 36 Cent pro Tablette, also eine überschaubare Investition in die Gesundheit.
• Vitalstoff-Inhalt/Zusammensetzung: "Von A bis Zink" – der Name hält, was er verspricht: Es sind alle lebensnotwendigen Vitamine und wichtige Mineralstoffe sowie Spurenelemente enthalten. Jede Tablette deckt den empfohlenen Tagesbedarf der enthaltenen Mikronährstoffe unterschiedlich ab: von 18% bei Phosphor bis hin zu 143 Prozent bei Vitamin-B6. V
• Vertrauen: Das Produkt ist bereits seit Jahrzehnten ein Begriff. Wenn sich ein Präparat derart lang hält am Markt, muss vielleicht auch was dran sein.
• Natürliche Zutaten: Eine Tablette einzunehmen hat immer auch etwas von Medizin. Einerseits schwingt bei Gedanken an Medizin vielleicht auch direkt die Hoffnung “das hilft mir” mit. Aber ganz klar bedeutet Medizin auch Chemie und ist weit von jeglicher Natürlichkeit entfernt. Laut Hersteller müssen keine Broteinheiten (BE) beachtet werden, zudem ist das Produkt gluten- und laktosefrei.
• Nachhaltigkeit: Etwas unnötig ist, dass die Tablettendose aus Plastik nochmal zusätzlich in einen Pappschachtel verpackt wird, vielleicht zu Werbezwecken für bessere Sichtbarkeit, aber nicht nachhaltig. Positiv: Die Tabletten sind nicht einzeln verpackt.

Produkt: orthomol i-care

• Pappkartonbox mit 30 Doppel-Portionstütchen für Granulat und Kapseln
• Geschmack:
Nach dem Auflösen schmeckt das Granulat angenehm, leicht süßlich nach Brause – mit Blutorangengeschmack. Die beiden Kapseln, die man mit dem aufgelösten Granulat zusätzlich schluckt, schmecken nach nichts.
• Einnahme und Praktikabilität: Das Granulat löst sich nicht ganz von selbst auf, nach etwas Umrühren dann schon. Die Kapseln lassen sich leicht schlucken. Das Produkt soll bevorzugt kühl und trocken aufbewahrt werden, eignet sich also nicht so gut für unterwegs.
• Preis/Leistung: Das Produkt ist mit 51,99 Euro in einer Online-Apotheke die größte Gesundheits-Investition im Test. Pro Tagesportion Granulat plus 2 Kapseln kommt man auf ca. 1,70 Euro. Das ist recht viel, allerdings bekommen Sie auch ordentlich was für Ihr Geld – nämlich ein Füllhorn an Mikronährstoffen mit Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen, Omega-3-Fettsäuren und sekundären Pflanzenstoffen.
• Vitalstoff-Inhalt/Zusammensetzung: 13 verschiedene Vitamine, 7 Mineralstoffe und Spurenelemente, 6 Pflanzenextrakte plus Pflanzenstoffe und Omega-3-Fettsäuren – hier wartet die geballte Ladung an Mikronährstoffen. Eine Tagesportion deckt die empfohlene Zufuhr der enthaltenen Mikronährstoffe unterschiedlich stark ab: von 27 Prozent an Magnesium bis hin zu 388 Prozent an Vitamin C.
• Vertrauen: orthomol steht schon lange Jahre für qualitativ hochwertige Nahrungsergänzungsmittel, vor allem rund um das Immunsystem.
• Natürliche Zutaten: Der Beipackzettel präsentiert viele natürliche Zutaten, wie Granatapfel- oder Ingwer-Extrakt, Rote Bete Pulver. Allerdings auch Zucker und Citronensäure. Der Hersteller gibt das Produkt als lactose- und glutenfrei an, durch die Kapseln, die Fischöl enthalten und aus Gelantine vom Rind bestehen, ist es nicht vegan.
• Nachhaltigkeit: Eine große Pappkartonbox enthält die 30 Tagesrationen, die alle einzeln verpackt sind in einem kleinen Twinset. An einem etwas größeren Tütchen mit dem Granulat, hängt noch ein etwas kleineres, welches die beiden Kapsel mit den Pflanzenextrakten und den Omega-3-Fettsäuren enthält. Somit ein großer Minuspunkt für den Berg an Verpackungsmaterial, der am Ende übrig bleibt.

