Aktualisiert: 14.10.2020 - 14:17 Anzeige

Viva la Vulva Voll im Trend: Wellness für den Intimbereich

Damit wir uns wohlfühlen, muss auch unsere Intimgesundheit in Ordnung sein. Die richtige Intimpflege kann dabei helfen.

Foto: istock.com/AaronAmat [M]

Damit wir uns wohlfühlen, muss auch unsere Intimgesundheit in Ordnung sein. Die richtige Intimpflege kann dabei helfen.

Sich gut auskennen mit der eigenen Vagina und Vulva, die richtige Intimpflege und Dos and Don'ts bei der Intimrasur – was wir selbst für unsere Intimgesundheit tun können...

Schluss mit der verschämten Ecke – wir Frauen kümmern uns endlich mehr um unsere kostbare und empfindliche Körperregion, unsere Vulva und Vagina. Mit Schlagworten wie Selbstbestimmung, Aufklärung und Body Positivity finden weltweit Portale wie Vulva Gallery immer mehr Anhängerinnen und die damit einhergehenden Themen Intimgesundheit und -pflege rücken für die Frauen stärker in den Fokus. Die Umsatzzahlen des Weltmarktes auf dem Sektor verraten es: Wellness für den Intimbereich ist voll im Trend, angefangen bei der Pflege, über Styling bis hin zu Sextoys. Lesen Sie hier, was sich alles dahinter verbirgt und was Sie selbst für Ihre Intimgesundheit tun können.

Intimpflege – der große Wellnesstrend

Für „Down Under“ gönnt und leistet Frau sich mittlerweile einiges: Der weltweite Wellnessmarkt für den Intimbereich wird laut den Marktforschern von WGSN Beauty bis 2025 auf ca. 34 Milliarden Euro ansteigen. Dass wir Frauen unseren Intimbereich wichtiger nehmen, kann sich nur positiv auf unsere Intimgesundheit auswirken – vorausgesetzt, wir beachten dabei einige wichtige Fakten.

Die Dos and Don’ts bei der Intimpflege

Die gute und praktische Nachricht zuerst: Unsere Vagina ist ein sich selbst reinigendes Organ. Um diesen Job auch gut zu machen, braucht sie allerdings ein klein wenig Unterstützung von uns und in manchen Fällen auch einfach ein Unterlassen. Das kann Dr. med. Nicole Mattern nur unterstreichen. Die Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe in Berlin rät: „Die größten Fehler in der Intimpflege sind zu häufiges Waschen und die Verwendung von Intimdeos oder -spülungen. Wem Wasser alleine nicht reicht, sollte statt auf Duschgel besser auf Intimpflegeprodukte setzen.“

Der pH-Wert der Scheide liegt nämlich unter 4,5. Dieses saure Millieu schützt uns vor Krankheitserregern. Zur Orientierung: Der pH-Wert 7 ist neutral, so wie pures Wasser. Darüber wird es dann basisch, so wie es auf Seifen zutrifft, die den natürlichen Säureschutzmantel des Intimbereichs angreifen. Gesunde Haut regeneriert ihren pH-Wert wieder nach ein paar Stunden. Übertriebene Intimhygiene mit herkömmlichen Duschgels jedoch kann Löcher in den Säureschutzmantel reißen. Dann haben Bakterien und Pilze leichtes Spiel – es kann beispielsweise zu Pilzinfektionen kommen. Viele Frauen greifen dennoch zu parfümierten Reinigungsmitteln, denn sie stört ihr eigener Geruch.

Gut zu wissen: Der gesunde, normale Geruch des Vulva-Vagina-Duos hängt von vielen Faktoren ab, zum Beispiel davon, wo man sich gerade im Zyklus befindet, ob man die Pille nimmt, schwanger ist oder gerade Sport gemacht hat. Der Geruch kann würzig oder mit einem Schweißgeruch vermischt sein. Hinter „fischig“ riechendem Ausfluss kann sich allerdings ein bakterieller Infekt verbergen und muss beim Arzt abgeklärt werden. Alles andere ist völlig normal.

