20.06.2020 - 15:48

Hartnäckige Pickel Altersakne: Was ist das und wo kommt das her?

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Pickel und Mitesser sind nicht nur ein Problem jugendlicher Haut. Auch in höherem Alter kann Akne auftreten. Wo die Unreinheiten herkommen und was Sie dagegen tun können, lesen Sie hier.

Foto: iStock.com/stock_colors

Pickel und Mitesser sind nicht nur ein Problem jugendlicher Haut. Auch in höherem Alter kann Akne auftreten. Wo die Unreinheiten herkommen und was Sie dagegen tun können, lesen Sie hier.

Unreine Haut? Betrifft doch nur Teenager! Falsch gedacht – auch im Alter kann Akne zuschlagen. Wir verraten alles über die Ursachen und erklären, was gegen Pickel und Mitesser hilft.

Kommt das Wort “Akne” ins Gespräch, denkt man meistens an die Jugend. Die unerwünschten Hautveränderungen, das endlose Eincremen und die Scham vor dem Fortgehen – nach dem Teenageralter ist dieses Thema glücklicherweise Vergangenheit für die meisten – zumindest zunächst. Denn Aknebildungen sind auch im fortgeschrittenen Alter eine unerwünschte Begleiterscheinung. Doch woher kommt diese Altersakne? Warum können Pickel und Mitesser auch später noch auftreten? Bei uns erfahren Sie, welche Ursachen damit zusammenhängen und was Sie dagegen tun können.

Altersakne tritt früher auf als gedacht

Mit dem Ende der Teenie-Zeit beginnen für Frauen einige neue Herausforderungen. Berufliche Karrieren und die Partnersuche fürs Leben haben dabei besonderen Stellenwert. Während dieser Meilensteine darf der eigene Körper jedoch nicht vernachlässigt werden. Auch ohne lästige Aknebildung ist die Pflege der eigenen Haut alles andere als einfach.

Doch Sie sollten sich diesbezüglich nicht in Sicherheit wiegen. Talg und Hornmaterial, welche Akne entstehen lassen, bilden sich auch noch im weiter fortgeschrittenen Alter. Experten schätzen, dass knapp 40 Prozent aller Deutschen ab 25 mit genau diesen Hautunreinheiten kämpfen – vier von fünf dieser Personen sind weiblich. Ab 25? Das klingt so gar nicht nach hohem Alter.

Die Ursachen für Altersakne sind vielseitig

Spüren sie Anzeichen von Altersakne, kann dies auf verschiedene Gründe zurückgeführt werden. Haben Sie besonderes Pech, hängt dieses Phänomen mit einer genetischen Veranlagung zusammen. Aber auch Ihr Hormonhaushalt kann ausschlaggebend sein. Haben Sie vor kurzem die Pille abgesetzt? Befinden Sich noch in der Schwangerschaft? Dann wird Ihr Dermatologe die Aknebildung möglicherweise darauf zurückführen. Auch wenn die Wechseljahre vor der Tür stehen, steigt die Wahrscheinlichkeit von Hautverunreinigungen.

Fürchten Sie Altersakne, sollten Sie auch Ihren Lebensstil gründlichst unter die Lupe nehmen. Schlafen Sie wenig? Stressen der Alltag und das Berufsleben? Damit sind beste Voraussetzungen für Pickel und Mitesser geschaffen. Was Sie Ihrem Körper als Nahrung zuführen, sollten Sie sich ebenfalls einmal genauer ansehen. Gehören viel Alkohol und reichlich Tabak zu Ihrem täglichen Konsum, wird Sie die Altersakne genau wie bei fettiger Ernährung möglicherweise heimsuchen. Zu viel Sonne, Medikamente und das falsche Make-up können zusätzlich belastend wirken.

Jede Menge wichtige Infos zu gesunder Ernährung erfahren Sie in unseren Videos:

Gesunde Ernährung
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Altersakne den Kampf ansagen

Sind die Pickelchen nicht merh zu verhindern, sondern bereits da, gilt es entsprechend zu handeln. Vermeiden Sie jedoch Überschlagshandlungen. Schaffen Sie keine zusätzlichen Reize durch Kratzen oder Ausdrücken der Pickel und Mitesser. Mit einer ausführlichen Ursachenforschung und Pflege der Haut werden Sie dieses Problem schnell wieder los.

Medikamente gegen Depressionen und Epilepsie gelten als Förderer der Aknebildung. Sind Sie auf solche Präparate angewiesen, ist das Gespräch mit der Ärztin oder dem Arzt eine sinnvolle Option. Hier können Sie sich beispielsweise Hormonpräparate zum Gegensteuern verschreiben lassen. Bei besonders schweren Fällen mit Bakterienbildung können Sie auch mit Benzoylperoxid vorgehen. Das sollten Sie aber ärztlich abklären lassen.

Auch der tagtägliche Umgang mit dem Hautbild sollte überdacht und Hautpflege-Fehler vermieden werden. Werfen Sie einen Blick auf die Inhaltsstoffe Ihres Make-ups und Ihrer Hautpflege. Bei einer zu hohen Menge an Ölen und Fetten werden ihre Talgdrüsen zusätzlich verstopft. Bei der Auswahl an Lotionen sollten Konservierungsstoffe ebenfalls nur in geringen Mengen vorkommen. Zudem sollte genügend Feuchtigkeit in Ihrer Pflege vorhanden sein. Aloe Vera, Teebaumöl und auch Cremes mit Cannabidiol erfüllen diese Voraussetzungen und helfen Ihrer Haut wieder auf die Sprünge.

Dass Sie Ihren Alkohol- und Zigarettenkonsum in diesem Fall reduzieren müssen, versteht sich von selbst. Doch wie sieht es mit der Ernährung aus? Für eine frische und gesunde Gesichtshaut sind Mineralstoffe entscheidend. Das wohl wichtigste Spurenelement ist dabei Zink, da es hormonelle Prozesse ausgleicht und den Fettgehalt der Haut kontrolliert. Linsen, Nüsse und Meeresfrüchte weisen einen besonders hohen Zinkwert auf. Damit die Haut elastisch bleibt, muss auch reichlich Silizium aufgenommen werden. Kartoffeln, Petersilie aber auch Erdbeeren und Birnen sind hier besonders empfehlenswert.