Produkt: Mivolis Vitamin B12 Kur von dm
• Packung mit zehn 100-ml-Fläschchen
• Geschmack:
Die Vitamin B12-Kur von dm prickelt interessant auf der Zunge und schmeckt angenehm nach Waldbeeren.
• Einnahme und Praktikabilität: Die kleinen Fläschchen lassen sich wunderbar einfach mal so mitnehmen. Einfach einmal fest zudrehen, damit das Vitaminpulver frisch in die Flüssigkeit in der Flasche gelangt, kräftig schütteln und runter damit.
• Preis/Leistung: Eine Vitaminkur mit 10 Fläschchen kostet bei dm etwas über 5 Euro – also 50 Cent pro Tag für einen Wach-Boost durch die Extraladung Vitamin B12. Diese Kuren sind allerdings nur für eine kurzzeitige Einnahme in schweren Zeiten gedacht.
• Vitalstoff-Inhalt/Zusammensetzung: Der Wirkstoff in der Kur ist – anders als in der Kur von Drogeriekonurrent Rossmann – ausschließlich Vitamin B12 in Form vom kostengünstigen Cyanocobalamin – davon aber eine ganze Menge. Die 50 µg, die in der Tagesportion gelöst werden, übersteigen die empfohlene Tagesdosis um ein Zehnfaches. Jedoch ist es auch hier so: Cyanocobalamin muss erst in mehreren Schritten vom Körper umgewandelt werden. Überdosieren lässt sich Vitamin B12 übrigens bei gesunden Personen nicht, da ein Zuviel einfach ausgeschieden wird. Nur wer unter Lebermetastasen leidet, sollte dringend ärztlichen Rat einholen.
• Vertrauen: Mivolis ist den meisten wohl noch kein allzu großer Begriff: Die Eigenmarke von dm hieß bis 2019 noch “Das gesunde Plus”. Der Hersteller weist das Produkt explizit für Veganer aus, die allein aufgrund ihrer Ernährung eher dem Risiko eines Vitamin-B12-Mangels ausgesetzt sind. Die Aufmachung der kleinen Fläschchen erinnert an Ampullen, die wohl suggerieren sollen: “Du hast hier Medizin vor dir”.
• Natürliche Zutaten: Nebst Hauptbestandteil Wasser mit Fruktose und Saftkonzentraten sowie der großen Ladung an Cyanocobalamin besteht die Kur noch aus Mannit als Füllstoff,Kaliumsorbat als Konservierungsstoff, Verdickungs- und Trennmitteln. So richtig natürlich ist das Ganze damit leider nicht.
• Nachhaltigkeit: Leider gibt’s hier dicken Punktabzug: Die kleinen Fläschchen bestehen aus verschiedenen Plastikarten, allein der Deckel hat nochmal ein kompliziertes Innenleben. Leider gar nicht gut für die Umwelt. Zudem weckt der Karton den Eindruck einer Mogelpackung: Ein kleiner Pappabtrenner zeigt: Da wäre eigentlich Platz für zwei weitere Dosen gewesen...

Rabenhorst “Wohlfühlen” mit Eisen
• Saft in der 700-ml-Flasche
• Geschmack:
Ganz ehrlich: Welcher Saft der Marke schmeckt eigentlich nicht? Obwohl die Rabenhorst-Säfte schon fast Konzentrat-Charakter haben und daher auch wunderbar mit ein bisschen Wasser schmecken, ist der pure Geschmack nicht aufdringlich. Der geteste Mehrfruchtsaft mit Hibiskusblüten-Essenz schmeckt nach Trauben, Himbeeren und Kirschen – so, wie er auch angepriesen wird.
• Einnahme und Praktikabilität: Die große Glasflasche eignet sich am besten für den Hausgebrauch. Rabenhorst-Säfte gibt es aber auch in kleinen Flaschen für unterwegs.
• Preis/Leistung: Knapp 4 Euro kosten 700 ml im Einzelhandel, aufteilen lässt sich der Flascheninhalt auf etwa drei Portionen. Macht etwa 1,30 Euro pro Tag.
• Vitalstoff-Inhalt/Zusammensetzung: Der Saft beinhaltet vor allem Eisen, das die Blutbildung unterstützt und damit “zu einem normalen Energiestoffwechsel” beiträgt. Zusätzlich sind Vitamin C, Vitamin B6 und Vitamin B12 enthalten, die die roten Blutkörperchen erhalten sollen. Vitamin C trägt außerdem zur besseren Aufnahme des enthaltenen Eisens bei.
• Vertrauen: Rabenhorst-Säfte kennen viele von uns schon lange – vor allem bei Kindern beliebt ist die Rotbäckchen-Serie. Die klassische Muttermarke erinnert im Design stark daran.
• Natürliche Zutaten: Der Saft besteht lediglich aus Säften und Fruchtmark sowie Hibiskusessenz. Zugesetzt wurden die Vitamine sowie Eisen in Form von Eisen(II)gluconat. Der enthaltene Zucker stammt aus den Säften selbst.
• Nachhaltigkeit: Der Saft kommt in einer dunklen Glasflasche, die sich über den Altglascontainer entsorgen lässt. Wer täglich ein Glas Saft trinkt, kommt so in der Woche auf 2-3 leere Glasflaschen.

