Aktualisiert: 19.11.2020 - 08:48

Nervige Masken-Nebenwirkung Genialer Trick: So beschlägt die Brille nicht trotz Corona-Maske!

Das Tragen eines Mundschutzes kann vor allem für Brillenträger oder Menschen, die viel reden, nervig sein. Mit diesen Tipps gehören beschlagene Brille durch Corona-Maske und verrutschendem MNS der Vergangenheit an!

Foto: iStock/ChesiireCat

Das Tragen eines Mundschutzes kann vor allem für Brillenträger oder Menschen, die viel reden, nervig sein. Mit diesen Tipps gehören beschlagene Brille durch Corona-Maske und verrutschendem MNS der Vergangenheit an!

In Deutschland ist eine Maske im ÖPNV und in Einkaufsläden derzeit Pflicht. Für Brillenträger entsteht dadurch ein kleines oder bisweilen auch größeres, in jedem Fall nerviges Problem: Die Gläser sind dauernd beschlagen! Das kann sogar zu Stürzen führen. Was also tun?

Aus Schutz vor dem Coronavirus tragen wir derzeit einen Mund- und Nasenschutz. Doch Brillenträger haben dabei oft folgendes Problem: Die Brille beschlägt wegen der Maske. Was kann man dagegen machen und welche hilfreichen Tricks gibt es?

Beschlagene Brille: Darum sehen wir aufgrund Maske nix mehr

Durch Ausatmen entsteht warmer Dampf, der Brillenträgern das Leben schwieriger macht. Das merken Menschen mit Nasenfahrrad vor allem im Winter, wenn sie aus der Kälte ins Warme kommen, etwa in einen vollen Bus einsteigen. In diesem Jahr gestaltet sich das Problem aber gleich noch schwerwiegender: Die Maske – also die Mund-Nasen-Bedeckung – führt dazu, dass der ausgeatmete Wasserdampf nicht verteilt wird, sondern sich die kleinen Ritzen zwischen Maske und Gesicht sucht. Das merkt man an einem leichten Zug an den Augen – oder eben an beschlagener Brille. Da reicht oft ein einzelner Atemzug.

Dieser Nebeneffekt ist nicht nur unangenehm und stört im Alltag. Wer nicht aufpasst, riskiert durch die plötzlich fehlende Sicht sogar Verletzungen. Mit diesen Tipps können Brillenträger die Effekte allerdings abmildern.

Tipp 1: Maske an der Nase fixieren – mit Pflaster!

Die Devise lautet, das Aufsteigen der warmen Luft zu verhindern. Das geht am einfachsten mit einem wirklich simplen Trick, den jetzt sogar Ärzte verraten! Ein Arzt aus den USA zeigt auf Twitter direkt mal, was zu tun ist:

Es ist so simpel wie genial: Maske einfach mit einem Pflaster auf der Nase festkleben! Daniel M. Heiferman schreibt dazu: "Sollten Sie ständig das Problem haben, dass die Brille beschlägt oder die Maske einfach nicht über der Nase sitzen bleiben will, wirkt ein einfaches Pflaster Wunder." Den Trick habe er im OP gelernt – dort trägt das Medizinische Personal schließlich oft stundenlang Mund-Nasen-Bedeckung und muss dabei auch reden. Das Problem der umherrutschenden Masken und beschlagenen Brillen kennt man dort also nur zu gut. "Gerne teilen, könnte Leben retten!", fügt Heiferman noch hinzu. Und damit hat er recht: Eine Maske schützt nur, wenn sie richtig sitzt!

