23.04.2020 - 17:33

Studie zeigt Coronavirus: Tränen von Infizierten können ansteckend sein!

Neue Erkenntnisse zur Infektion mit dem Coronavirus: Forscher glauben, dass Tränen von Infizierten ansteckend sein könnten.

Foto: imago images / Sven Simon

Neue Erkenntnisse zur Infektion mit dem Coronavirus: Forscher glauben, dass Tränen von Infizierten ansteckend sein könnten.

Auch wenn das Coronavirus die Welt bereits seit Monaten in Atem hält – noch immer wissen wir längst nicht alles darüber. Täglich erlangen Ärzte und Wissenschaftler neue Erkenntnisse über die gefährliche Lungenkrankheit. Nun wollen Forscher herausgefunden haben, dass auch die Tränen von Infizierten gefährlich werden könnten.

Trotz der Lockerungen, die die Bundesregierung in den Zeiten des Coronavirus beschlossen hat, gilt immer noch die Devise: Abstand halten und die Hygieneregeln sorgsam befolgen. Somit lässt sich die Coronavirus-Pandemie hoffentlich weiter eindämmen und wir schützen nicht nur uns, sondern auch unsere Liebsten sowie Menschen aus den betroffenen Risikogruppen. Je länger wir mit der Lungenerkrankung konfrontiert sind, desto mehr neue Erkenntnisse gewinnt die Wissenschaft über das heimtückische Virus. Laut einer neuen Studie vermuten Forscher, dass Tränen von Corona-Infizierten gefährlich werden können.

Coronavirus: Tränen von infizierten Patienten können ansteckend sein

Das Coronavirus und seine Auswirkungen bringen viel Kummer mit sich. Geliebte Menschen kann man nicht mehr sehen, um sie zu schützen. Hochzeiten und Urlaube müssen abgesagt werden. Die Geburt des Enkelkindes und seine ersten Tage im Leben können nur am Telefon miterlebt werden. All diese soziale Distanz und der emotionale Verzicht machen traurig, sodass gewiss auch das ein oder andere Tränchen über die Wange rollt. Sicherlich auch bei Patienten, die mit dem Coronavirus infiziert sind und eine schwere Zeit durchstehen müssen.

Studie zu Coronavirus aus Italien

Forscher aus Italien haben nun die Entdeckung gemacht, dass die Tränen von Corona-Patienten ansteckend sein können! Das Nationale Institut für Infektionskrankheiten Spallanzani in Rom untersuchte das Augensekret von Infizierten. Die Ergebnisse der Studie wurden im Fachmagazin "Annals of Internal Medicine" veröffentlicht. Laut ihrer Untersuchungen kommen sie zu dem Ergebnis, dass sich das Coronavirus in der menschlichen Bindehaut vermehren kann. Die Tränenflüssigkeit von Infizierten kann ansteckend sein.

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Patientin mit Bindehautentzündung

Die Studie zu dieser Thematik wurde durch eine Zufallsentdeckung angestoßen. Eine 65-jährige Frau war Ende Januar aus dem chinesischen Wuhan nach Italien eingereist. Neben anderen Symptomen, die für eine Erkrankung mit dem Coronavirus sprachen, hatte die Frau auch eine Bindehautentzündung an beiden Augen, als sie ins Spallanzani Krankenhaus eingeliefert wurde. Die Ärzte nahmen einen Augenabstrich und konnten das Virus auch in der Tränenflüssigkeit nachweisen. Zudem konnten sie nachweisen, dass sich das Coronavirus nicht nur in den Atemwegen, sondern auch im Augensekret vervielfachte. In der Tränenflüssigkeit war das Virus auch noch nachweisbar, als in den Proben aus der Nase schon nichts mehr zu finden war.

Wichtige Erkenntnisse auch für spezifische Berufsgruppen

Concetta Castilletti aus dem dortigen virologischen Labor gibt zu bedenken: "Diese Forschungsarbeit zeigt auf, dass die Augen nicht nur ein Eingangstor für das Virus sind, sondern auch eine potenzielle Ansteckungsquelle." Besonders für Augenärzte und Optiker sei dies ein wichtiger Aspekt, da sie sich leicht im Kontakt mit infizierten Patienten oder Kunden anstecken könnten.

Die Studie wurde bereits an die Weltgesundheitsorganisation (WHO) weitergeleitet.

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Wussten Sie, dass homosexuelle Menschen nicht zur Blutspende dürfen ? Ein skandalöser Zustand und gerade in Zeiten des Coronavirus, wo Blutspenden dramatisch zurückgehen, ziemlich unverantwortlich.

Auch diesen Artikel finden Sie auf unserer Themenseite: Coronavirus: An diesem Tag sind Infizierte am ansteckendsten!

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