Smoothie-Shots
• Einzelne Fläschen mit ca. 100 ml Inhalt

• Geschmack: Die Smoothie-Shots sind durch einen hohen Ingwer-Anteil sehr scharf, aber lecker. Sicher aber nichts für zartbesaitete Gaumen. Pluspunkt: Sie schmecken nicht künstlich, sondern wie frisch zusammengemixt. Das sieht bei den großen Smoothie-Geschwistern oft anders aus...
• Einnahme und Praktikabilität: So ein kleiner Shot aus der Miniflasche zwischendurch geht immer, lässt sich auch wunderbar mitnehmen.
• Preis/Leistung: Mit 1,50 bis 3 Euro pro Shot summiert sich das ganz schön bei täglichem Konsum.
• Vitalstoff-Inhalt/Zusammensetzung: Die Shots sind in den meisten Fällen vor allem für den Immunboost gedacht und beinhalten allem voran hauptsächlich Vitamin C. Wach machen sie durch ihre Schärfe trotzdem irgendwie, zumindest kurzzeitig.
• Vertrauen: Smoothies kennt der geneigte gesund lebende Mensch mittlerweile ja, Ingwer und Kurkuma gelten als Wunderheilmittel aus der Natur. Das weckt Vertrauen, zumal diese Shots in der Regel sehr natürlich schmecken.
• Natürliche Zutaten: Geworben wird mit natürlichen Zutaten, und so liest es sich auch in der Zutatenliste. Doch ein Beigeschmack bleibt: Können die Vitamine in den meist hellen Flaschen bei langer Lagerung überstehen?
• Nachhaltigkeit: Leider mangelhaft. Viele der Smoothie-Shots kommen in kleinen Plastikflaschen daher. Jeden Tag so ein Fläschchen stellt schon eine enorme Umweltbelastung dar.

