23.03.2020

Entschädigungen zu gering Deutsche Krankenhäuser werden sterben: Kliniken kritisieren Spahns Entlastungspläne

Deutsche Kliniken sollen Entschädigungszahlungen erhalten, weil sie unter anderem Intensivbetten aufstocken mussten.

Foto: imaginima

Deutsche Kliniken sollen Entschädigungszahlungen erhalten, weil sie unter anderem Intensivbetten aufstocken mussten.

Kritik an Spahns Vorschlag zur Unterstützung der Kliniken bezüglich der Corona-Krise stand im Raum. Nun besserte der Gesundheitsminister daher seinen Gesetzesentwurf nach.

Gesundheitsminister Jens Spahn kündigte ein Gesetz an, mit dem Krankenhäusern bei der Corona-Krisenbewältigung geholfen werden soll. Damit geriet er in die Kritik. Kliniken und Verbände erachteten die erdachte Entschädigungssumme als zu gering, wie Spiegel bereits berichtete. Ihrer Ansicht nach würden die deutschen Krankenhäuser dann "sterben". Jetzt besserte Jens Spahn nach.

Bei Spahns geringen Entschädigungen käme es zum Sterben der deutschen Krankenhäuser

7,8 Milliarden Euro sollten den deutschen Kliniken zur Hilfe kommen. Damit sollten die Krankenhäuser wirtschaftlich unterstützt werden, weil sie Operationen verschieben mussten und Intensivbetten aufstockten. Zu den Vorwürfen, dass diese Hilfe zu gering ausfallen wurde, gehörte auch die Aussage von Thomas Menzel, Vorstand der hessischen Krankenhausgesellschaft, gegenüber der Bild: "So sterben die Krankenhäuser noch vor dem Ende der Corona-Krise. Das ist eine Katastrophe für die Menschen in Deutschland, die Krankenhäuser und ihre Mitarbeiter. Kliniken werden insolvent und müssen schließen – gerade, wenn sie gebraucht werden".

Nach dieser Kritik lenkte Spahn ein und überarbeitete seinen Gesetztesentwurf. Laut ntv sollen die Entschädigungen nun doch höher ausfallen als geplant. Über den Gesetzesentwurf wird das Bundeskabinett heute beraten.

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