Es reicht, die Vulva, also den Intimaußenbereich, mit klarem Wasser abzuspülen, maximal zweimal am Tag. Allerdings variiert das individuelle Reinigungsbedürfnis – besonders bei der Intimpflege. Scheidenspülungen im inneren Intimbereich, also der Vagina, sind unnötig und können sogar schaden. Um das natürlich saure Milieu zu schützen, empfehlen sich für unseren empfindlichsten Bereich pH-hautneutrale Reinigungs- und Pflegemittel, die Feuchtigkeit spenden und Irritationen durch unnötige Zusatzstoffe vermeiden.

Besonders Diabetikerinnen und Frauen in der Menopause müssen Vorsicht bei ihrer Intimpflege walten lassen, denn sie leiden stärker unter trockener Haut. Bei Diabetes verursachen die hohen Blutzuckerwerte einen Flüssigkeitsverlust und lassen zeitgleich das Scheidenpilzrisiko steigen. In den Wechseljahren ist der Abfall des Östrogenspiegels verantwortlich. Das geringere Vorkommen des Hormons verändert auch die Schleimhaut der Vagina, die dünner und trockener wird. Das Problem der Scheidentrockenheit kann allerdings Frauen jeden Alters treffen, denn generell können jegliche hormonelle Veränderungen, wie in und nach einer Schwangerschaft oder zyklusbedingt zu verminderter Elastizität des Gewebes im Intimbereich führen. Genauso wie äußere Einflüsse, beispielsweise nach einer Chemotherapie, durch Hormoneinnahme oder aber übertriebene Intimpflege mit hautreizenden Produkten.

Es ist also wichtig, auf eine schonende und feuchtigkeitsspendende Intimpflege zu setzen. Und das Bedürfnis nach Feuchtigkeit gewährleisten besonders gut Produkte, die mit Hyaluronsäure angereichert sind. Das kennen wir bereits aus der Gesichts- und Hautpflege. Denn diese Substanz, die auch ganz natürlich in unserem Körper vorkommt, hat das Talent, besonders viel Wasser an sich zu binden. Und was gut fürs Gesicht ist, ist genauso gut für „Down Under“. Intimpflege sollte auch in unserem empfindlichsten Bereich für eine gehörige Portion Befeuchtung sorgen, so wie KadeFemin® – die erste Intimpflegeserie, die sowohl in der Waschlotion als auch der Pflegecreme Hyaluronsäure enthält.

Extra-Tipps für einen gute Intimgesundheit: Unterwäsche sollte bei mindestens 60° C gewaschen werden, damit Bakterien und Pilze in der Wäsche keine Chance haben. Auch mal Luft an unseren Intimbereich lassen: Daher lieber hautfreundliche oder auch mal gar keine Unterwäsche zu Hause tragen. Beim Toilettengang ist die richtige Wischtechnik (von vorne nach hinten) ausschlaggebend, so dass keine Keime in die Scheide gelangen. Und nach dem Sex kann eine Runde Wasserlassen Bakterien aus der Scheide spülen, die manchmal beim Liebesspiel in den Bereich der Harnröhre gelangen.

Styling und Intimrasur

Hairstyling ist schon eine ganze Weile nicht mehr nur ein Thema beim Friseur und für die Kopfbehaarung. Denn zwei Drittel der deutschen Frauen bringen ihre Intimbehaarung in Form oder entfernen sie ganz. Das ergab die Studie eines Wellnessreise-Veranstalters. Doch ob blank rasiert, im Brazilian Style oder die klassische Bikini-Dreiecksform – beim Rasieren, Epilieren und Waxing gibt es einiges zu beachten, um Hautreizungen, eingewachsene Haare und Rasurpickel zu vermeiden. Ein paar hilfreiche Tipps :

Vorbereitung: Die richtige Haarlänge ist wichtig: Bei der Nassrasur sind 0,2 cm optimal, für die Epilation reichen 0,2 bis 0,5 cm und beim Waxing und Sugaring sollten es 0,5 bis 1 cm sein. Gründliches Duschen oder Baden vor der Haarentfernung reinigt nicht nur den Intimbereich, sondern öffnet zudem die Poren und erleichtert die Haarentfernung. Fürs Wachsen sorgfältig abtrocknen und im Anschluss mit Babypuder bestäuben. Das nimmt die Feuchtigkeit auf und das Wachs kann sich besser mit den Haaren verbinden.

