Aktualisiert: 06.09.2020 - 20:09

Zu eng, zu einschneidend, falscher Stoff Falsche Unterwäsche kneift nicht nur – sie macht auch krank

Zu groß, zu klein, Baumwolle oder Synthetik? Die Wahl der richtigen Unterwäsche ist gar nicht so leicht. Doch wer sich vergreift, kann seinem Körper auch Schlimmes antun – denn die falsche Unterwäsche kann krank machen.

Foto: iStock.com/Sadeugra

Zu groß, zu klein, Baumwolle oder Synthetik? Die Wahl der richtigen Unterwäsche ist gar nicht so leicht. Doch wer sich vergreift, kann seinem Körper auch Schlimmes antun – denn die falsche Unterwäsche kann krank machen.

Sie soll ein gutes Gefühl auf der Haut hinterlassen, kann aber durchaus auch unangenehm sein oder gar Verletzungen oder Infektionen verursachen. Die Rede ist von Unterwäsche. Glauben Sie nicht? Lesen Sie mal!

Dass zu enge String-Höschen oder zu straffe BH-Träger auch mal zum einschneidenden Erlebnis werden können, kennen wohl die meisten von uns. Unterwäsche, die sexy und bequem zugleich ist, ist gefühlt selten. Aber es gibt sie – und Sie sollten da auch besser drauf achten. Denn die falsche Unterwäsche kann krank machen. Ob zu eng, nicht passend geschnitten oder der falsche Stoff – hier gibt's eine Übersicht.

Falsche Unterwäsche Nr. 1: Synthetikstoffe

Oft tragen sie sich schon unangenehm, vor allem im Sommer. Ein schwitziger Intimbereich fühlt sich aber nicht nur falsch an, er kann auch ein echtes Schlaraffenland für Keime werden. Die Rede ist von Unterwäsche aus so ziemlich allen Materialien, die eben nicht Baumwolle sind. Denn Lycra und Co, ja sogar Satin und Seide, sind nicht besonders atmungsaktiv. Eine Ausnahme: Wenn der Schrittbereich aus Baumwolle besteht. Denn die Stelle sollte immer gut belüftet sein. Zu feuchtes Milieu auf Dauer begünstigt nämlich, dass sich Bakterien und Pilze besonders wohl fühlen, sich vermehren, und Pilzinfektionen wie Candida oder bakterielle Erkrankungen auslösen.

Falsche Unterwäsche Nr. 2: Einschneidende, enge Wäsche

Offensichtlich ist ja: Wenn etwas einschneidet, tut's weh. Doch durch zu enge, dünne Riemchen, die sich ins Fleisch bohren, können auch Verletzungen entstehen, die sich dann entzünden. Und sogar langfristig kann etwa zu enge Unterwäsche schädlich werden – denn etwa die Haut zwischen Intimbereich und Bein wird dauerhaft gereizt, kann aufreißen oder wird sogar dünner. Kleine Wunden wiederum sind ein tolles Einfallstor für Bakterien. Achten Sie also immer darauf, ob sich an der Naht Ihrer Unterwäsche wunde Stellen bilden.

Beim BH können zu eng sitzende Bügel das Atmen behindern, zu enge Träger wiederum beeinträchtigen die Blutzufuhr, was wiederum Kopfschmerzen verursachen kann; von Hautreizungen ganz zu schweigen. Ein zu weit sitzender BH wiederum kann bei großen, schweren Brüsten für Rückenprobleme verantwortlich sein. Der BH kann also auch krank machen, wenn er nicht richtig sitzt.

Diese Folgen hat ein falscher BH
Diese Folgen hat ein falscher BH

Falsche Unterwäsche Nr. 3: Zu enge Shapewear

Ja klar, Shapewear hat so ihre Vorteile – das Kleid sieht vorteilhafter aus, die Hose geht besser zu... aber zu eng sollte die in Form drückende Wäsche nicht sein. Denn dann übt sie ganz schön Druck auf Blutgefäße und sogar auf die Organe aus. Das kann zu Störungen der Blutzirkulation führen und sogar Organprobleme begünstigen. Häufig Sodbrennen oder Verdauungsprobleme? Checken Sie mal, ob Ihre Shapewear-Unterwäsche nicht doch eine Nummer größer sein darf.

Falsche Unterwäsche Nr. 4: Rutschpartie – der String-Tanga

Sie leiden häufig an Blasenentzündung, lieben aber knappe Unterwäsche? Könnte sein, dass der String-Tanga Schuld an der wiederkehrenden Infektion ist. Denn Tangas sitzen bei weitem nicht so fest wie normale Slips: Die dünne Schnur bewegt sich, rutscht beim Laufen etwa gerne mal von hinten nach vorne – und bringt dabei schnell ein paar Darmbakterien, allen voran E. Coli, mit, die in der Harnröhre schmerzhafte Infekte hervorrufen können.

Falsche Unterwäsche Nr. 5: Gar keine Höschen – zumindest unter der Kleidung

Wenn sich in der Unterwäsche also Bakterien tummeln, lieber ganz verzichten? Sagen wir so – es kommt darauf an. Wer heute mal eine Jeans tragen will, sollte definitiv nicht auf das schützende Stück Stoff zwischen Hose und Haut verzichten, denn Hosennähte können der zarten Vulva ganz schön zu Leibe rücken und Verletzungen verursachen. Soll es aber der Rock sein, achten Sie zumindest darauf, wo Sie sich hinsetzen. Auf Unterwäsche verzichten kann aber durchaus auch gut sein: nämlich des Nachts! Schön luftig darf es sein, das schützt vor Infektionen.

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Sie sehen: Es gibt eine Menge, was man in Sachen Unterwäsche falsch machen kann. Mehr informative Ratgeber für eine gute Intimhygiene finden Sie auch auf unserer Themenseite.

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