Aktualisiert: 28.10.2020 - 22:02

Versorgungsengpass? Wegen Corona: Wird der Grippe-Impfstoff knapp?

Corona-Risikogruppen wird geraten, sich gegen Influenza impfen zu lassen. Doch welche Auswirkungen hat das auf die Verfügbarkeit des Impfstoffs? Könnte der Grippe-Impfstoff knapp werden?

Foto: iStock.com/Prostock-Studio

Corona-Risikogruppen wird geraten, sich gegen Influenza impfen zu lassen. Doch welche Auswirkungen hat das auf die Verfügbarkeit des Impfstoffs? Könnte der Grippe-Impfstoff knapp werden?

Corona-Risikogruppen wird derzeit geraten, sich gegen Influenza impfen zu lassen. Könnte dies dazu führen, dass der Grippe-Impfstoff knapp wird?

Um zu vermeiden, gleichzeitig an Corona und Influenza zu erkranken, wird Corona-Risikogruppen geraten, sich in dieser Saison gegen Grippe impfen zu lassen. Viele folgen diesem Ratschlag, der Deutsche Hausärzteverband berichtete bereits Mitte Oktober von einer vergleichsweise frühen und hohen Nachfrage nach der Grippeimpfung. Diese zieht allerdings Konsequenzen nach sich: In vielen Arztpraxen und Apotheken wird der Grippe-Impfstoff knapp, man wartet auf Nachschub. Besteht die Möglichkeit, dass am Ende nicht mehr genügend Grippe-Impfstoff für alle verfügbar ist?

Medien berichten: Grippe-Impfstoff wird knapp

Wie verschiedene Medien, unter anderem die BILD-Zeitung und die Deutsche Apotheker Zeitung, berichteten, kommt es derzeit zu Engpässen bei der Verfügbarkeit des Grippe-Impfstoffs. Die BILD-Zeitung zitiert das Paul-Ehrlich-Institut, das deutsche Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel. Das Institut bestätigte der Zeitung, dass der Impfstoff derzeit teilweise nicht beziehbar sei. Auch nach Aussage des stellvertretenden Landesvorsitzenden des Hausärzteverbandes, Jens Wagenknecht, auf den die DAZ sich beruft, herrscht in den Arztpraxen angespannte Stimmung, da die Impfstoff-Lieferungen auf sich warten lassen.

Dass die erste Lieferung des Grippe-Impfstoffs bereits Mitte Oktober verbraucht war, liegt daran, dass mit dieser vor allem Risikopatienten, beispielsweise die Bewohner von Pflegeheimen, versorgt worden waren. Weiterhin lassen sich dieses Jahr, wie bereits erwähnt, aufgrund der Corona-bedingten Aufforderungen mehr Menschen impfen als sonst, die Nachfrage ist also generell höher. Dies konnte jedoch im Januar, als der Impfstoff der Kassenärztlichen Vereinigung zufolge vielerorts bereits bestellt wurde, noch niemand ahnen. So weit, so nachvollziehbar – aber bedeutet das, dass jene, die es bisher nicht geschafft haben, sich impfen zu lassen, leer ausgehen müssen?

Nachschub soll zeitnah erfolgen

Das Bundesgesundheitsministerium gibt Entwarnung: Laut der Website des Ministeriums wurden für die Influenza-Saison 2020/21 über 26 Millionen Dosen Grippe-Impfstoffe bestellt. Das ist beinahe doppelt so viel wie in der vergangenen Saison mit 14 Millionen Dosen. Mit einem länger andauernden Versorgungsengpass muss offensichtlich nicht gerechnet werden: Nachschub soll laut BILD, DAV und SWR in den nächsten Wochen an die Apotheken und Arztpraxen geliefert werden, ein Großteil der Lieferungen soll bis Mitte November erfolgen.

Mehr über das Coronavirus sowie über Impfungen erfahren Sie auf unseren Themenseiten. Fragen Sie sich zum Beispiel, ob Ihre Symptome für Covid-19, Grippe oder Erkältung sprechen? Hier gibt es die Antwort. Ebenfalls nützlich: Coronavirus und Co: Was sollte ich für Notsituationen wirklich im Haus haben? Oder lesen Sie mehr zur Grippeimpfung und möglichen Nebenwirkungen.

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