Die Haarentfernung: Für die Nassrasur keine stumpfe Klinge verwenden (nach jeder fünften Anwendung Klinge wechseln) und um Irritationen zu vermeiden, immer mit der Wuchsrichtung rasieren und nicht über eingewachsene Haare rasieren, wenn sich dort schon ein Pickelchen gebildet hat. Führen Sie die Intimrasur nie trocken durch. Ein feuchtigkeitsspendendes Rasiergel oder -schaum schützt vor Verletzungen. Übrigens: Eine Intimwaschlotion ist ein toller Rasierschaumersatz für den Intimbereich, denn sie schützt zusätzlich die empfindliche Scheidenflora!
Den angewärmten Streifen mit Kaltwachs erst mit der Wuchsrichtung auf die Haut fest andrücken und einmassieren. Dann mit einem Ruck entgegen der Wuchsrichtung abziehen. Achtung: das schmerzt! Vorgang mehrmals wiederholen, um alle Haare einer Zone zu entfernen.
Für das Sugaring liegt die ideale Temperatur der Zuckerpaste bei 40 Grad Celsius. Die Masse wird mit einem Spachtel gegen die Wuchsrichtung aufgetragen. Stoffstreifen fest auf die Masse drücken und anschließend mit der Wuchsrichtung abziehen. Auch das Sugaring erfordert mehrere Durchgänge, bis alle Haare entfernt sind.
Beim Epilieren erleichtert ein gutes Gerät die Arbeit. Ein Muss sind extra schmale Aufsätze und ein Trimmaufsatz für das Stutzen zu langer Härchen. Nass-Epilieren sollte möglich sein, um den weichmachenden Effekt von Wasser zu nutzen.

Nachbereitung: Nach der Haarentfernung den Intimbereich gut abspülen und trocknen und die gereizte Haut mit feuchtigkeitsspendender Intimpflegecreme verwöhnen. Hier ist es vorteilhaft, wenn die Intimpflegecreme zudem noch hautberuhigende und juckreizlindernde Inhaltsstoffe enthält, beispielsweise Hafer und Zanthalene (ein Extrakt aus dem Sechzuan-Pfeffer). Nach dem Wachsen die gerötete Haut kühlen. Dafür die Creme zuvor für ca. 1 Stunde in den Kühlschrank legen. Auch Coolpads können helfen. Es empfiehlt sich ein regelmäßiges, sanftes Peeling des Intimbereichs. Das entfernt Hautschuppen und verhindert, dass Haare einwachsen.

Lust und Wellness – das geht Hand in Hand

Viele Frauen haben auch heutzutage noch große Probleme mit den gynäkologischen Namen wie zum Beispiel Vagina oder Vulva und sprechen darum lieber einfach nur von „da unten“. Aber neben der Sprache fehlt es wohl auch an Wissen über den weiblichen, also den eigenen Intimbereich. Eine britische Krebshilfeorganisation machte zu dem Thema eine Umfrage und legte Frauen eine anatomische Grafik vor – wo genau die Vagina liegt, wusste dabei nur die Hälfte der Frauen. Die Unwissenheit über Vulva und Vagina ist womöglich auch als EIN treibender Grund für die zunehmende Zahl an gynäkologischen Beauty-OPs zu sehen. Denn wie hat eigentlich eine „normale“ Vulva beispielsweise auszusehen? Das wichtigste Ergebnis der bislang größten Vulva-Studie aus der Schweiz durch den Gynäkologe Andreas Günther lautet: Das wesentliche Merkmal von Vulven ist ihre Unterschiedlichkeit. „Die Variation ist erheblich“, meint Günther, „die Asymmetrie normal.“ Innere Vulvalippen könnten eine Breite von fünf Millimetern bis fünf Zentimetern haben – alles total normal. Diese Unterschiedlichkeit und Einzigartigkeit des weiblichen Geschlechts anzunehmen und zu umarmen haben sich mittlerweile unzählige Websites und Instagram-Accounts zur Aufgabe gemacht, wie die „Vulva Gallery“ oder „My Dear Vagina“. Durch klare Fakten soll auf eine unterhaltsame Art und Weise das Unwissen über die Geschlechtsorgane der Hälfte der Weltbevölkerung beendet und auch das Thema Menstruation enttabuisiert werden, wie durch "The Female Company". Zu Aufklärungszwecken und um das weibliche Genital in äußerst künstlerischer und unterhaltsamer Form aus dem Schatten ins Rampenlicht zu führen, hat vergangenes Jahr das erste Vagina-Museum der Welt in London eröffnet. Schließlich gibt es ja in Island bereits ein Penis-Museum.

