Aktualisiert: 19.05.2020 - 21:16

Gemeinschaftsaktion So werden Sie Infektionsschutzhelfer!

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Machen Sie mit: Gemeinsam können wir es schaffen, als Infektionsschutzhelfer im Arbeitsalltag Infektionsquellen zu erkennen und die Coronavirus-Pandemie einzudämmen. Und zwar so:

Foto: iStock/valentinrussanov

Machen Sie mit: Gemeinsam können wir es schaffen, als Infektionsschutzhelfer im Arbeitsalltag Infektionsquellen zu erkennen und die Coronavirus-Pandemie einzudämmen. Und zwar so:

"Eine Million Infektionsschutzhelfer für Deutschland": Das Ziel dieser Aktion ist hoch gesetzt – aber doch so wichtig. Und es erhält Zulauf. Wie Sie selbst mitmachen können, die Corona-Pandemie und andere Infektionskrankheiten effektiv zu bekämpfen: hier!

So langsam nervt's. Coronavirus da, Covid-19 hier, Maske dort. Die Normalität kommt zwar so langsam zurück – doch wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass Sars-CoV-2 nicht einfach so verschwindet. Das Virus bleibt, wir müssen nur lernen, damit umzugehen. Dass das für Unternehmen und ihre Mitarbeiter gar nicht mal so schwer ist, zeigt die Initiative "Infektionsschutzhelfer.de".

Seit Mitte April läuft das Projekt und bereits zwei Wochen später hatten sich schon über 1.000 Unternehmen angemeldet und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausbilden lassen – genauer gesagt über 12.500 Personen, die bei der Gemeinschaftsaktion "Deutschland sucht eine Million Infektionsschutzhelfer" schon mitmachen. Zahl steigend. Worum geht's?

"Deutschland sucht eine Million Infektionsschutzhelfer": Aktiver Schutz im Unternehmen

Knapp 100 Unternehmen aus ganz Deutschland haben die Aktion initiiert, jetzt schlägt sie bereits Wellen. Hintergrund ist folgender Gedanke: Wenn in jedem Unternehmen ausgebildete Infektionsschutzhelfer Risiken identifizieren und Infektionsherde beseitigen, kann die Wirtschaft eine zweite große Infektionswelle verhindern. Denn wir werden langsam träge, haben keine Lust mehr auf Masken und Einschränkungen.

Doch das Virus freut sich schnell – und wenn es wirklich zu einer zweiten Welle kommt, die wir gemeinsam verhindern können, kommt auch ein erneuter Shutdown. Das wäre das endgültige Aus für viele Unternehmen. Zudem kann nicht jeder im Home Office arbeiten. Manche Berufe erfordern Anwesenheit vor Ort – oder die Situation zuhause lässt die ungestörte Arbeit nicht zu.

Aber: Unternehmen und ihre Mitarbeiter können selbst etwas tun! Innerhalb der nächsten Tage und Wochen sollen eine Million zertifizierte Infektionsschutzhelfer zur Corona-Vorsorge ausgebildet werden. So lassen sich Corona-Infektionen am Arbeitsplatz durch drei wichtige Maßnahmen verhindern. Infektionsschutzhelfer...

  • ... identifizieren Infektionsherde am Arbeitsplatz und treffen die richtigen Entscheidungen.
  • ... erkennen Krankheitsanzeichen bei Kolleginnen und Kollegen.
  • ... organisieren die Arbeit so, dass sich möglichst wenige anstecken.

Damit das klappt, hat die Initiative "Infektionsschutzhelfer.de" eine kostenlose Online-Schulung basierend auf Wissen aus der Virologie, der Arbeitsmedizin und der Arbeitssicherheit aufgebaut. "Bei der Schulung geht es um mehr als nur Händewaschen", sagt Mitinitiator Tobias Metz, Vorstandsvorsitzender der AuA24 AG. "Es geht darum, Arbeit so zu organisieren, dass das Risiko von Neuinfektionen drastisch sinkt."

Und so funktioniert das Ganze:

  • Über die Webseite der Gemeinschaft kann jeder Interessierte sofort kostenlos mit einer Ausbildung zum Infektionsschutzhelfer starten. Dabei lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die wichtigsten Grundsätze der Arbeitssicherheit und des Infektionsschutzes. Das Ganze dauert weniger als 20 Minuten und nach bestandener Prüfung gibt's ein Zertifikat als Infektionsschutzhelfer.
  • Unternehmen können innerhalb von zehn Minuten eine Gefährdungsbeurteilung nach dem Sars-CoV-2-Arbeitsschutzstandard des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales erstellen. Denn Arbeitgeber sind nach § 5 ArbSchG dazu verpflichtet, potenzielle Gefährdungen für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu identifizieren und Maßnahmen zum Senken der Risiken einzuleiten. Das lässt sich mithilfe des Online-Tools für alle Unternehmen umsetzen: Den Unternehmen werden auf Basis verschiedener, nach dem Arbeitsschutzgesetz gerichteter Fragen individuelle Maßnahmen vorgeschlagen.
  • Ausgebildete Infektionsschutzhelfer und Unternehmen erhalten alle Dokumente und Muster-Betriebsanweisungen kostenlos.

"Schnell und einfach so viele Menschen wie möglich erreichen"

"Angesichts einer drohenden zweiten Infektionswelle haben wir uns gefragt: Was können wir tun?", erklärt Tobias Metz. "Wir mussten etwas entwickeln, mit dem wir schnell und einfach so viele Menschen wie möglich erreichen und schulen können."

Dafür hat sich die Aktionsgemeinschaft am Sars-CoV-2-Arbeitsschutzstandard des Bundesministerium für Arbeit und Soziales orientiert und darauf aufbauend die Schulung sowie die Gefährdungsbeurteilung entwickelt. Für Hotels und Pensionen gibt es übrigens eine angespasste Schulung.

Damit das Ganze aktuell bleibt, haben die Initiatoren eine notarielle Erklärung abgegeben: So wird die Schulung mindestens zehn Jahre lang aktuell gehalten und bleibt in dieser Zeit auch kostenlos: "Wir möchten aus der Situation keinen Profit schlagen", sagt Tobias Metz. "Neben der Verhinderung einer zweiten Infektionswelle möchten wir vor allem auch zeigen, wie gut Digitalisierung Unternehmen dabei helfen kann, Infektions- und Arbeitsschutz umzusetzen."

Der große Vorteil ist die schnelle und sichere Möglichkeit, die Schulung durchzuführen. Hierbei hilft die Digitalisierung ungemein. Metz ist überzeugt: "Wenn wir eine neue Corona-Welle verhindern wollen, müssen wir groß denken." Denn: "Es genügt nicht, nur hier und da ein paar Maßnahmen einzuleiten. Wir brauchen in praktisch jedem Unternehmen eine Fachkraft für Infektionsschutz."

Auch BILD der FRAU macht mit! Helfen auch Sie mit, die Coronavirus-Pandemie weiter einzudämmen und schützen Sie sich und andere vor Covid-19 und anderen Infektionskrankheiten! Sie möchten sich auch zum Infektionsschutzhelfer ausbilden lassen und den Infektionsschutz für Ihr Unternehmen umsetzen? Mehr Infos zur Aktion sowie einen direkten Link zur Schulung gibt's hier: https://infektionsschutzhelfer.de

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