02.07.2020 - 08:06

Nährstoffmangel, Krankheit und Co Ständig müde trotz ausreichend Schlaf? Das sind die 6 Gründe!

Die Müdigkeit zwingt Sie trotz ausreichend Schlaf immer wieder zu Pausen? Hier erfahren Sie mehr über die Gründe und Tipps, was Sie dagegen tun können.

Foto: iStock.com/bymuratdeniz

Die Müdigkeit zwingt Sie trotz ausreichend Schlaf immer wieder zu Pausen? Hier erfahren Sie mehr über die Gründe und Tipps, was Sie dagegen tun können.

Sie sind sich sicher: Eigentlich schlafen Sie regelmäßig, gut und vor allem genug – und dennoch siegt die Müdigkeit über den Tag? Dahinter können verschiedene Probleme stecken. Eine Übersicht.

Die Nacht war eigentlich keine schlechte – und doch kommt sie im Laufe des Tages, diese elendige Müdigkeit? Sie fühlen sich schlapp, wissen aber partout nicht, wieso? Müde trotz Schlaf – das kann unglaublich frustrierend sein. Es lohnt sich aber, der Sache auf den Grund zu gehen. Denn manchmal sind es Gründe, die behandelt werden können oder gar sollten.

Müde trotz Schlaf: Das sind die häufigsten Gründe

Wer regelmäßig zu wenig schläft, leidet irgendwann an einer Art chronischen Erschöpfung. Doch auch andere Gründe können ausschlaggebend sein. Können Sie einfach nicht zuordnen, woher die Erschöpfung kommt, sollten Sie ein Auge auf folgende möglichen Ursachen werfen:

1. Zu wenig Bewegung

Beobachten Sie Ihren Tagesablauf: Arbeiten Sie vielleicht am Schreibtisch oder sind sonst kaum agil? Wer sich wenig bewegt, bringt Blutdruck und Kreislauf zu selten in Schwung. Das macht auf Dauer schlapp. Stehen Sie ruhig mehrmals am Tag auf. Auch ein ausgedehnter Spaziergang oder eine Runde laufen gehen am Morgen oder am Abend helfen, langfristig nicht nur körperlich, sondern auch geistig fit zu bleiben!

2. Der Flüssigkeitshaushalt

Trinken Sie am Tag genug? Zwei bis drei Liter Wasser oder ungesüßter Kräutertee sollten es schon sein. Besser keine oder nur wenig zuckerhaltige Getränke! Die treiben den Blutzuckerspiegel zwar schnell nach oben – dieser sinkt dann aber auch ganz schnell wieder und lässt Sie müder zurück als zuvor. Das gilt übrigens so ähnlich auch für zu viel Koffein: macht kurz wach, aber der Körper gewöhnt sich auch daran.

Ist der Körper aber genügend hydriert, kann sich auch unser Gehirn besser auf seine Arbeit konzentrieren.

3. Die Psyche

Leiden Sie derzeit unter viel Stress? Wer ständig grübelt, bekommt auch nicht genügend Ruhe in der Nacht, träumt gar von seinen Problemen. Möglicherweise ist aber auch eine Depression ausschlaggebend. Versuchen Sie, die Stress-Auslöser zu identifizieren und zu minimieren. Zögern Sie dabei auch nicht, sich professionelle Hilfe zu suchen.

4. Nährstoffmangel oder falsche Diät

Auch, wenn es dem Körper an bestimmten Nährstoffen bzw. Vitaminen mangelt, kann Müdigkeit ein Symptom sein. Ein Eisenmangel etwa ist daran schuld, dass das Blut zu wenig Sauerstoff transportieren kann. Unser Körper fährt herunter, wir fühlen uns schlapp. Ein Mangel an Vitamin B12 hat ebenfalls Müdigkeit zur Folge.

Nährstoffmängel lassen sich in der Regel wunderbar mit ausgewogener Ernährung ausgleichen.Schauen Sie auf Ihre Ernährung: Diese Lebensmittel enthalten am meisten Eisen. Und diese Lebensmittel enthalten reichlich Vitamin B!

Oder machen Sie vielleicht gerade eine Diät? Beim Intervallfasten etwa ist Müdigkeit ein Anzeichen dafür, dass Sie abbrechen sollten. Noch schlimmer sind einseitige Diäten, bei denen Sie sich auf ein bestimmtes Nahrungsmittel konzentrieren sollen oder gar ganze Nährstoffgruppen weglassen. Finger weg von solchen Diäten! Mangelernährung kann ernsthafte Folgen haben! Mehr dazu: Bei diesen Anzeichen sollten Sie Ihre Diät besser abbrechen!

5. Umweltfaktoren

Schauen (und schnuppern) Sie sich doch mal um: Wie ist die Luft dort, wo Sie gerade sind oder sich die meiste Zeit aufhalten? Ein schlecht gelüfteter Raum mit zu wenig Sauerstoff kann regelrecht schlapp machen. Auch zu trockene Luft ist ausschlaggebend. Die reizt dazu auch noch die Schleimhäute, allen voran die Augen. Sitzen Sie dazu noch lange vor einem Bildschirm, werden die Augen trocken und Sie fühlen sich gleich noch müder. Also: regelmäßig stoßlüften! Ist auch in Zeiten der Coronavirus-Pandemie eine gute Idee.

Im Winter, wenn es besonders lange dunkel ist, können übrigens Tageslichtlampen echte Wunder vollbringen!

6. Ernsthafte Erkrankungen

Schon ein Nährstoffmangel kann ernste Krankheiten nach sich ziehen. Doch hinter Erschöpfung kann mehr stecken. Kommen vielleicht noch andere Symptome hinzu, etwa Erschöpfung nach geringer Anstrengung, Atemnot nach Belastung, Herzstolpern und Schwindel bis hin zu Ohnmacht? Dann könnte auch eine Herzmuskelentzündung der Grund sein. Gehen Sie bei solchen Symptomen bitte zum Arzt!

Ein Arztbesuch ist bei anhaltender Müdigkeit trotz Schlaf aber immer eine gute Idee. Lassen Sie sich ruhig mal so richtig durchchecken, am besten auch gleich mit Blutbild. So lassen sich sich eventuelle Nährstoffmängel oder körperliche Probleme feststellen und Sie können mögliche Erkrankungen schon frühzeitig erkennen und besser behandeln lassen.

Tipps gegen Müdigkeit

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Wirklich genug geschlafen? Das ist die richtige Menge

Schlaf ist wichtig, damit sich unser Körper regenerieren kann und unser Gehirn das Erlebte verarbeitet. Wie viel Schlaf wirklich gesund ist, ist aber individuell. Während die einen echte Langschläfer sind, brauchen andere vielleicht nur fünf Stunden. Im Schnitt, sagt man, sollten es rund sieben Stunden sein. Wer zu lange zu wenig schläft, merkt das mit der Zeit am Körper, aber auch an der Gedächtnisleistung.

Welche Schlafdauer für wen in welchem Alter perfekt ist, haben Forscher übrigens in einer Studie überprüft. Mehr zum Thema Schlafstörungen finden Sie auf unserer Themenseite. Und hier gibt's noch 10 Sofortmaßnahmen gegen Schlafstörungen in der Corona-Krise.