Zumindest die Frauen selbst, idealerweise auch alle Männer, sollten mit der genauen Beschaffenheit der weiblichen Genitalien vertraut sein und diese am besten auch benennen können. Dieses Wissen ist die Voraussetzung dafür, auch die eigenen Bedürfnisse zu kennen, sowohl was die gesamte sexuelle Gesundheit als auch die Lust angeht. Die Sextoy-Industrie ist längst auf diesen Zug rund um die der weibliche Lust aufgesprungen und mittlerweile tummeln sich unzählige Anbieter im Netz mit reichhaltigem Angebot zu Vibratoren, Aphrodisiaka und vor allem auch Gleitgelen oder befeuchtenden Gelen. Denn: Als übler Lustkiller quält viele Frauen eine fehlende sexuelle Gesundheit wie z.B. durch Scheidentrockenheit.

Die Elastizität und Geschmeidigkeit des Gewebes rund um die Vagina und Vulva kann sich aus verschiedensten Gründen, wie z.B. hormonellen Einflüssen oder auch Medikamenteneinnahme in ganz unterschiedlichen Lebensphasen vermindern. Wie eng Lust und Intimgesundheit miteinander verbunden sind, erläutert Dr. Mattern: „Vor allem Scheidentrockenheit kann Schmerzen beim Sex durch unzureichende Befeuchtung verursachen. Nicht selten entsteht dadurch eine regelrechte Scheu vor Zweisamkeit. Die Scheidentrockenheit muss medizinisch abgeklärt werden. Und die betroffene Frau sollte unbedingt Hilfsmittel, wie befeuchtende Gele einsetzen. Keine Frau muss Schmerzen beim Sex haben!“ Bei der Auswahl eines Gleitgels ist es wichtig, darauf zu achten, dass dieses frei von Inhaltsstoffen ist, welche die bereits gereizte Schleimhaut noch weiter angreifen. So kann beispielsweise auch ein Befeuchtungsgel, wie das von KadeFungin® bei Scheidentrockenheit als Gleitgel beim Sex genutzt werden. Dr. Mattern mahnt weiter: „Trotz aller Aufgeklärtheit trauen sich viele Frauen auch heute noch nicht, mit der Frauenärztin oder dem Frauenarzt über Intimes zu sprechen und vermeintlich unangenehme Symptome anzusprechen. So leiden viele still. Trauen Sie sich bitte, Ihre Fragen zu stellen!"

Für ungetrübte Lust muss Scheidentrockenheit entgegengewirkt werden. Dafür ist es wichtig, die Selbstreinigungskraft und das natürliche Milieu von Vulva und Vagina zu unterstützen. Und zwar mit der richtigen Intimpflege, als Basis für ein lustvolles Wohlbefinden.

Viva la Vulva mit KadeFemin®

Die Grundvoraussetzung für einen gesunden Intimbereich ist die richtige Intimpflege. Beste Unterstützung finden Frauen dabei in der KadeFemin® Intimpflegeserie. Ganz neu dabei für den Intimbereich und schon altbekannt aus der feuchtigkeitsspendenen Gesichtspflege ist der Inhaltsstoff Hyaluronsäure. Dieser körpereigene Wirkstoff speichert große Mengen an Wasser und ist sowohl in der KadeFemin® Intimwaschlotion als auch der Intimpflegecreme enthalten. Die dermatologisch getestete Pflegeserie setzt zudem auf weitere wertvolle Inhaltsstoffe, wie hautberuhigendem Hafer, pflegendem Jojoba-Öl und Vitamin E, juckreizlinderndem Zanthalene® und schützendem Braunalgen-Extrakt.

Mehr Infos zu Medical Wellness für den Intimbereich und die medizinische Intimpflegeserie von KadeFemin® erhalten Sie unter www.kadefemin.de, sowie im Instagram-Kanal @holy.schritt und unter dem Hashtag #intimgesundheit.

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