Aktualisiert: 28.10.2020 - 10:11

Laut Robert-Koch-Institut Gehen Merkels Lockdown-Pläne zu weit? Denn laut Studie steckt man sich an DIESEM Ort am häufigsten an!

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Wo ist die Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus am höchsten? Wir erklären die RKI-Studie.

Foto: imago images / Ralph Peters

Wo ist die Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus am höchsten? Wir erklären die RKI-Studie.

Die Corona-Pandemie bewegt sich auf einen neuen Infektionszahlenrekord in Deutschland zu. Wo sich Menschen besonders häufig anstecken? Zwei neue Studien wollen es herausgefunden haben.

Die Zahlen der gemeldeten Corona-Neuinfektionen steigen täglich. Infektionsketten nachzuverfolgen wird immer schwieriger. Das Robert Koch-Institut sammelt seit Beginn der Corona-Pandemie Daten darüber, an welchen Orten die meisten Ansteckungen stattfinden und hat dazu eine Statistik veröffentlicht.

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RKI-Statistik: An DIESEM Ort ist die Ansteckungsgefahr am größten!

Wo hat sich wer infiziert? Und wo lauern somit die größten Gefahren, sich selbst anzustecken? Nach Aussage des Robert Koch-Instituts kann nur ca. ein Viertel aller Fälle einem konkreten Ausbruch zugeordnet werden. Der Grund sind die aktuell schwer nachvollziehbaren Infektionsketten. Das war zu Beginn der ersten Pandemiewelle Anfang des Jahres noch anders, hier konnten mehr Fälle einem Ausbruch zugeordnet werden.

Einschränkend muss gesagt werden, dass früher auch weniger getestet wurde und wenn, dann vor allem in Altersheimen oder Krankenhäusern sowie weiteren Einrichtungen mit besonders gefährdeten Menschen.

Außerdem finden sich in der RKI-Statistik nur Fälle, die sich einem Cluster, d.h. einem Ausbruch mit mehr als fünf Infizierten zuordnen lassen. Demgegenüber stehen aber 35 Prozent der zuzuordnenden Fälle mit zwei bis vier Infizierten.

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An diesen beiden Orten stecken sich besonders viele Menschen mit dem Coronavirus an

Während in der ersten Pandemiewelle vor allem Altenheime, Krankenhäuser und andere medizinische Behandlungseinrichtungen betroffen waren und hier besonders viele Infektionen zu verzeichnen waren, sind es aktuell vor allem die 15- bis 34-Jährigen, bei denen hohe Infektionszahlen auftreten. Das führt zur Schlussfolgerung, dass das Risiko sich in privaten Haushalten, am Arbeitsplatz und bei Freizeitaktivitäten anzustecken, besonders hoch ist.

Die im Wissenschaftsmagazin Science veröffentlichte US-amerikanische Studie verzeichnete ähnliche Ergebnisse. Ca. 46 bis 66 Prozent der Menschen steckten sich demnach in privaten Haushalten mit dem Coronavirus an. Der Grund leuchtet ein: Hier sind die Menschen enger und länger beeinander. Ein ähnliches Bild konnten die Wissenschaftler auch für Sammelunterkünfte wie Obdachlosen- und Flüchtlingsheime sowie Gefängnisse verzeichnen.

Studienergebnisse genauer betrachten

Trotz der Ergebnisse ruft das RKI selbst zum besonnenen Umgang mit den statistischen Ergebnissen auf. Der Hintergrund: Nicht immer ist eine eindeutige Zuordnung zu einem Infektionsumfeld möglich, da die Ansteckung auch an zwei Orten möglich gewesen wäre. Somit kann mitunter die Entscheidung für die Auswertung eines Infektionsortes auf Mutmaßungen oder Wahrscheinlichkeiten beruhen.

Zudem sind an speziellen Infektionsorten, wie zum Beispiel den öffentlichen Verkehrsmitteln, Infektionsketten nur extrem schwer nachzuvollziehen. Denn hier weiß kaum jemand, mit wem er gefahren ist. Hier kann nur die Corona Warnapp Auskunft geben, aber auch nur, wenn diese von den meisten genutzt würde.

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Hier können Sie die aktuelle RKI-Studie nachlesen. Hier geht es zur US-amerikanischen Studie.

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Das brennendste Thema zur Zeit ist die Coronapandemie. Alles Wissenswerte dazu finden Sie gebündelt auf unserer Themenseite Coronavirus.

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