Aktualisiert: 06.06.2020 - 18:34

Wahr oder falsch? 5 Sonnencreme-Mythen im Faktencheck

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Sonnencreme-Mythen stimmen oftmals nicht. Wir klären auf!

Foto: iStock.com / boophotography

Sonnencreme-Mythen stimmen oftmals nicht. Wir klären auf!

Weitverbreitete Sonnencreme-Behauptungen führen oft zur falschen Anwendung des Sonnenschutzes. So viel Wahrheit enthalten die Mythen tatsächlich…

Sonnencreme-Mythen betreffen jeden – obwohl sich beim Sonnenbaden die Geister scheiden. Während die einen ein schattiges Plätzchen und einen kühlen Wind vorziehen, können die anderen von Hitze und gleißendem Licht gar nicht genug bekommen.

Trotzdem gilt: Sonnencreme auftragen ist ein absolutes Muss, unabhängig von Hauttyp, Alter und Sonne-Schatten-Präferenz. Frischen Sie jetzt noch schnell Ihr Wissen über weitverbreitete Sonnencreme-Mythen auf, cremen Sie sich gut ein und schon sind Sie bereit für den Sommer!

Sonnencreme-Mythos 1: Doppelter Lichtschutzfaktor, doppelter Schutz

Falsch! Was viele nicht wissen: Der Lichtschutzfaktor, der auf jeder Sonnencreme angegeben ist, wirkt nicht bei jedem Hauttyp gleich. Es handelt sich dabei nicht um einen Universalschutz, stattdessen verlängert der Lichtschutzfaktor die Eigenschutzzeit der Haut. Helle Hauttypen müssen sich deshalb öfter eincremen als dunkle Hauttypen. Beträgt die Eigenschutzzeit der Haut beispielsweise 10 Minuten (das ist bei sehr hellen Hauttypen oft der Fall), verlängert sich diese durch eine Sonnencreme mit dem Lichtschutzfaktor 50 auf 500 Minuten. So lange kann die entsprechende Person jetzt in der Sonne bleiben, ohne sich zu verbrennen – theoretisch, denn Experten empfehlen, diesen Zeitraum nicht auszureizen.

Übrigens: Der Eigenschutz der Haut von Babys und Kleinkindern ist besonders schwach. Schützen Sie Ihre Kleinen deshalb mit Sonnencreme für Babys oder Kindern.

Sonnencreme-Mythos 2: Gut vorgebräunt ist halb gecremt

Falsch! Oft wird davon ausgegangen, dass vorgebräunte Haut einen niedrigeren Lichtschutzfaktor benötigt als Haut, die der Sonne noch nicht ausgesetzt war. Auch das ist – leider – ein Irrtum. Der Schutz, der durch die Bräune der Haut aufgebaut wird, ist verschwindend gering und kommt nicht einmal an den Schutz einer Creme mit niedrigem Lichtschutzfaktor annähernd heran.

Sonnencreme-Mythos 3: Sonnencreme macht Pickel

Halb richtig. Viele verzichten auf Sonnencreme, da deren ölige Konsistenz die Poren verstopfen und zu Pickeln führen kann. Gerade Sonnencreme im Gesicht ist deshalb eher unbeliebt. Aber: Auch pickelfreie Haut sieht weder gut aus, noch fühlt sie sich gut an, wenn sie aufgrund von Sonnenbrand knallrot ist. Anstatt auf den Sonnenschutz zu verzichten, empfiehlt es sich, ein wenig Zeit und Recherche in die Suche nach der richtigen Sonnencreme zu investieren. Das Angebot an Sonnencremes ist mittlerweile riesig und umfasst neben bekannten Marken auch sehr gute Eigenmarken von Drogerien sowie Naturkosmetik. Da finden Sie garantiert die richtige Sonnencreme für sich.

Tipp: Suchen Sie nach Cremes, die nicht komedogen sind. Diese Angabe bedeutet, dass die Creme nicht die Poren verstopft. Das vermindert wiederum die Bildung von Pickeln und Mitessern.

Sonnencreme-Mythos 4: Wasserfeste Sonnencreme ist wirklich wasserfest

Halb richtig. Die gute Nachricht zuerst: Wasserfeste Sonnencreme ist keine Marketing-Lüge. Eine Sonnencreme, die als wasserfest bezeichnet wird, muss auch nach einem zwanzigminütigen Bad noch 50% ihrer ursprünglichen Schutzkraft aufweisen. Schweiß und Reibung, zum Beispiel durch das Abtrocknen nach dem Schwimmen, sorgen allerdings dafür, dass sich die Sonnencreme weitaus schneller verflüchtigt – demzufolge lässt auch der Schutz nach. Regelmäßiges Auffrischen auch der wasserfesten Sonnencreme ist deshalb ein Muss.

Sonnencreme-Mythos 5: Keine Sonnencreme an bedeckten Tagen

Falsch! Viele gehen davon aus, dass das Auftragen von Sonnencreme nur dann notwendig ist, wenn die Sonne richtiggehend vom Himmel brennt. Das ist ein Irrtum. Auch wenn der Himmel bewölkt ist, sollten Sie sich immer eincremen. Wolken reichen nicht aus, um die gefährlichen Sonnenstrahlen zu blocken – ganz im Gegenteil: Da Wolken aus Wasser bestehen, welches das Licht der Sonne reflektiert, wirken die Strahlen sogar noch aggressiver. Sonnenbrandgefahr hoch zehn!

Quellen: treatwell.de, friday-magazine.ch, wunderweib.de

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