07.08.2020 - 16:07

Überblick behalten Corona-Symptome? Ein digitales Symptomtagebuch kann helfen

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Pro Tag rund eine Minute: Ein digitales Symptomtagebuch hilft, jegliche möglichen Anzeichen auf Covid-19 im Blick zu behalten.

Foto: iStock.com/damircudic

Pro Tag rund eine Minute: Ein digitales Symptomtagebuch hilft, jegliche möglichen Anzeichen auf Covid-19 im Blick zu behalten.

Nichts ist derzeit so gefürchtet wie Halskratzen oder aufkeimender Husten. Covid-19 bringt aber noch weitere mögliche Symptome mit, die nach einer gewissen Zeit auch stärker werden oder sich ändern können. Ein Symptomtagebuch kann helfen – am einfachsten geht das digital.

"Schreiben Sie sich am besten auf, welche Symptome wann bei Ihnen auftreten." So oder so ähnlich klingt es derzeit, wenn man seinem Hausarzt von Halsschmerz und Co berichtet. Ist es wirklich Covid-19? Ein digitales Symptomtagebuch kann in Coronavirus-Zeiten helfen, die Erkrankung zu beobachten und im richtigen Moment zu handeln.

Digitales Symptomtagebuch – warum per App?

Schon zu Beginn der Corona-Krise hat die Charité zusammen mit dem Unternehmen Data4Life eine Web-App entwickelt, die dabei helfen soll, zu entscheiden, ob die eigenen Symptome auf eine Infektion mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 hindeuten. Passt das Krankheitsbild, gibt die App Tipps fürs richtige Handeln.

Nicht jeder Infizierte aber erleidet starke Symptome. Das Kritische ist aber, dass ein schwerer Verlauf noch drohen kann, wenn die ersten Tage eher glimpflich verlaufen sind. Es hilft daher ungemein, sich die Symptomentwicklung aufzuschreiben. Das geht natürlich mit Stift und Papier. In unserer digitaler werdenden Gesellschaft gibt es allerdings auch digitale Optionen fürs Smartphone oder den PC.

Auch Data 4 Life hat ein digitales Symptomtagebuch entwickelt. Es dient zwar ausschließlich der persönlichen Dokumentation, doch wer hier dranbleibt, hilft damit auch seinen Ärzten immens, eine treffende Diagnose zu stellen.

Das Symptomtagebuch ermöglicht es, sowohl Zuhause als auch im Urlaub Beobachtungen zum Gesundheitszustand festzuhalten. Auch bei nur leichten Symptomen hilft es, Fragen zu Schmerzen, Fieber und weiteren typischen Corona-Anzeichen mit wenigen Klicks zu beantworten und so bereits eine Übersicht zu haben. Die Dokumentation der Symptome hilft zudem dabei, den Infektionsverlauf besser zu verstehen. Sollte der Verdacht einer Erkrankung mit Covid-19 auftreten, lassen sich die Informationen auf Deutsch oder Englisch aus dem Tagebuch exportieren.

Aktualisiert von der Charité: Immer alle möglichen Symptome im Blick

Warum also die Symptome nicht einfach ganz analog aufschreiben? Weil es schnell vergessen wird, vielleicht unleserlich und nicht komplett ist. Die App hingegen ist klar unterteilt, erinnert auch ans Aufschreiben. Zudem geht das Abtippen in der Regel schneller und kann auch mal unterwegs gemacht werden. Die Entwickler haben das Symptomtagebuch mit Nutzern im Laufe der Entwicklung sowie als Endprodukt getestet. Es hat sich als verständlich, klar und einfach zu bedienen herausgestellt. Auch ältere Personen seien gut damit zurechtgekommen, heißt es.

Im Vergleich zu eigenen Notizen, die natürlich auch eine Option sind, hat die App also mehrere Vorteile:

  • Immer aktuell: Durch die Kooperation mit der Charité – Universitätsmedizin Berlin werden Erkenntnisse übertypische Covid-19-Symptome stets aktualisiert, für die eine Person möglicherweise nicht sensibilisiert ist, wie z.B. Schüttelfrost oder Schluckbeschwerden.
  • Schnelligkeit: Die Symptome können im kurzen Fragebogen mit wenigen Klicks abgehakt werden. Das dauert am Tag höchstens eine Minute.
  • Immer dabei: Das Tagebuch haben die Nutzer stets überall einstecken, weil das Handy in der Regel mitgeführt wird.
  • Übersicht: Der Arzt und das medizinische Personal erhalten dadurch eine sehr übersichtliche Symptomhistorie, die sich auch ohne weiteres ins Englische übersetzen lässt. Das ist insbesondere nützlich, wenn Patient und Arzt nicht die gleiche Sprache sprechen und der Verdacht einer Covid-19-Erkrankung auf Reisen aufkommt.

Webbasiert – die Daten bleiben bei Ihnen

Wie es schon bei der CovApp war, ist auch das Symptomtagebuch eine bisher rein webbasierte App, also eine browserbasierte Anwendung. Nutzer können sowohl vom Handy, als auch vom Tablet oder Laptop darauf zugreifen. Der Vorteil einer Web-App ist, dass die Daten beim Nutzer bleiben und nur auf den persönlichen Geräten gespeichert werden.

Übrigens: Der Coronavirus-Onlinetest, die CovApp, ist seit Mitte März 50 Millionen Mal von Menschen aus über 150 Ländern abgerufen worden. Neben Deutsch und Englisch ist sie mittlerweile auch in zahlreichen weiteren Sprachen verfügbar, wie Russisch, Spanisch, Türkisch oder sogar Indonesisch. Das vereinfacht die Kommunikation ungemein.

Vorsicht: Die Symptomtagebuch-App selbst ist kein Medizinprodukt! Sie erbringt keine diagnostischen Leistungen, eine Überwachung oder Behandlung von Erkrankungen. Damit ersetzt das Symptomtagebuch auch keine ärztliche Beratung oder gar Behandlung! Falls bei Ihnen also Symptome einer Erkrankung mit dem Coronavirus auftreten oder Sie sich unsicher sind, was zu tun ist, wenden Sie sich in jedem Fall trotzdem an Ihre Ärzte: Rufen Sie kurz per Telefon an und schildern Sie Ihre Symptomatik. Dann wird man Ihnen Handlungsempfehlungen nennen.

Hier finden Sie das Symptomtagebuch von Data4Life.

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