Doch es gibt auch noch ein paar andere Tricks, wie die Maske nicht rutscht und die Brille nicht beschlägt: Das Rutschen und Beschlagen kann man beispielsweise durch einen dünnen Draht oder einen Bastel-Pfeifenreiniger unterbinden, der die Maske fest an der Nase fixiert. So kann die Luft nicht zwischen Maske und Brillenränder entweichen, sondern geht nach unten hin weg. Bei selbstgenähten Masken kann man das formbare Metall einnähen, sodass sich die Oberkante an die Nasenform anpassen lässt. OP-Masken besitzen meist schon einen kleinen Draht, der sich anpassen lässt, ebenso wie die noch festeren FFP2-Masken. Hier gibt es sogar Modelle mit ein wenig Schaumstoff am Nasenbügel, der noch besser abdichtet. Praktisch bei diesen Tricks: Man kann die Maske leichter mal absetzen.

Manchmal hilft es übrigens, hier ein wenig nachzujustieren – und die Brille ein Stück auf die Maske zu setzen. Aber der Tipp kommt weiter unten...

Tipp 2: Tipp aus Japan – Maske umschlagen

Die Maskenkultur in Japan und vielen weiteren Teilen Asiens ist aufgrund der vorherrschenden schlechten Luftverhältnisse sowie als Schutz der Mitmenschen vor Erkältungskrankheiten weiter verbreitet, als in Deutschland. Deshalb entstand dort dieser einfache Tipp: Die obere Kante der Maske einfach nach innen einschlagen. Der Trick funktioniert recht ordentlich und fängt den feinen Nebel des Ausatmens einfach ab.

So trage ich den Mundschutz richtig
So trage ich den Mundschutz richtig

Tipp 3: Brille über die Maske

Dieser Tipp ist sehr einfach und funktioniert: Die Brille über der Maske tragen. Die Luft steigt zwar hoch, fließt aber an den Gläsern vorbei. Wer diesen Trick ausprobiert, wird möglicherweise bemerken, dass die Sehhilfe nicht immer perfekt sitzt und vielleicht auch mal rutschen kann. Diesem Problem könnten Sie mit einem Brillenband vorbeugen. Das gibt es als Gummi, um die Brille gleich am Kopf zu fixieren. Wer modebewusster durchs Leben geht, greift auf eine Brillenkette zurück, die zumindest dafür sorgt, dass die Brille nicht ganz herunterfällt und kaputt geht. Aufpassen: Die Brille vorsichtig aufsetzen, da sonst Beschädigungen entstehen können.

Tipp 4: Hausmittel Spüli – der alte Trick der Bahnfahrenden

Verwenden Sie eine milde Seife oder Spülmittel, reiben Sie die Brillen innen und außen damit ein und reiben Sie die Brille ab. Nicht nachspülen! Der Spüli-Film sorgt dafür, dass Wassertropfen nicht mehr haften bleiben. Wenn ihnen der Effekt zu gering ist, dann funktioniert auch Rasierschaum relativ gut. Den Schaum auf die Brillen reiben. Informieren Sie sich aber am besten vorher bei ihrem Optiker, ob ihre Gläser diese Behandlungen unbeschadet überstehen – denn viele moderne Gläser sind heute beschichtet, etwa um Spiegelungen zu vermeiden. Die Beschichtung kann durch Reinigungsmittel beschädigt werden!

Tipp 5: Nach unten ausatmen (Flötenatmung)

Hilfreich ist außerdem die sogenannte Flötenatmung, eine Atemtechnik, die beim Spielen von Blasinstrumenten zum Einsatz kommt. Die Luft sollte dabei nicht in alle Richtungen, sondern gezielt nach unten entweichen. Anfangs benötigt die Technik zwar ein wenig Übung. Doch mit der Zeit stellt man fest, dass die Brillengläser kaum noch anlaufen.

Praktisch übrigens: Die Brille könnte uns auch gegen Coronaviren schützen!

Die Qual der Wahl: Stoff, OP, FFP3: Welche Maske hilft wem? Übrigens sollten Sie Ihre Maske bitte nicht am Autospiegel aufbewahren! Das Problem dabei ist ein rechtliches. Und ein hygienisches! So kann der Mundschutz auch krank machen!

Mehr zum derzeit alles beherrschenden Thema, dem Coronavirus, finden Sie auf unserer Themenseite.

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