Aktualisiert: 19.09.2020 - 21:38

Schwerwiegende Folgen für Gesundheit Zu wenig Nährstoffe: Bitte geben Sie Ihrem Kind nicht DAS zu essen

Sieht lecker aus, schmeckt auch toll – schadet in Massen einem Kind aber: Fast Food und andere stark verarbeitete Lebensmittel sollte die Ausnahme für Kinder bleiben.

Foto: iStock.com/Arijuhani

Sieht lecker aus, schmeckt auch toll – schadet in Massen einem Kind aber: Fast Food und andere stark verarbeitete Lebensmittel sollte die Ausnahme für Kinder bleiben.

Einseitige Ernährung hat Folgen – insbesondere, wenn sie von frühen Kindesbeinen an erfolgt und so sogar erzogen wird. Wussten Sie, was Sie Ihrem Kind antun, wenn Sie ihm stark verarbeitete Lebensmittel geben?

Vielen ist klar: Cola gibt's nicht für Kinder. Aber schon Limo gehört nicht auf den alltäglichen Speiseplan, ebensowenig wie Pommes, Chips, Burger und Co. Diese sogenannten hochverarbeiteten Lebensmittel besitzen zum einen zu wenige für die kindliche Entwicklung wichtige Nährstoffe und machen darüber hinaus dick. Bei Kindern können die Folgen besonders schwerwiegend sein: Fast Food und Limo nur als Ausnahme, warnt daher die Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM).

So erkennen Sie einen Vitaminmangel
So erkennen Sie einen Vitaminmangel

Fast Food und Limo für Kinder? So schlimm können die Folgen sein!

Übergewicht ist bei Kindern mehr denn je ein Thema. Schuld sind gut und gerne falsche Versprechen auf verarbeiteten Lebensmitteln. Wenig frische Kost, immer wieder etwas, das angeblich als gut für die Kids angepriesen wird. Das hat Konsequenzen – und davor warnt die DGEM jetzt nochmals eindringlich.

Einseitige Ernährung kann gerade bei Kindern, die sich ja noch in der Entwicklung befinden, nämlich nicht nur zu Übergewicht, sondern damit und aufgrund der fehlenden wichtigen Nährstoffe schon in jungen Jahren zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes Typ 2 führen. Fatal für die Entwicklung und für den heranwachsenden Menschen.

Eine ausgewogene, gesunde Ernährung ist wichtig – aus diesen Gründen

Die Experten de DGEM schlagen daher Alarm und raten eindringlich, gerade bei Kindern auf eine gesunde, ausgewogene Ernährung zu achten. Wichtig sind dabei vor allem viele unverarbeitete und frische Lebensmittel. Denn es gehe nicht nur um die reine Energiezufuhr. Der Körper, gerade der eines Kindes, benötigt viele Nährstoffe, um sich richtig zu entwickeln und gesund zu bleiben. Ein Nährstoff- und Vitaminmangel hemmen nicht nur die Entwicklung des Kindes, sondern haben außerdem großen Einfluss auf das Immunsystem.

Längerfristig kann sogar die neurologische Entwicklung leiden. Als mögliche weitere Folgen nennt die Gesellschaft eine verzögerte Geschlechtsreife sowie längere Wundheilung, verminderte Knochendichte und geringere Muskelmasse. Welche dramatischen Folgen eine stark einseitige Ernährung bei Kindern haben kann, zeigt ein erschreckendes Beispiel aus Großbritannien. Nur Pommes und Chips: Junge erblindet wegen Mangelernährung

Achten Sie daher auf Lebensmittel mit hoher Nährstoffdichte, die zudem jede Menge Mineralstoffe, Vitamine und Spurenelemente enthalten:

  • Vollwertige Getreideprodukte
  • Gemüse
  • Obst

Sie glauben gar nicht, wie vielfältig – und ja, auch günstig – es sich so kochen lässt! Dazu gibt's auch jede Menge schnelle Rezepte!

Es hapert aber oft schon im Wissen von uns Erwachsenen: Eine Studie zeigt, dass sich mehr als die Hälfte aller Erwachsenen nicht mit gesunder Ernährung auskennen!

Also: Lieber sich mehrmals die Woche die Zeit nehmen und frisch kochen – für's Kindeswohl. Dann darf es auch hin und wieder mal was von der Fast-Food-Kette sein. Aber kleiner Tipp: Wer regelmäßig frisch kocht, kann seinen Kindern diese Ernährungsweise auch anerziehen.

Übrigens: Darum werden viele Kinder nach der Einschulung dick

Mögliche Ansprechpartner bei Essstörungen sind der Kinder- und Jugendarzt oder -psychiater, der Hausarzt oder ein Psychotherapeut. Eine Anlaufstelle kann auch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung sein: Unter der Rufnummer 0221/89 20 31 kann man sich dort auch anonym beraten lassen. Weitere Möglichkeiten sind Spezialambulanzen oder Beratungsstellen für Essstörungen.

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