Aktualisiert: 31.07.2020 - 11:52

Schmerzhafte Überreaktion Maskenpflicht: Hilfe, Pickel-Alarm!

Empfindliche Haut hat sowieso schon zu kämpfen – unter der Maske können Hautirritationen und Pickel erst recht ausarten. Diese Tipps helfen.

Foto: imago images / Westend61

Empfindliche Haut hat sowieso schon zu kämpfen – unter der Maske können Hautirritationen und Pickel erst recht ausarten. Diese Tipps helfen.

Maske tragen schützt andere und ist derzeit vielerorts Pflicht. Doch unsere Haut kommt mit dem Stück Stoff oder Papier nicht unbedingt gut zurecht. Gerade, wer unter empfindlicher oder unreiner Haut leidet, hat mit Hautproblemen zu kämpfen. Was tun bei "Maskne"?

Die Maskenpflicht ist in Deutschland angekommen: In Bus und Bahn sowie im öffentlichen Bereich beim Einkaufen müssen wir uns mit Mund-Nasen-Schutz oder zumindest mit Behelfsmaske aus Stoff bekleiden, um die Ansteckungsgefahr zu minimieren und so andere zu schützen. Doch gerade Menschen mit Hauptroblemen und empfindlicher Gesichtshaut leiden – und ein neues Wort ist geboren: "Maskne". Welche Hautirritationen die Maske hervorrufen kann – und wie wir unsere Gesichtshaut richtig pflegen und schützen können.

Maske und Gesichtshaut: Irritationen für viele vorprogrammiert

Hautärztinnen und Hautärzte können so langsam wahrscheinlich ein Lied von Patienten mit Hautproblemen aufgrund der Maske singen. Und wer selbst unter Problemen mit der Gesichtshaut leidet, weiß, was jetzt kommt: Pickelchen, schmerzhafte, rote Hautreizungen, sogar Akneausbrüche und in schlimmen Fällen Hautinfektionen und allergische Reaktionen rund um Mund und Nase. Das ist vor allem schmerzhaft, kann sogar gefährlich werden.

Die Maske daher aber nicht mehr zu tragen, ist leider keine Option – allein auch, um die empfindliche Haut vor weiteren Umwelteinfüssen zu schützen. Klinkt paradox, oder?

Warum unreine Haut und Irritationen durch die Maske entstehen

Die Gesichtshaut ist sehr sensibel. Das merken unter der Maske auch schnell Menschen, die normalerweise keine allzu großen Probleme mit Unreinheiten oder anderen Hautirritationen haben. Doch das Maskenmaterial reibt beim Tragen gern einmal an empfindlichen Hautpartien. Vor allem dann, wenn die Maske nicht richtig sitzt. Oder aber sie drückt ein. Die geschädigte Hautoberfläche wird dadurch anfälliger, kann sich gleichzeitig bei langem Tragen aber kaum erholen.

Außerdem kann es unter der Maske ganz schön warm werden – je nach Material. Einwegmasken sind in der Regel leichter, aber auch hier wird's einerseits durch die feuchte, warme Atemluft, andererseits durch Wärme von außen gerade im warmen Laden schnell mal schwitzig. Und Schweiß, Fett und eventueller Schmutz, sowie Make-up, verstopfen die Poren umso mehr. Das feuchtwarme Klima kann sogar einen fiesen Nährboden für Bakterien darbieten.

Zum Glück gibt es aber ein paar Tricks, mit denen die Haut auch unter der Maske wieder aufatmen kann und genug Pflege erhält.

Tipp 1: Maske wechsel dich!

Tragen Sie Ihre Maske nie zu lange. Das hilft nicht nur der Haut, sondern auch dem Infektionsschutz. Sobald die Maske feucht ist – und das geht leider verdammt schnell – sollte sie gewechselt werden. Denn im feuchten Material können sich erst recht Krankheitserreger einnisten. Und zwar nicht nur das Coronavirus. Einwegmasken sind hier natürlich praktisch, aber auch eine Umweltbelastung. Dafür sind sie leichter als Baumwollmasken. Sollten Sie aber wiederverwendbare Masken nutzen, nehmen Sie am besten mehrere frisch gewaschene Masken mit, wenn Sie unterwegs sind. Tipp: Jede frische Maske in einem verschließbaren Beutel aufbewahren – und sie nach Gebrauch auch luftdicht verschließen, bis sie gewaschen werden kann.

