16.03.2020

Ähnliche Symptome wie Covid-19 Corona oder Allergie: So erkennen Sie den Unterschied!

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Corona oder Allergie: So erkennen Sie den Unterschied!
Mi, 25.03.2020, 22.50 Uhr

Corona oder Allergie: So erkennen Sie den Unterschied!

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Das Coronavirus breitet sich weiter aus. Auch die Allergiesaison hat wieder begonnen. So erkennen Sie den Unterschied!

Trockener Husten und Kopfschmerzen: Diese Symptome kennen Allergiker, wenn die Pollensaison wieder startet. Auch eine Erkrankung am Coronavirus kann ähnliche Symptome hervorrufen. Das ist der Unterschied zwischen einer Infektion Covid-19 und einer Allergie.

Coronavirus oder Allergie: Das sind die Symptome

Die Lungenkrankheit Covid-19 ruft teils ähnliche Beschwerden wie eine Allergie hervor. Dazu zählen trockener Husten und manchmal auch Kopfschmerzen.

Der wichtigste Unterschied zwischen Covid-19-Symptomen und denen einer saisonal bedingten Allergie haben mit der Nase zu tun. "Neben Niesen, Naselaufen und verstopfter Nase klagen Allergiker meistens über Augenjucken. Das kommt bei Infekten inklusive Covid-19 nicht vor", erklärt der Allergologe Prof. J. Kleine-Tebbe gegenüber t-online.de.

Auch der Allgemeinzustand macht den Unterschied: Mit Covid-19-Infizierte haben laut Robert Koch-Institut häufig Fieber, fühlen sich müde und schwach. Das ist bei Allergikern weniger der Fall. "Außerdem sind Infektsymptome dauerhaft – also den ganzen Tag – vorhanden und nicht wie bei Allergien spontan einsetzend mit Pausen dazwischen", sagt Prof. Kleine-Tebbe.

Fit & gesund durch die Coronakrise
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Corona: Sind Allergiker gefährdeter als andere?

Einige Experten gehen davon aus, dass Allergiker ein leicht erhöhtes Infektrisiko in sich tragen. Der Grund: Wer an Heuschnupfen und allergischem Asthma leidet, ist anfälliger für Viren, aufgrund der im Körper stattfindenden entzündlichen Reaktionen.

Das betrifft nicht nur den Coronavirus, sondern auch die Schnupfen und Erkältungen auslösende Rhinoviren oder das Influenzavirus. Das erhöhte Risiko lässt sich noch nicht wissenschaftlich belegen und gilt im Übrigen auch für Raucher.

Fazit: Allergiker müssen keine außergewöhnlichen Vorkehrungen treffen, sondern die allgemeinen Verhaltensregeln wie regelmäßiges Händewaschen oder das Meiden großer Menschenmengen beachten, so wie alle anderen auch.

Und wenn sich doch weitere Symptome zeigen?

Wenn Fieber dazukommt und Kontakt zu Personen aus Risikogruppen bestanden hat, also ein Verdacht auf eine Coronainfektion besteht, ist nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt im Zweifel ein Test durchzuführen.

Der Test kann von einem Hausarzt nicht vor Ort vorgenommen werden. Der Abstrich aus der Rachen- und Nasenschleimhaut oder hochgehustetem Sekret muss an ein Labor geschickt werden. "Der Test selbst dauert etwa vier bis sechs Stunden", so die Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung zu t-online.de. Dazu müsste noch die Zeit für einen Transport zum Labor, die Auswertung der Ergebnisse und die Kommunikation an die entsprechende Stelle gerechnet werden.

Die Senatsverwaltung gibt an, dass ein Abstrich-Ergebnis aber nach spätestens ca. zwölf Stunden vorliegen sollte. Die Realität sieht zur Zeit etwas anders aus. Ein Berliner Facharzt berichtete t-online.de, dass er selbst drei Tage nach seiner Testung noch keine Rückmeldung der Behörden erhalten hatte: "Das Ergebnis liegt vor, aber das Gesundheitsamt hat es mir noch immer nicht mitgeteilt."

Der Ruf nach einem Selbsttest wird lauter

Das aktuelle Testverfahren "Real-time PCR" (Polymerase-Kettenreaktion) gilt als sehr verlässlich, da es auch sehr geringe Spuren des Erregers nachweisen kann. Leider gibt es noch keinen verlässlichen Selbst-Schnelltest. Dieses wäre nach Expertenmeinung aber aufgrund der Engpässe und Überlastungen dringend notwendig.

Hoffnung darauf machten Forscher der taiwanesischen Wissenschaftsakademie Academia Sinica Anfang März: Sie gaben bekannt, einen Test auf das neue Coronavirus erprobt zu haben, der ein Ergebnis bereits nach 15 Minuten liefert. Jetzt hoffen sie auf eine Validierung der neuen Methode. Das kann aber einige Monate dauern.

Auch in Deutschland wird mit Nachdruck an einem Schnelltest geforscht. Hendrik Streeck, Direktor des Instituts für Virologie und HIV-Forschung an der Universität Bonn twitterte am 11. März, dass der erste Probelauf an mehreren Covid-19-Patienten erfolgreich verlaufen sei. Jetzt wird geprüft, ob das Verfahren verlässlich sei.

Lesen Sie hier, wie Sie sich am besten vor dem Coronavirus schützen können und welche Auswirkungen das Coronavirus Sars-CoV-2 auf Deutschland hat. Erfahren Sie auch, wie sich der Shutdown auf unser ganzes Leben auswirkt.