18.03.2020

Krankenhaus-Notfallplan erarbeitet Hotels, Hallen und Rehazentren werden in der Corona-Krise zu Krankenstationen

Die Intensivkapazitäten sollen erhöht werden. Um die Krankenhäuser dabei zu entlasten, werden Hotels, Hallen und Rehazentren zu Behandlungsstätten umfunktioniert.

Foto: iStock/Martin Barraud

Die Intensivkapazitäten sollen erhöht werden. Um die Krankenhäuser dabei zu entlasten, werden Hotels, Hallen und Rehazentren zu Behandlungsstätten umfunktioniert.

Von Tag zu Tag wird die Lage ernster und auf den möglichen schlimmen Höhepunkt mit einer immensen Zahl an Infizierten mit Symptomen bereitet sich Deutschland nun weiter vor.

Deutschland rüstet sich für den Fall, dass die Zahl der an dem neuartigen Coronavirus Sars CoV-2 und der Lungenkrankheit Covid-19 Erkrankten drastisch ansteigt. Laut dem Spiegel ist ein Krankenhaus-Notfallplan gefasst, in dem es heißt, dass Hotels, Rehazentren und Hallen zu provisorischen Krankenstationen gemacht werden.

In der Corona-Krise: Hotels, Hallen und Rehas werden zu provisorischen Behandlungszentren

In den Kliniken selbst soll versucht werden, die Intensivkapazitäten aufzustocken, um mehr Menschen mit schweren Krankheitsverläufen behandeln zu können. Um die Kliniken bei diesem Aufbau von provisorischen Intensivkapazitäten zu entlasten, werden andere Standorte, wie beispielsweise Hotels, Rehabilitationseinrichtungen und Hallen umfunktioniert. Diese provisorischen Behandlungszentren sind vor allem für die Unterbringung und Behandlung von leichteren Krankheitsfällen gedacht.

In Berlin werden für die Umsetzung dieses Plans unter anderem die Messehallen umfunktioniert und mit 1000 Betten bestellt. Gestern verkündete der Regierende Bürgermeister Berlins Michael Müller auf Twitter diesbezüglich: "Versorgt werden leicht Erkrankte mit Notwendigkeit der stationären Behandlung und Notfallbeatmungspatienten."

Bedachte Personalplanung ebenfalls im Notfallplan der Krankenhäuser enthalten

Der Krankenhaus-Notfallplan sieht auch vor, dass alle Kliniken und sämtliche Einrichtungen des Gesundheitswesens "ihre Lagerbestände, Altbestände und 'Keller' durchforsten nach Gerät (Betten, Liegen, EKGs, Beatmung etc.), das im Fall der Fälle genutzt werden kann". Zudem soll die Personalplanung bedacht werden. Beispielsweise soll bereits bestehendes Personal für den Einsatz im Intensivbereich geschult und Medizinstudenten der höheren Semester als Unterstützung herangezogen werden.

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