Verwenden Sie die Maske immer nur einmal. Das heißt bei wiederverwendbaren Masken: Nach dem Tragen waschen!

Tipp 2: Finger weg!

Wir wissen, das fällt uns allen schwer, aber die (ungewaschenen) Hände gehören nicht ins Gesicht! Jetzt noch weniger als zuvor! Einerseits können Sie so über Ihre Finger Erreger in die Nähe Ihrer Schleimhäute bringen. Andererseits tut das auch der Haut nicht gut. Und wenn Sie Maske tragen, kann es sein, dass Sie so Virus auf diese aufbringen und dann tatsächlich einatmen – oder die Maske ist von außen verseucht und die Erreger landen an Ihren Fingern, mit denen Sie dann wiederum etwas anderes berühren.

Und gerade unter der Maske wird unsere Haut schnell feucht. Da vermehren sich Keime umso mehr – was auch der Haut nicht gut tut.

Mehr dazu übrigens: Maskenpflicht: Richtiger Umgang mit der Mund- und Nasenmaske

Tipp 3: Pflegeroutine einhalten und anpassen

Ihre Haut macht Ihnen normalerweise keine Sorgen? Dann sollten Sie sich mit der Pflege vorsichtig vortasten. Ein Zuviel kann sie nämlich nur unnötig belasten. Ansonsten einfach an die auf die persönliche Gesichtshaut individuell abgestimmte Pflegeroutine achten und dabei höchstens etwas sanfter vorgehen. Übertreiben Sie es aber nicht! Jetzt ständig das Gesicht zu waschen, macht die Sache eher schlimmer.

Sind Sie wieder zuhause angekommen und nehmen die Maske ab, stellen aber fest, dass die Haut darunter feucht ist, tupfen Sie sie am besten vorsichtig mit einem trockenen Kosmetiktuch ab und lassen Sie sie trocknen. Dann abends ganz normale Pflegeroutine walten lassen. Eine Feuchtigkeitspflege hilft hier natürlich zusätzlich.

Tipp 4: Auf Make-up verzichten

Dieser Tipp wird vielen sicher nicht gefallen, aber ist auch generell ohne Maskenpflicht gut für die Haut: Verzichten Sie auf unnötiges Make-up oder setzen Sie es zumindest sparsamer ein. Statt Foundation reicht vielleicht ein leichtes Puder, um die Poren nicht noch unnötig zu verstopfen. Außerdem: Unter der Maske sieht's eh keiner. Die Augen dürfen selbstverständlich trotzdem geschminkt werden.

Extratipp: Desinfektionstücher gehören NICHT ins Gesicht!

So schnell der Gedanke auch da ist und so ansprechend er vielleicht erst einmal klingt: Desinfektionsmittel hat im Gesicht nichts zu suchen! Es entfettet die Gesichtshaut und lässt sie schnell austrocknen. Zudem sind die darin enthaltenen Stoffe sicherlich alles andere als pflegend. Selbiges gilt übrigens auch für normales Flächendesinfektionsmittel und die Hände. Die Folge sind dann nicht nur "Maskne", sondern auch langfristige Hauptrobleme.

Übrigens: Wenn Sie sich ihre Maske selbstmachen: Bitte keine Staubsaugerbeutel verwenden! Und hilft eine selbstgemachte Maske überhaupt?

Bei Hautproblemen können Sie sich auch auf unserer Themenseite über Hautpflege umschauen. Neues zum Coronavirus gibt es auf ebendieser Themenseite.

Zu den Links:
Der Artikel enthält sogenannte Affiliate-Links. Die verlinkten Angebote stammen nicht vom Verlag. Sofern Sie die Links zum Kauf der verlinkten Produkte nutzen, erhalten wir eine kleine Provision, ohne dass Ihnen hierdurch zusätzliche Kosten entstehen. Die Einnahmen tragen dazu bei, Ihnen hochwertigen, unterhaltenden Journalismus kostenfrei anbieten zu können.

Die neuesten Videos von BILD der FRAU

Die neuesten Videos von BILD der FRAU

Beschreibung anzeigen
Eine Marke der FUNKE Mediengruppe