LaVita
• Saftkonzentrat aus Obst und Gemüse, mit Kräuterextrakten, pflanzlichen Ölen, Vitaminen und Mineralstoffen in der 500-ml-Flasche
• Geschmack:
Passend zum Frühstück schmeckt das Konzentrat in Wasser gelöst wie ein Multivitaminsaft – aber ohne Zucker. Das mag im ersten Moment gewöhnungsbedürftig sein, ist aber ein toller Gegenpol zu meinem sonst eher süßen Frühstück.
• Einnahme und Praktikabilität: Für zum Mitnehmen ist das Konzentrat leider nichts: Es muss frisch angemischt werden mit Wasser und eignet sich daher vor allem für Zuhause. Durch den Saftcharakter lässt es sich aber wunderbar trinken.
• Preis/Leistung: Die große Flasche mutet mit 50 Euro sehr hochpreisig an. Doch eine solche Flasche beinhaltet auch 50 Portionen: 1 Euro pro Dosis geballte Nährstoffpower klingt dann gleich gar nicht mehr so viel...
• Vitalstoff-Inhalt/Zusammensetzung: LaVita wirbt damit, über 70 rein natürliche Zutaten im Konzentrat zu verarbeiten. Die Rezeptur soll damit vor allem dafür sorgen, dass der Körper mit allem versorgt wird, was er braucht. Das steigert übrigens auch die Aufnahme der einzelnen Mikronährstoffe, die Dosierung der Vitalstoffe orientiert sich dabei an den Empfehlungen der Vitalstofflehre, schreibt der Hersteller. Interessant: Zugefügt sind auch Öle, die dafür sorgen, dass nichtlösliche Mikronährstoffe besser vom Körper aufgenommen werden können. Die Zusammensetzung überzeugt: Hier gehe ich nicht nur ein (Teil-)Problem an, sondern bin gleich rundumversorgt.
• Vertrauen: Das Mikronährstoffkonzentrat von LaVita ist vor allem denen bekannt, die sich sowieso mit gesunder Ernährung auseinandersetzen. Der Hersteller konzentriert sich auf sein einziges Produkt, das sich seit 1999 bewährt hat. Der Geschmack weckt zusätzliches Zutrauen, der trotz fehlendem Zucker doch sehr an den Multivitaminsaft aus der Kindheit erinnert.
• Natürliche Zutaten: Die Zutatenliste ist zwar enorm lang, liest sich aber ohne Stirnrunzeln. Fruchtsaftkonzentrate, Gemüsesaftkonzentrate, milchsauer vergorener Gemüsesaft, Kräuterextrakte, Fuchtpürree, pflanzliche Öle und zugesetzte Vitamine. Explizit wird erwähnt, dass das Produkt frei von Konservierungsstoffen, Farbstoffen, Aromastoffen und Süßstoffen ist und ohne Gentechnik produziert wird. Zudem ist das Mikronährstoffkonzentrat glutenfrei, laktosefrei und vegan, eignet sich damit also auch für Allergiker und tierleidfrei lebende Menschen.
• Nachhaltigkeit: 50 Portionen in einer Glasflasche – damit ist LaVita wohl unser Testsieger in dieser Kategorie. Kleiner Wermutstropfen: Das Mikronährstoffkonzentrat kann ausschließlich bestellt werden. Andererseits: Auch andere Mittel müssen transportiert werden.

Fazit

Die Aufgaben und Wirkungsweisen der einzelnen Mikronährstoffe sind höchst komplex. Jeder übernimmt wichtige Funktionen in unserem Stoffwechsel. Alle zusammen funktionieren wie kleine Zahnrädchen, die ineinandergreifen. Daher gehen wir davon aus, dass wir uns nur wieder energiegeladen und kraftvoll, und eben nicht mehr dauermüde fühlen, wenn wir an mehr als einer Stellschraube drehen. Wenn wir also all unsere Mikronährstoffspeicher wieder auffüllen und uns möglichst breitgefächert mit all den kleinen und doch so lebenswichtigen Stoffen versorgen.

Entsprechend sind unsere Favoriten die beiden in der Zusammensetzung komplexesten Test-Kandidaten, Orthomol i-care und LaVita. Deren größtes Plus ist einerseits generell die Vielfalt an Inhaltsstoffen, aber auch speziell die enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe. Diese bioaktiven Substanzen werden in natürlichen Lebensmitteln auch direkt “mitgeliefert”. Zwar gibt es noch keine verlässlichen Referenzwerte – doch immer mehr epidemiologischen Studien belegen ihre gesundheitsfördernden Eigenschaften, wie beispielsweise eine entzündungshemmende Wirkung. Und stille Entzündungen können schließlich auch ein Grund für Schlappheit und Müdigkeit sein.

Eine Kur eignet sich bestens, um akut leere Mikronährstoff-Speicher aufzufüllen und sich kurzfristig wieder besser zu fühlen. Jedoch bleiben wir, was die breite Versorgung mit all den für uns so wichtigen Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen angeht, am besten langfristig am Ball. Denn mit einer breiten, kontinuierlichen Versorgung mit allen wichtigen Mikronährstoffen tragen wir am besten zu unserem Wohlbefinden und unserer Gesundheit im Ganzen bei.

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Grundvoraussetzung für eine stabile Gesundheit und unser Wohlbefinden ist eine ausgewogene Ernährung. Diese Tipps unterstützen ein starkes Immunsystem und bringen Sie gesund durchs Jahr.

Um möglichst nährstoffreiche Nahrung zu sich zu nehmen, greifen Sie am besten zu Lebensmitteln, die gerade Saison haben. Ein aktuell heißer Tipp: Wintersalat Portulak. Lesen Sie hier, wie gesund und lecker der ist.

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