Aktualisiert: 18.08.2020 - 21:02

Und wo ist Ihr Schwerpunkt? Spannend: Forscher entdecken 4 verschiedene Alterungstypen

Möglichst gut altern – das wollen wir doch alle! Ob die Zuordnung zu den 4 Alterungstypen dabei helfen kann?

Foto: iStock / MixMedia

Möglichst gut altern – das wollen wir doch alle! Ob die Zuordnung zu den 4 Alterungstypen dabei helfen kann?

Menschen altern unterschiedlich. Während der eine unter Nierenproblemen leidet, lässt bei dem anderen das Immunsystem nach. Forscher haben jetzt eine mögliche Erklärung dafür gefunden…

Alt zu werden ist für viele eine etwas unheimliche Vorstellung: Das jugendliche Aussehen schwindet, der Körper verliert an Kraft und irgendwann lässt auch die geistige Leistungsfähigkeit nach… Wäre es nicht schön, wenn man diesen Prozess aufhalten oder zumindest verlangsamen könnte?

Nun, der Quell der ewigen Jugend wurde noch nicht gefunden. Je mehr wir aber über diesen Prozess herausfinden, desto angenehmer können wir ihn gestalten. Einen Beitrag dazu hat jetzt vermutlich eine Gruppe von Wissenschaftlerin von der Stanford University in Kalifornien geleistet: Das Team um den Genetiker Michael Snyder konnte bei einer Gruppe von Probanden vier verschiedene Alterungstypen identifizieren.

Das sind die vier verschiedenen Alterungstypen

Die Studie, die in der Fachzeitschrift "Nature Medicine" veröffentlicht wurde, schildert, wie über einige Jahre hinweg 106 gesunde Frauen und Männer im Alter von 29 bis 75 Jahren begleitet wurden. Später fokussierte sich das Team auf 43 Probanden, die umfassend untersucht wurden, so dass am Ende zahlreiche Daten zu deren Genen, Proteinen im Blut, Zytokinen (das sind Proteine, die u.a. das Wachstum von Zellen regulieren), Stoffwechselprodukten und Mikroben vorlagen. Die Wissenschaftler beobachteten, wie sich diese Daten im Verlauf der Studie veränderten und konnten auf diese Weise sowohl bekannte als auch neue Marker identifizieren, die mit dem Alterungsprozess assoziiert werden. Außerdem wurden weitere Alterungsmarker ausgemacht, die von Person zu Person variieren.

Im Großen und Ganzen konnten die Forscher die Studienteilnehmer vier verschiedenen Alterungsmustern zuordnen: Jeder Alterungstyp wird dabei mit einem bestimmten körperlichen Vorgang oder Organ assoziiert: dem Immunsystem, dem Stoffwechsel, der Leber oder der Niere.

Eine verheißungsvolle Vision: Altern ohne Leid

Das Modell der verschiedenen Alterungstypen erklärt, warum Menschen so unterschiedlich altern, warum bei einigen beispielsweise die Leber nachlässt, während andere im Alter mit der Stoffwechselstörung Diabetes zu kämpfen haben. Doch die Ergebnisse der Studie könnten uns nicht nur dabei helfen, den Prozess des Alterns besser zu verstehen, sie könnten auch eine wichtige Rolle dabei spielen, möglichst gesund und ohne Leid zu altern. Laut Michael Snyder kann eine molekulare Einschätzung des persönlichen Alterungsvorgangs, die den Lebensstil und die medizinische Vergangenheit der jeweiligen Person berücksichtigt, dabei helfen, den individuellen Alterungsprozess zu beobachten und in diesen einzugreifen. Risikofaktoren könnten so rechtzeitig ausgemacht und ihnen entgegengewirkt werden. Wer rechtzeitig seinen Lebensstil umstellt, könnte so den Alterungsprozess stark verlangsamen.

Selbstverständlich ist diese Entdeckung nur ein Schritt auf dem Weg, das Geheimnis des Alterns zu entschlüsseln. Nicht jeder Proband ließ sich zweifelsfrei einem Alterungstyp zuordnen, andere waren Mischtypen. Michael Snyder rechnet außerdem damit, dass es neben diesen vier Alterungstypen noch weitere gibt. Informationen dazu können aber nur mehr und umfangreichere Studien liefern.

Die vollständige Studie finden Sie hier: Personal aging markers and ageotypes revealed by deep longitudinal profiling

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