14.03.2020

#NachbarschaftsChallenge Hilfe beim Coronavirus: So können wir uns gegenseitig unterstützen

Coronavirus – Alle wichtigen Infos
Mi, 11.03.2020, 09.27 Uhr

Corona-Virus – Alle wichtigen Infos

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Das Coronavirus Sars-CoV-2 treibt immer mehr Menschen in häusliche Quarantäne, vor allem Immunschwache müssen sich schützen. Aber wer versorgt sie mit Lebensmitteln und Co? Wir können alle etwas tun!

Das Coronavirus Sars-CoV-2 und die dadurch ausgelöste Lungenkrankheit Covid-19 halten Deutschland und die Welt in Atem. Die Fallzahlen hierzulande steigen rapide, ebenso die der Menschen, die sich jetzt für etwa 14 Tage in häusliche Quarantäne begeben müssen. Und auch sonst werden wir angehalten, besser zuhause zu bleiben.

Gerade die Älteren unter uns oder die, deren Immunsystem aufgrund von Krankheit angeschlagen ist, stellt das vor große Herausforderungen. Möglichst nicht rausgehen lautet die Devise. Wer häuslich isoliert ist, darf die Wohnung gar nicht erst verlassen. Und hier können wir alle anfassen und Hilfe in Coronavirus-Zeiten teilen: Wir sind fit? Dann zeigen wir uns solidarisch! Benötigen wir Hilfe? Dann zögern wir nicht, zu fragen! Das können wir alle tun, um die Coronakrise gut zu überstehen:

Coronavirus: Helfen wir uns gegenseitig!

Erst kamen einzelne Personen auf die Idee: Ich bin gesund, warum biete ich meine Hilfe nicht denen an, die jetzt nicht einfach so zum Einkaufen rausgehen können, die vielleicht schon unter Quarantäne stehen? Also fix Zettel im Hausflur aufgehangen oder in die Briefkästen gesteckt. Jetzt ziehen Nachbarschaftsverbände in Städten nach. Und auch wir sind der Meinung: Egal ob Stadt oder Dorf: Wir alle können uns jetzt gegenseitig unterstützen, um die durch das Coronavirus ausgelöste Krisensituation möglichst gut zu überstehen.

#NachbarschaftsChallenge in Berlin: Nachbarn organisieren sich

Ämter und Hilfsorganisationen stoßen langsam an ihre Grenzen: Wer bereits unter häuslicher Quarantäne steht und die eigenen vier Wände nicht verlassen darf, weiß, was das bedeutet: Eigentlich soll jede Hilfe vom Gesundheitsamt kommen. Das kommt aber einfach nicht hinterher. Und wenn die Fallzahlen weiter so rapide steigen, führt das früher oder später zum Kollaps. Auch die Arbeiterwohlfahrt (AWO) etwa kann sowohl ihr Personal als auch ihre "Freiwilligendienste" nicht mehr für Zusatzaufgaben losschicken.

In verschiedenen Städten, so auch in Berlin, kamen Menschen daher auf die Idee, sich zusammen zu organisieren und sich innerhalb der Nachbarschaft zu unterstützen. Denn nicht jeder kann auf Familie im näheren Umkreis zurückblicken. Vor allem ältere Menschen sind oft auf sich allein gestellt.

Die Unsicherheit in der Bevölkerung ist hoch, doch wir können uns diese Angst gegenseitig nehmen, so die Idee verschiedener Gruppierungen, die diese ins Leben gerufen haben.

Zettel verteilen: Wer kann helfen?

Wer also fit ist, kann bei seinen Nachbarn, ob im Mehrfamilienhaus oder in der direkten Nachbarschaft auf dem Dorf, beispielsweise Zettel verteilen und Hilfe anbieten. Bei der Plattform nebenan.de sieht das etwa so aus:

Wer also kann, bittet Hilfsbedürftige, Menschen in häuslicher Quarantäne sowie die, für die der ÖPNV in Coronavirus-Zeiten gefährlich werden kann, sich zu melden, und übernimmt Einkäufe in Supermarkt, Drogerie oder Apotheke, andere Besorgungen, aber auch Gassigänge mit dem Hund oder die Kinderbetreuung.

Diese Zettel lassen sich etwa ausdrucken oder einfach selbst schreiben und kopieren. Wir finden: Eine ganz tolle Idee! Gerade jetzt müssen wir alle zusammenhalten. Und auch, wenn wir nicht wirklich zusammenrücken können, gemeinschaftlich sollten wir das genau jetzt tun.

Immerhin: Ernährungsministerin Julia Klöckner erwartet bisher keine Versorgungsengpässe aufgrund der Coronakrise.

Mehr Infos zum Coronavirus sowie hilfreiche Tipps zum Umgang mit der Situation finden Sie auf unserer Themenseite!